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Schnelltests: Der Kreis zögert zu lange statt sich für die Zukunft zu rüsten

Kommentar Von Martina Bachmann
17.03.2021

Plus Das Landratsamt übt sich in Geduld und gibt interessierten Apothekern noch bis Freitag Zeit, sich zu melden. Ob die Bürger ein ähnliches Maß an Geduld aufbringen, ist zu bezweifeln.

Wie die neue „normale“ Welt aussehen könnte, wird derzeit bei einem Modellversuch in Tübingen getestet. Dort werden den Bürgern kostenlose Corona-Schnelltests an mehreren Teststationen in der Stadt angeboten. Wer negativ ist, bekommt ein Tagesticket – und darf nicht nur Geschäfte oder die Außengastronomie besuchen, sondern sogar ins Theater oder ins Kino. Tübingen probt die Zukunft – der Landkreis Donau-Ries dagegen hängt in der trüben Corona-Gegenwart fest.

Eine kostenlose, öffentliche Schnelltest-Station im Landkreis Donau-Ries: Fehlanzeige

In der muss der Einzelhandel ab heute wieder schließen, weil der Inzidenzwert an drei Tagen hintereinander auf über 50 gestiegen war. Außengastronomie, Kino, Theater – davon können die Bürger nur träumen. Einen Schnelltest ergattert nur der, der in der Apotheke oder im Discounter zeitig dran ist und Geld dafür bezahlt. Eine kostenlose, öffentliche Schnelltest-Station – Fehlanzeige.

Aus dem Landratsamt hieß es, man setze in Sachen Schnelltests weiter auf die Zusammenarbeit mit den Apotheken und wolle kein eigenes Zentrum aufbauen. Dass der Sprecher der Apotheken schon vergangene Woche auf die mangelnden Kapazitäten seiner Kollegen hingewiesen hat, scheint im Landratsamt offensichtlich nicht angekommen zu sein. Nein, die Behörde übt sich in Geduld und gibt interessierten Apothekern noch bis Freitag Zeit, sich zu melden. Ob die Bürger ein ähnliches Maß an Geduld aufbringen, ist zu bezweifeln.

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