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18.06.2009

Selten schönes Dorfbild gelobt

Holzkirchen (hum) - "Einige Mitglieder der Bewertungskommission waren sichtlich bewegt über die selten schöne Dorfstruktur und wie sie durch den Einsatz der Einwohner zustande kam", resümiert Wechingens Bürgermeister Klaus Schmidt, nachdem er und Bürger von Holzkirchen zwei Stunden lang die Kommission des Wettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft - Unser Dorf soll schöner werden" durch die Ortsteile Holzkirchen und Speckbrodi geführt hatte.

Besonders beeindruckt hatten die breiten Grünstreifen neben den Straßen und im Dorf allgemein sowie die Gestaltung der Plätze, die nach Ansicht von Bürgermeister Schmidt den Ausschlag für den Kreissieg gegeben hatten. Holzkirchen war ungewöhnliche Wege gegangen, um den Grünanteil im Dorf zu erhöhen: Straßen wurden zum Teil komplett entfernt und begrünt, andere Straßen verschmälert. Auch das Biotopsystem rund ums Dorf fand guten Anklang.

Im Jahr 2000 hatte laut Schmidt die Dorferneuerung eingesetzt und der Gemeinderat ließ den Bürgern bewusst freie Hand bei Ideenfindung und bei der Umsetzung. Man habe nur bei organisatorischen Fragen wie der Finanzierung eingegriffen. Das habe die Motivation intensiv gefördert und zum bestmöglichen Ergebnis beigetragen.

Aktive Solidargemeinschaft

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Dieses Ergebnis präsentierte er mit einem Empfang im Gemeindehaus, wo der Posaunenchor aufspielte und die Präsenz von Pfarrer Rüdiger Schild zeigte, dass vieles vom Sozialleben, vor allem die Altenbetreuung, auf kirchliche Initiative zurückgeht. Der 2. Bürgermeister Gerhard Beck gab einen Abriss über die Dorfgeschichte, Bürgermeister Klaus Schmidt stellte das Dorf als aktive Solidargemeinschaft vor. Sie werde vom Vereinsleben getragen; gerade der Sportverein binde die Jugend erfreulich stark an das Dorf und vermittle auffallend viele Erfolgserlebnisse. Ein Kindergartenchor am Spielplatz zeigte, dass im Dorf alle Generationen gut aufgehoben sind.

Mit einem Planwagen fuhr man zur Kirche, wo der Kirchenchor sang, und weiter nach Speckbrodi; auf dem Weg trug wie auf Bestellung ein Brachvogel dazu bei, den Eindruck einer artenreichen und intakten Tierwelt zu untermauern. Die 33 Einwohner hier, zum Teil junge Familien, sind trotz räumlicher Abgeschiedenheit gut in die Gemeinde integriert, wurde berichtet. Hier fiel die Ausgestaltung des Weihers auf. So wird ein Rastplatz unter anderem von Radlern des vorbeiführenden Wörnitz-Radweges gut in Anspruch genommen.

Bürgermeister Schmidt hat ein gutes Gefühl und will das Ergebnis in Ruhe auf sich zukommen lassen. Die teilnehmenden Gemeinden (siehe Infokasten) seien zu unterschiedlich, als dass man sich in Vergleichen Chancen ausrechnen könne, so Klaus Schmidt.

Die Jury besuchte auch Ronheim (Bericht folgt).

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