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Kommentar

13.09.2019

Selbstgebackenes gehört zu jedem Fest

Kein Essen von auswärts mehr - ein Kindergarten im Landkreis Dillingen hat deswegen Ärger mit den Eltern.
Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Eltern sollten auch weiterhin ihren Kindern einen Kuchen mit in den Kindergarten bringen dürfen.

Für Kinder gibt es nichts Schöneres, als Geburtstag zu feiern. Sie stehen im Mittelpunkt, bekommen Geschenke und können sich mit ihren Freunden auf den Kuchen stürzen. In Bissingen fällt der letzte Punkt nun weg.

Die Hygienebedenken einiger Eltern sind nur schwer nachvollziehbar. Es sollte zwischen Erziehungsberechtigten zumindest ein gewisses Vertrauensverhältnis bestehen, dass Kuchen oder Muffins gebacken werden, die die Kinder vertragen. Auch mitgebrachte Brezen werden kaum Krankheiten auslösen.

Hobbybäcker wissen, wie sie die Lebensmittel verarbeiten müssen

Zudem ist der Lerneffekt für den Nachwuchs fragwürdig. Statt sofort ein Verbot auszusprechen, sollte bei Bedenken gemeinsam geschaut werden, woher diese kommen und wie sie beseitigt werden können.

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Nicht nur auf Kindergeburtstagen ist Selbstgebackenes der Renner, sondern auch auf jedem Dorf-, Pfarr-, oder Vereinsfest. Freiwillige stehen teilweise stundenlang in der Küche und verzieren ihr Gebäck liebevoll mit Streuseln oder Puderzucker. Auch hier kann man darauf vertrauen, dass die Hobbybäcker wissen, wie sie die Lebensmittel verarbeiten müssen.

Sollten eines Tages dann doch immer mehr Menschen Hygienebedenken äußern, wäre die Konsequenz wohl, dass auf den Festen gekaufte Kuchen angeboten werden. Das ist nicht nur teuer für die Vereine, sondern stört auch den Charme der Veranstaltungen.

Was drei Kindergartenleiterinnen aus dem Ries zum Thema sagen, lesen Sie hier.

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