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Kommunahlwahl 2020

17.01.2020

Sie treten für die FDP in Nördlingen an

Im künftigen Nördlingen Stadtrat will auch die FDP vertreten sein. Das Bild zeigt einen Teil der Bewerber. Von links: Mark Tanner, Robert Fenis, Claudia Koch, Frank Hahlbohm, Patrick Senft und Winfried Zittrell.
Foto: Hahlbohm

Plus Mark Tanner wurde als bisher letzter Nördlinger OB-Kandidat nominiert. Mit dieser Liste will er in den Nördlinger Stadtrat einziehen.

Die FDP, die seit Jahrzehnten in Nördlingen keine bedeutende Rolle mehr gespielt hat, will zurück auf die kommunalpolitische Bühne. Nach der Kandidatur des Dermatologen Dr. Mark Tanner für das Amt des Oberbürgermeisters (wir berichteten) wollen die Liberalen nach den Wahlen am 15. März im Stadtrat wieder sichtbar sein und ein Mandat erobern.

Dass es zu mehr reichen könnte, gilt nach allgemeiner Einschätzung als unwahrscheinlich. Der FDP-Ortsverband ist realistisch genug, dies auch so zu sehen. Aber immerhin: Ein Sitz im höchsten politischen Gremium der Stadt wäre zumindest mal ein Anfang, sagt Tanner, der als Spitzenkandidat die Bewerberliste anführt.

Die FDP stellt zehn Kandidaten statt 30 auf

Auf Platz zwei steht Claudia Koch als eine von vier Frauen, die ebenso wie Tanner früher bei der CSU war, vor geraumer Zeit jedoch die Partei verließ, weil sie sich dort nicht mehr wohlgefühlt hatte.

Das Kandidatentableau der Liberalen ist allerdings begrenzt. Nur zehn Bewerber stehen zur Verfügung, was zur Folge hat, dass die Liste „dreifach“ besetzt wird. Soll heißen: Jeder Kandidat wird jeweils dreimal hintereinander aufgeführt, um die erforderliche Zahl von 30 auf dem Stimmzettel zu erreichen. Eine solche „Mehrfachnennung“ gibt das bayerische Gemeinde- und Landkreiswahlgesetz her. In diesem Fall kann der betreffende Bewerber dreimal mit je einer Stimme versehen werden, um die maximal erlaubte Stimmenzahl pro Kandidat nicht zu überschreiten.

Tanner sagt, mehr Kandidaten seien nicht machbar gewesen

Tanner räumt im Gespräch mit den Rieser Nachrichten ein, dass es nicht ganz einfach gewesen sei, geeignete Personen zu gewinnen, die sich für eine Kandidatur bereiterklärten. Die vorliegende Liste stimme ihn jedoch durchaus zufrieden. Freilich hätten sich er und seine Mitstreiter den einen oder anderen Kandidaten mehr gewünscht. Aber dies sei leider nicht machbar gewesen.

Die Liste enthalte junge und ältere Bewerber und stelle einen Querschnitt aus allen Berufssparten dar. Dieser reiche von Ärzten über Angestellte bis hin zu Rentnern.

Unterstützung habe die Nördlinger FDP vom schwäbischen Bezirksverband erfahren. „Von dort kam ganz klar die Ermunterung, bei den Kommunalwahlen in diesem Jahr sich mit eigenen Kandidaten zu präsentieren und den Wählern Alternativen zu bieten“, so Tanner, der Beisitzer im Vorstand der Schwaben-FDP ist. „Wir wollen Nördlingen wieder eine liberale Stimme geben“, sagt der niedergelassene Mediziner, dessen Inhalte im OB-Wahlkampf nahezu identisch mit denen der Stadtratsbewerber sind.

Ein Ausbluten der Innenstadt soll verhindert werden

Ganz oben auf der Agenda steht dabei die Unterstützung der Geschäfte in der Innenstadt. Die Liberalen halten nichts von einem weiteren Ausbluten der Altstadt, was es unbedingt zu verhindern gelte. Im Bereich des Verkehrs wollen die Liberalen nichts von weiteren Einschränkungen für die Autofahrer innerhalb der Stadtmauer wissen. Jeder solle weiterhin die Möglichkeit haben, mit seinem Fahrzeug in die Altstadt zu gelangen. Ebenso seien Parkgebühren kein Thema. Gegen die Schaffung weiterer Parkmöglichkeiten außerhalb der Stadt habe man jedoch nichts einzuwenden. Angesichts der temporär knappen Parkkapazitäten sei dies sogar nachdrücklich zu befürworten.

Sich besonders einsetzen will sich die FDP für den Erhalt der ärztlichen Versorgung. Nicht nur in Nördlingen, sondern im gesamten Ries. Für viele Mediziner müssten von daher Nachfolgeregelungen gesucht werden, weil sie mitunter in naher Zukunft das Rentenalter erreichten. Dies sei nicht nur für die Praxen selbst, sondern auch für die jeweiligen Kommunen eine große Herausforderung.

Lesen Sie dazu auch: Warum Mark Tanner (FDP) Oberbürgermeister in Nördlingen werden will

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