Newsticker

Bundestag beschließt längeren Lohnersatz für Eltern
  1. Startseite
  2. Lokales (Nördlingen)
  3. Schwerverletzter nach Gas-Explosion in Deiningen

Unfall in Deiningen

02.03.2020

Schwerverletzter nach Gas-Explosion in Deiningen

Einsatzleiter und Helfer der Feuerwehr begutachten die Baugrube, in der es am Montagnachmittag zu einer Gasexplosion gekommen ist.
Bild: David Holzapfel

Plus In Deiningen ist es am Montagnachmittag zu einem schweren Arbeitsunfall gekommen. Die Explosion hatte auch auf die Anwohner Auswirkungen.

Es riecht nach Rauch und Gas, auf der Hauptstraße herrscht hektische Betriebsamkeit. Polizei , Feuerwehr und Rettungsdienst sind im Einsatz, am Himmel kreist ein Rettungshubschrauber. Am Montagmittag ist es in Deiningen zu einem folgenschweren Arbeitsunfall gekommen.

Laut Einsatzleitung der Polizei waren zwei Bauarbeiter kurz nach 12 Uhr in der Deininger Hauptstraße dabei, Reparaturarbeiten an einer offenliegenden Gasleitung zu tätigen, als es zu einer etwa acht Meter hohen Stichflamme kam. Das 46-jährige Unfallopfer erlitt Verbrennungen dritten Grades an den Händen und Verbrennungen zweiten Grades im Gesicht. Der Schwerverletzte wurde mit einem Rettungshubschrauber ins Nürnberger Krankenhaus transportiert.

Eine "haushohe Stichflamme"

Hermann Faul deutet hoch auf die Spitze seines Hausdaches. Er ist Anwohner an der Deininger Hauptstraße , in einer Erdgrube vor seinem Haus hat sich gerade der Unfall ereignet. Faul sagt, er habe eine „haushohe Stichflamme“ beobachtet. Er habe anschließend sofort die Polizei informiert und sei ins Freie geeilt.

Schwerverletzter nach Gas-Explosion in Deiningen

Vor dem Gebäude bietet sich dem Anwohner ein Bild der Verwüstung: Ein Kellerfenster ist zerstört, die Fassade des Wohngebäudes ist ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen worden. Die massiven Bauabsperrungen rings um die Grube sind zum Teil vollkommen versengt und geschmolzen. Auch die Wände innerhalb des Erdlochs sind von der Explosion schwarz verfärbt. Die Polizei schätzt den entstandenen Sachschaden auf insgesamt rund 8000 Euro.

Unfallursache noch ungeklärt

Die genaue Unfallursache blieb bis zum Redaktionsschluss ungeklärt. Wie die Polizei berichtet, hätten die beiden Bauarbeiter ein sogenanntes „T-Stück“, also eine Rohrverbindung, in die Gasleitung einpassen wollen. Bei dem verletzten 46-Jährigen handelt es sich einer Pressemitteilung des verantwortlichen Energieversorgers Erdgas Schwaben zufolge um den Arbeiter einer Unternehmenstochter.

Bild: David Holzapfel

Für die großflächige Absperrung im Umkreis des Unfalls waren rund 120 freiwillige Kräfte der Feuerwehr im Einsatz. Unterstützung fanden die örtlichen Helfer aus Fessenheim , Grosselfingen , Alerheim , Wechingen , Reimlingen und Nördlingen.

Das Gas musste nach dem Unfall abgedreht werden, eine unmittelbare Gefahr bestand der Polizei zufolge nicht mehr. Jedoch blieben rund 100 Häuser deshalb kurzzeitig ohne Heizung und Warmwasser.

Wohin sich Betroffene wenden können

Die Reparaturarbeiten waren am Montag gegen 14.30 Uhr abgeschlossen; Mitarbeiter des Energieversorgers nahmen die Heizungsanlagen der Betroffenen händisch wieder in Betrieb. Wie es in der Pressemitteilung von Erdgas Schwaben weiter heißt, können sich Betroffene rund um die Uhr beim Gas-Entstördienst unter Telefon 0800/1828384 melden.

Zu Behinderungen des Verkehrs kam es nicht, der Unfall ereignete sich im schon vor dem Unfall gesperrten Straßenbauabschnitt der Deininger Hauptstraße.

Lesen Sie auch:

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren