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Oettingen

14.09.2020

Schreiner-Prüflinge der Innungen Donau-Ries und Dillingen freigesprochen

Peter Luff, stellvertretender Prüfungsausschussvorsitzender bei der Ehrung des Prüfungsbesten Florian Lamprecht.
Bild: Corinna Grimmeißen

Plus In Oettingen fand die Freisprechungsfeier der Schreinerinnungen Dillingen und Donau-Ries statt. Ausbildungsbester wurde ein Azubi einer Harburger Schreinerei.

Sogar ein Freiluft-Bereich wurde für die diesjährige Freisprechungsfeier der Schreiner-Prüflinge aus den Schreinerinnungen Dillingen und Donau-Ries eingerichtet. Am Freitagabend fand auch in diesem Jahr – unter besonderen Umständen und strengen Hygieneregeln – die Freisprechungsfeier der Schreiner aus den Innungen Donau-Ries und Dillingen mit Verleihung der sogenannten Auszeichnung „Die Gute Form“ statt.

Doch das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung war für die Freizusprechenden und deren Begleiter kein Grund, sich weniger zu freuen. „Ihr seid an euren Aufgaben gewachsen, habt Höhen und Tiefen während eurer Ausbildung durchlebt – sicherlich nicht zuletzt durch Corona, das euch in der Prüfungsvorbereitung schon zu schaffen machte“, lässt Erwin Gufler, Obermeister der Schreiner-Innung Donau-Ries, die angehenden Gesellen ihre Ausbildung gedanklich Revue passieren. Bereits zum 16. Mal wird die Auszeichnung „Die Gute Form“ im Rahmen der Freisprechungsfeier gemeinsam mit den Sparkassen aus dem Landkreis veranstaltet und durch Geldgeschenke an die Auszubildenden unterstützt. „Das Handwerk braucht Mitarbeiter, die mit Leidenschaft und einer Portion Mut ihren Job ausüben“, so der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Donauwörth. Er lud die Anwesenden im Nachgang der Feier ein, in der örtlichen Sparkasse die ausgestellten Gesellenstücke zu begutachten.

Schreiner-Gesellen der Landkreise Donau-Ries und Dillingen freigesprochen

Auch die Landtagsabgeordneten Wolfgang Fackler und Johann Häusler waren zur Veranstaltung gekommen und brachten die Wichtigkeit des Schreinerberufs und der Zukunft junger Menschen aus unserer Heimat zum Ausdruck. Oettingens Bürgermeister Thomas Heydecker hielt die Festansprache. Durch eine historische Metapher aus der US-amerikanischen Geschichte brachte er den Heranwachsenden und allen Zuhörern nahe, dass man auch in schwierigen Situationen mehrere Möglichkeiten hat, die Herausforderung anzugehen und das Beste daraus zu machen. „Ich bin überzeugt: Während der Schreinerausbildung habt ihr die Fähigkeit erlernt, um die Ecke zu denken. Denn das Schaffen und Gestalten von Dingen steht im Mittelpunkt eures Aufgabenbereichs“, sagte Heydecker.

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Bevor die Freisprechung der Lehrlinge durch Erwin Gufler erfolgte, gab der Bürgermeister ihnen noch zwei Dinge mit auf den Weg: „Seht nicht immer alles rational, schaltet auch mal den Kopf aus und hört auf euer Herz. Und – es sind selten die materiellen Dinge, die uns nachhaltig glücklich machen.“ Mit diesen Worten übergab er an den Innungs-Obmeister. „Kraft meines Amtes erhebe ich Sie in den Gesellenstand“, brachte Gufler die Ansprache auf den Punkt. Anschließend übergaben Gufler und Lehrlingswart Fritz Funk die Gesellenbriefe an die Junggesellen.

Am  Freitag fand in Oettingen in der neugebauten Montessori-Schule die Freisprechungsfeier der Schreiner aus den Schreiner-Innungen Donau-Ries und Dillingen statt.
20 Bilder
Freisprechungsfeier der Schreiner in Nordschwaben
Bild: Corinna Grimmeißen

Als Prüfungsbester wurde in diesem Jahr Florian Lamprecht geehrt. Er schloss seine Ausbildung bei der Schreinerei Funk in Harburg ab und überzeugte den Prüfungsausschuss in der Theorie mit 92,2 Punkten und in der Praxis mit 95,1 Punkten. Abschließend wurden die besten drei Absolventen der „Guten Form“ für die Originalität, Modernität und Funktionalität ihrer Gesellenstücke mit Preisgeldern der Sparkasse geehrt. Den dritten Platz belegte Jonathan Martin, der zweite Platz wurde durch Florian Lamprecht besetzt und als Sieger ging Dominik Meyr hervor. Mit dem Lied „An Tagen wie diesen“ schloss die Band „Acoustic Mood“, welche an diesem Abend für die musikalische Begleitung sorgte, die Veranstaltung.

Im Anschluss an die Freisprechungsfeier waren die Gäste in den Biergarten des ehemaligen Hotels Krone eingeladen und in Gruppen wurden die Gesellenstücke begutachtet.

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