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Gesundheit

24.02.2020

Sind Vitamin-D-Tabletten sinnvoll? Diese Empfehlung hat eine Expertin

Auch im Winter bildet der Körper Vitamin D, sagt Cornelia Zink von der AOK.
Bild: Leitenstorfer

Ist es sinnvoll, Vitamin-D-Tabletten zu nehmen? Was Ernährungsexpertin Cornelia Zink von der AOK in der dunklen Jahreszeit empfiehlt.

Gerade im Winter wird immer wieder vor einem Mangel an Vitamin D gewarnt. Der menschliche Körper könne selbst genügend davon produzieren, die Haut brauche dafür nur ausreichend Sonnenlicht und das gebe es in der dunklen Jahreszeit weniger, so eine Pressemitteilung der AOK. „Dennoch leiden die wenigsten unter einem echten Vitamin-D-Mangel“, so Ernährungsfachkraft Cornelia Zink von der AOK-Geschäftsstelle Nördlingen. In der Pressemitteilung heißt es weiter: Zusätzliches Vitamin D – über die normale Ernährung hinaus – könne weder Krebs noch Herz-Kreislauf-Erkrankungen verhindern.

Vitamin D härtet Knochen und Zähne

Das bedeutet jedoch nicht, dass Vitamin D unwichtig für den Körper sei. „Es unterstützt den Körper dabei, Kalzium aus Lebensmitteln aufzunehmen und härtet so Knochen und Zähne“, sagt Zink. Außerdem beeinflusse es die Muskelkraft positiv und stärket das Immunsystem. Ein echter Mangel an Vitamin D könne aber auch gravierende Folgen haben: Es könne zu einer Knochenerweichung kommen, bei Säuglingen und Kleinkindern Rachitis genannt, bei Erwachsenen Osteomalazie. „Diese Erkrankungen können tatsächlich gut mit Vitamin-D-Tabletten behandelt werden“, so die AOK-Ernährungsexpertin. Zudem gelte ein Vitamin-D-Mangel bei älteren Menschen als Risikofaktor für eine Osteoporose.

Laut einer Untersuchung des Robert-Koch-Instituts (RKI) erreichen zwar nur knapp 40 Prozent der Erwachsenen in Deutschland einen optimalen Vitamin-D-Wert. Doch ein gravierender Vitamin-D-Mangel komme selten vor, informiert die AOK. Diesen zu überprüfen, sei nur sinnvoll, wenn man ein erhöhtes Risiko aufweise, wie beispielsweise ein höheres Lebensalter, Immobilität oder eine chronische Erkrankung des Magens, des Darmes, der Leber oder der Nieren oder auch eine Osteoporose-Erkrankung. Ein Bluttest beim Arzt könne einen zu niedrigen Vitamin-D-Spiegel bestätigen. In jedem Fall sollte die Einnahme von Vitamin-D-Tabletten immer mit dem Hausarzt abgesprochen werden. Denn zu viel Vitamin D könne auch schaden. „Zu große Vitamin-D-Mengen erhöhen den Kalziumspiegel im Blut mit der Gefahr eines Nierenversagens“, mahnt die AOK-Ernährungsberaterin.

Kalziumreiche Ernährung und Bewegung an der frischen Luft

Jeder könne selbst einiges tun, um einem Vitamin-D-Mangel vorzubeugen. So sei eine kalziumreiche Ernährung mit Bewegung an der frischen Luft und Rauchverzicht anzuraten. Wer bereits im Sommer seinen Vitamin-D-Speicher auf natürliche Weise auffülle, könne in den Wintermonaten davon zehren. Deshalb laute die allgemeine Empfehlung, zumindest von März bis Oktober zwei- bis dreimal pro Woche einen Spaziergang im Freien zu machen und dabei Gesicht, Hände und Arme kurzzeitig unbedeckt und ohne Sonnenschutz der Sonne auszusetzen (rechtzeitig Sonnenschutz benutzen). „Doch auch im Winterhalbjahr bildet der Körper etwas Vitamin D, wenn man mit freiem Gesicht und ohne Handschuhe für 20 bis 30 Minuten draußen spazieren geht“, sagt Zink. Durch die Wirkung der Sonnenstrahlen decke der Körper bis zu 90 Prozent des Bedarfs, mit Nahrung könne man aber ebenfalls etwas nachhelfen: Einige Lebensmittel enthalten nennenswerte Mengen an Vitamin D. Dazu gehören fetter Seefisch wie Hering oder Lachs sowie Pilze (Steinpilze, Shiitake, Champignons), Kalbfleisch, Leber, Margarine und Ei.

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04.02.2020

Bei ausreichender Vitamin K-Zufuhr wird das Calcium aus dem Blut in den Knochen angelagert und kann damit beispielsweise auch Osteoporose vorbeugen. Im Winter innerhalb von 20 bis 30 Minuten nur mit freiem Gesicht und Händen ausreichend Vitamin D aufzubauen ist in unseren Breitengraden nicht möglich. Die gesundheitserhaltende Wirkung einer ausreichenden Mikronährstoffzufuhr (Vit. D, K, Zink, Omega 3-Fettsäuren, etc. ) wird leider immer wieder stark unterschätzt.

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04.02.2020

Problem 1: Gesicht und Hände reicht nicht und im Winter mindestens 45 Grad Sonnenneigung, bis UVB bis zur Haut kommt PLUS der Himmel muss fast glas klar sein, damit viel UVB durch kommt.

Problem 2: Definition "Mangel" ist ein Trugschluss, weil vor Jahren durch einen statistischen Fehler des IOM (USA) ein falscher Mindestbedarf an Vitamin D bekannt wurde und die Deutsche Gesellschaft für Ernährung dies so übernommen hat. Immerhin wurde "in einer Nacht und Nebelaktion" der Mindestbedarf pro Tag von 200 auf 800 ng/ml angehoben von der DGE (Begründung??)
Quelle IOM-Fehler (Institute of Medicine) zu Vitamin D : https://www.figu.org/ch/verein/periodika/zeitzeichen/2015/nr-04/tagesbedarf

Dies ist wissenschaftlich bekannt und relativ leicht zu recherchieren. Auf Pubmed gibt es "unendlich" viele Studien zu Vitamin D, auch der IOM-Fehler ist dort bekannt und veröffentlicht.

Fragen Sie Ihren Arzt danach. In der Regel wissen es die Wenigstens. Klären Sie ihn auf. Ärzte sind in der Regel dankbar dafür und geben es an andere Patienten weiter.

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