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Debatte

14.03.2019

Schwörsheim diskutiert über Mobilfunkmasten und Kanäle

Zur Bürgerversammlung in Schwörsheim im Gasthaus Zum Goldenen Stern sind zahlreiche Schwörsheimer gekommen.
Bild: Verena Mörzl

Im Gasthaus Zum Goldenen Stern informiert Bürgermeister Dietmar Höhenberger die Anwesenden über die anstehenden Projekte in der Gemeinde. Das liegt den Bürgern außerdem am Herzen.

Die Gemeinde Munningen wird zwei Mobilfunkmasten bekommen, teilte Bürgermeister Dietmar Höhenberger bei der Bürgerversammlung am Dienstagabend im Gasthaus Zum Goldenen Stern in Schwörsheim mit. Auch wenn die Gemeinde ihre Zustimmung nicht geben werde, würden die Masten gebaut. Weil sie dann aber keinen Einfluss mehr auf den Standort hätte, will sie von Anfang an bei den Planungen dabei sein. Dann könne nämlich verhindert werden, dass der Mast statt mitten in den Ortschaften außerhalb platziert werde. Mögliche Standorte wären laut Telekom nördlich von Laub und in den Wörnitz-Wiesen zwischen Munningen und Schwörsheim.

Das Thema Mobilfunkmast war bei der Bürgerversammlung ein zentrales Thema. Höhenberger erklärte den anwesenden Bürgern anschaulich, wie die Strahlenbelastung einzuschätzen sei. Dafür nahm er den sogenannten SAR-Wert her, die spezifische Absorptionsrate. Sie misst, wie schnell sich Gewebe durch Strahlung erwärmt. Ke kleiner der Wert ist, desto unbedenklicher. Höhenberger zeigte die Werte von Smartphone (1,32 Watt pro Kilogramm), WLAN-Router (0,7), Telefon (0,15) und dem Sendemasten (0,08), um dessen Strahlung in Relation zu setzen. Bei zwei Watt pro Kilogramm liege der gesetzliche Grenzwert in Deutschland.

Der Bürgermeister erklärte, dass die meiste Strahlung im Haus entstehe und durch eigenes Handeln reduziert werden könne. Zum Beispiel, indem man nachts das Handy ganz ausschalte, über Headset mit Kabel telefoniere oder Bluetooth vermeide. Höhenberger sagte, dass so bis zu 90 Prozent des Elektrosmogs reduziert werden könnten und ein Mast in Relation gesehen nur eine geringe Strahlung aufweise.

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Das Kanalnetz könnte für die Gemeinde teuer werden

Ein weiteres Großprojekt wird die Gemeinde in den nächsten Jahren beschäftigen. Das Kanalnetz soll überprüft und gegebenenfalls saniert werden. Die Bestandsaufnahme und die Digitalisierung erfolgen zunächst im Satzungsbereich Munningen, Schwörsheim und Haid durch eine Befahrung der Kanäle mit einer Kamera. Ein Sanierungskonzept würde dann mit einem Ingenieurbüro ausgearbeitet werden. Höhenberger geht von hohen Schäden aus. Es könnte also teuer für die Gemeinde werden. Allerdings sagte er auch, dass es durchaus gute Fördermöglichkeiten gebe.

Bei den Wortmeldungen sprach ein Bürger erneut die Stolperfallen auf dem Friedhof an, die durch einen Maulwurf verursacht würden. Höhenberger sagte, dass die Gemeinde bereits diverse gesetzliche Möglichkeiten versucht hätte, die das Tier allerdings nicht vertrieben hätten. Für Verärgerung sorgen in Schwörsheim auch die Hinterlassenschaften einiger Hunde. Zum Vorschlag, Behälter für Hundekot aufzustellen, äußerte sich der Bürgermeister nur verhalten. Er appelliert an die Hundebesitzer, die Häufchen in Plastiktüten zu sammeln und zu Hause wegzuwerfen.

Weil der Soldaten- und Kriegerverein am Festwochenende vom 10. bis 12. Mai sein 100-jähriges Bestehen feiert, wollte ein Bürger wissen, ob die „offenen Kies-Stellen“ bis dahin beseitigt werden. Höhenberger kündigte an, dass diese bald geteert werden sollen.

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