Newsticker
RKI meldet 8103 Neuinfektionen und 96 Tote
  1. Startseite
  2. Lokales (Nördlingen)
  3. Sicherheitsbedenken für Fußgänger in Oettingen

Verkehr

26.01.2019

Sicherheitsbedenken für Fußgänger in Oettingen

Geht es nach der Oettinger Stadtverwaltung, sollen hier künftig an der Kreuzung der B466 mit der Nördlinger Straße keine Ampeln mehr stehen. Der Verkehr könnte nach aktuellem Stand durch Kreisverkehre fließen. Einige Stadträte machten sich auch Gedanken, wie Fußgänger die Straße dann passieren.
Bild: Verena Mörzl

Der Stadtrat Oettingen diskutiert die Vorplanungen für die Kreisverkehre entlang der B466. Der Blick richtet sich vor allem auf Bewohner in der Straße Am Weißen Kreuz.

Zwei Kreisverkehre auf einer Straßenlänge von rund 150 Metern – die Oettinger PWG-Fraktion ist von dem Vorschlag der Stadtverwaltung nicht angetan. Wie berichtet, will die Stadt Oettingen im Zuge der Sanierung der Ortsdurchfahrt (Bundesstraße 466) die Ampeln abschaffen und dafür an den Kreuzungen mit der Nördlinger und der Bahnhofstraße zwei Kreisverkehre bauen. „An der Bahnhofstraße ist das sinnvoll, an der Abzweigung Nördlinger Straße sehen wir das anders“, sagte Rudolf Oesterle in der Stadtratssitzung. Die Linksabbiegespuren von Nördlingen kommend seien möglicherweise auch problemlos ohne Ampeln zu bewerkstelligen, bei der Tankstelle sei das schon immer der Fall. Die Fraktion könne sich zudem vorstellen, dass an der Abzweigung zur Nördlinger Straße eine Ampelanlage aufgestellt werde, die nur im Bedarfsfall eingeschaltet werden soll. Oesterle fragte in das Gremium, wo sonst die Schulkinder aus dem Wohngebiet Am Weißen Kreuz sicher über die Straße gehen sollen. Bürgermeisterin Petra Wagner entgegnete, dass der Vorschlag aufgenommen werde.

Welche Fußgänger-Überquerung ist vorgesehen?

Auf den PWG-Vorschlag hin wollte Ludwig Däubler (ABL) wissen, wie die Fußgänger-Überquerung an den Kreisverkehren vorgesehen ist. Daraufhin erklärte Stadtbaumeister Klaus Obermeyer, dass die groben Planungen dafür noch nicht stehen. Man befinde sich in einer sehr frühen Planungsphase. Grundsätzlich aber gab er seinen Vorrednern recht: „Das Thema Fußgänger muss untersucht werden.“ Es gebe zwar für Fußgänger kein genormtes Nachweisverfahren wie für Fahrzeuge. Allerdings werde ein Kreisverkehr gegenüber einer Ampel mit der Qualitätsstufe A eingeordnet und sei somit auch für Fußgänger besser zu bewerten. Wagner fügte hinzu, dass noch nichts festgelegt werden soll und die konkreten Planungen dann weiter in den Gremien abgestimmt werden.

Die SLO steht hinter der Kreisverkehrlösung für beide Kreuzungen. Bernhard Raab sagte, dass „Ampelkreuzungen große Lärmquellen seien“. Er meinte aber auch, dass Zebrastreifen an Kreuzverkehren – wie an der Wemdinger Unterführung in Nördlingen – problematisch seien. Er wiederholte sein Anliegen von der Bauausschusssitzung, dass man bei der Größe Richtung 30 Meter gehen sollte und erwähnte noch einmal, dass Lärmschutzmaßnahmen entlang der Bundesstraße 466 zu prüfen seien. Die Bürgermeisterin sagte, dass die Anregung mit einer Lärmschutzwand bereits weitergegeben wurde.

Robin Bhattacharyya (SPD) stimmte ebenfalls seinen Vorrednern zu, wollte aber zudem nun wissen, weshalb ein Kreisverkehr dort nun möglich sei, wenn doch die Lösung am neuen Baugebiet Kelterfeld abgelehnt wurde. Obermeyer entgegnete, dass das Verkehrsaufkommen auf der B466 in der Stunde so hoch sei wie im Wohngebiet an einem Tag.

Zur Sicherheit der Fußgänger hatte auch Klaus Winter (CSU/FWG) noch eine Meinung. Er verglich den geplanten Kreisverkehr an der Abzweigung Nördlinger Straße mit dem bestehenden an der Wörnitzbrücke und sagte, dass Fußgänger dort keine Probleme hätten. Dort seien weder Zebrastreifen noch Ampel und Freibad- oder Kirchweihbesucher würden sich nicht beschweren. Konkret sagte er: „Letztendlich ist es da die gleiche Vorgehensweise, ich sehe da kein Problem, aber es soll trotzdem überprüft werden.“

Auf Winters Wortmeldung wies Oesterle darauf hin, dass an der Wörnitzbrücke kein Wohngebiet liege, von dem aus Kinder täglich in die Schule laufen. Er erinnert ebenfalls an den neuen Nördlinger Kreisverkehr bei der Wemdinger Unterführung, an dem oft Kinder oder Erwachsene stehen, die in die Stadt wollen; in der Straße Am Weißen Kreuz sei das ähnlich.

Martina Krommrei (SPD) schlug dahingehend vor, dass ein Schülerlotse dann denkbar sei, immerhin seien nicht immer Schüler unterwegs.

Mit dieser letzten Wortmeldung beendete Bürgermeisterin Wagner diese erste Diskussion. Der Stadtrat stimmte der Umgestaltung von den Ampelanlagen zu den Kreisverkehren zu.

Weiteres Thema: Große Hunde müssen an die Leine

In der Donnerstagssitzung stimmte das Gremium auch für eine neue Verordnung für das freie Herumlaufen von Hunden und Kampfhunden, die bislang nicht sehr konkret war. So heißt es jetzt beispielsweise, dass Hunde ab einer Schulterhöhe von einem halben Meter auf allen öffentlichen Straßen, Wegen oder Plätzen und allen öffentlichen Anlagen (Flächen, die der Erholung dienen) an der Leine geführt werden müssen. Wer vorsätzlich oder fahrlässig gegen die Verordnung verstößt, muss mit einer Geldbuße von bis zu 1000 Euro rechnen.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren