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Retter

23.04.2015

Sie sind die Helfer vor Ort

In Utzmemmingen wurde eine Helfer-vor-Ort-Gruppe gegründet (von links) Willibald Freihart, Norbert Roder, Klaus-Dieter Sterzig, Amelie Orlet, DRK-Kreisgeschäftsführer Matthias Wagner, Mike Mann, Eberhard Schwerdtner, Benjamin Kohler und Carina Rauch.
Bild: Neumayer

DRK Ortsverein Utzmemmingen gründet neue Gruppe

Als „denkwürdigen Tag für Utzmemmingen und ganz Riesbürg“ hat Bürgermeister Willibald Freihart im Rathaus die Gründung der Helfer-vor-Ort-Gruppe des DRK Ortsvereins Utzmemmingen gewürdigt.

Am 4. Mai nehmen die vier ausgebildeten, in der Gemeinde wohnhaften Rettungsassistenten Norbert Roder, Mike Mann, Benjamin Roder und Amelie Orlet ihren Dienst auf. Die Helfer vor Ort werden bei Notrufen über die Rettungsleitstellen in Aalen und Augsburg per Handy mitalarmiert und eilen dann, ausgerüstet mit einem speziellen Notfallrucksack, in ihrer Freizeit ihren Mitbürgern zu Hilfe.

„Unser Rettungsdienst ist zwar schnell, aber die Helfer vor Ort sind erfahrungsgemäß noch schneller“, erklärte Klaus-Dieter Sterzig, zuständig beim Kreisverband Aalen für die ehrenamtlichen Rotkreuzdienste. Durch sie lasse sich das „therapiefreie Intervall“ bis zum Eintreffen des Rettungswagens von zehn Minuten auf drei bis fünf Minuten verkürzen. Diese Minuten könnten entscheidend sein, sagte Sterzig. So drohten bei Bewusstlosigkeit schon nach wenigen Minuten bleibende Schäden. Wenn dann der Patient mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus gefahren worden sei, blieben die Helfer vor Ort bei den Familien und könnten in diesen Ausnahmesituationen beratend und beruhigend tätig werden, ergänzte er. „Es gibt schon einige Gruppen im Kreisverband. Dabei hat sich gezeigt, dass dieser ehrenamtliche Dienst für die Gemeinden einen großen Mehrwert bringt“, sagte Sterzig.

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Auch der Vorstandsvorsitzende des DRK-Kreisverbands Aalen Dr. Eberhard Schwerdtner beglückwünschte Gemeinde und Ortsverein zur Neugründung. „Helfer-vor-Ort-Gruppen sind eine wichtige Ergänzung des Rettungsdienstes“, sagte Schwerdtner und dankte allen Beteiligten. Ziel des Kreisverbands sei ein flächendeckendes Netz an Helfer-vor-Ort-Gruppen, „gerade auch im ländlichen und grenznahen Bereich“. Bürgermeister Freiharts besonderer Dank galt den vier engagierten, ehrenamtliche Helfern. Er sprach von einer sehr wichtigen, neuen Aufgabenstellung für die Bereitschaften vor Ort. „Diese Gruppen sind für die Sicherheit der Bevölkerung etwa bei häuslichen Notfällen oder Verkehrsunfällen ein Riesengewinn“, sagte er.

Ein echter Glücksfall

Zuständig für die Helfer-vor-Ort-Gruppe ist die Bereitschaftsleiterin Carina Rauch. Sie sagte, dass weitere Helfer herzlich willkommen seien. Zwar sei es ein echter Glücksfall, dass die vier Gründungsmitglieder alle beruflich als Rettungsassistenten arbeiteten oder gearbeitet haben, Voraussetzung für den Helfer vor Ort sei aber nur die, 60 Unterrichtseinheiten umfassende Ausbildung zum Sanitätshelfer. Interessenten könnten sie über Email (carina.rauch@gmx.de) gerne kontaktieren.

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