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Service-Clubs

05.06.2020

Sie helfen trotz aller Einschränkungen

Werner Schlientz
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Werner Schlientz
Bild: Jochen Aumann

Die Aktivitäten von Rotary Club, Lions Club und Kiwanis leiden unter den Corona-Bestimmungen. Die Clubs im Ries setzen einige Projekte aber fort oder nehmen sogar neue auf.

Wie alle Vereine sind auch die Nördlinger Serviceclubs Rotary Club, Lions Club und Kiwanis von den Corona-Beschränkungen betroffen. Sie müssen ihre Aktivitäten einschränken, aber dennoch können einige der von ihnen unterstützten Projekte fortgesetzt werden, zum Teil starten sie sogar neue.

„Die Corona-Krise hat Einfluss auf unsere komplette Club- und Meetingkultur“, sagt Hannes Dambacher, Präsident des Nördlinger Rotary Clubs. Normalerweise kämen die Clubmitglieder zweimal im Monat im 2nd Home Hotel zu einem Meeting zusammen, momentan fänden die Treffen aber virtuell über die Videokonferenz-Software Zoom statt. Betroffen sei auch der „long term exchange“ der Rotarier. Jährlich entsende der Club einen Jugendlichen für zwölf Monate weltweit in ein anderes Land, um dort Kulturerfahrungen zu machen. Gleichzeitig ermögliche der Club jedes Jahr den Aufenthalt ausländischer Jugendlicher in Nördlingen. Wegen der Pandemie muss die Schülerin, die Mitte vergangenen Jahres nach Argentinien gegangen war, ihren Aufenthalt nach neun Monaten vorzeitig abbrechen, sie kehrt in diesen Tagen nach Deutschland zurück. Die Austauschschülerin aus den USA, die in Nördlingen weilte, ist bereits wieder abgereist. Die andere Austauschschülerin aus Brasilien fliegt in den nächsten Tagen heim.

Das jährliche Jugendcamp, eine Art Zeltlager, das von der Jugendorganisation Rotaract veranstaltet werde, entfalle dieses Jahr. Es sei jedoch ein Alternativprogramm, unter anderem zum Thema Europa, geplant. Die Nördlinger Rotarier unterstützen auch das afrikanische Schulprojekt „INES“, vorerst einmalig mit 8000 Euro. Dabei soll für nomadische Kinder in Kenia eine mobile Schule geschaffen werden. „Das Projekt ist momentan nicht beeinträchtigt und es kann durchaus sein, dass es auch weiterhin unterstützt wird“, sagt Dambacher. Des Weiteren finanziert Rotary an der Schillerschule eine Stelle für einen Bundesfreiwilligendienstleistenden mit ungefähr 8000 Euro für die nächsten Jahre. Auch eine bildende Künstlerin werde derzeit mit 2000 Euro gefördert, so Dambacher.

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Am 4. Juli wechsle die Präsidentschaft des Clubs, Frank Söder werde dann die Leitung übernehmen. Noch sei aber unklar, ob das Übergabe-Meeting stattfinden könne.

Kontakt über E-Mail und Telefon

Auch der Lions Club muss derzeit auf Mitgliedertreffen verzichten. „Unsere Meetings fallen komplett aus, da viele Mitglieder nicht über die technischen Möglichkeiten verfügen. Wir halten Kontakt über E-Mail und Telefon“, sagt Dr. Robert Lotter, Präsident des Nördlinger Lions Clubs. „Wir wollen jetzt für Projekte Geld spenden, die von der Krise betroffen sind. Andere können momentan nichts geben, da springen wir ein. Es ist wichtig, dass das jetzt passiert“, so der Lions-Präsident weiter.

Der Lions Club habe deshalb erst kürzlich 1000 Euro für die Nördlinger Tafel gespendet und eine überregionale Stiftung habe auf die Lions-Spende noch einmal 1000 Euro oben draufgelegt. „Wenn noch weitere Corona-Projekte dazukommen, sind wir dafür offen“, sagt Lotter. Ein anderes aktuell laufendes Projekt sei die Beschaffung eines Wasserspenders für die Schüler des Nördlinger THG. Der Lions Club habe sich daran mit 2000 Euro beteiligt. Da zu den regelmäßigen Club-Treffen zwischen 30 und 60 Personen kämen, schätzt Lotter, dass es noch lange dauern werde, bis Treffen wieder möglich seien.

Im Kiwanis-Club Nördlingen blieben die Mitglieder derzeit über WhatsApp und Telefon miteinander in Verbindung, sagt Club-Präsident Werner Schlientz. Ebenso wie die Meetings seien die gesellschaftlichen Zusammenkünfte und Unternehmungen abgesagt, wie zum Beispiel die Besichtigung des historischen Augsburger Wassermanagementsystems. Pausieren müsse auch die Aktion „Igel“, eine Maßnahme zur (sexuellen) Gewaltprävention an Schulen, in deren Rahmen normalerweise auch ein Theaterstück aufgeführt werde. Das sei eine „sehr erfolgreiche Aktion, die auch schon vom Landrat gewürdigt wurde“, sagt Schlientz.

Das Motto von Kiwanis lautet „Serving the Children of the World“. „Was nicht abgesagt ist, sind unsere fortlaufenden Charity-Aktivitäten: Dass zum Beispiel Bedürftige über das CaDW eine kostenlose Brille erhalten, und unsere Einzelspenden, etwa an ‚Sternenkinder’, ‚Schule 2000’ und andere“, so der Kiwanis-Präsident.

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