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12.03.2009

Skulpturen für das Scharlachrennen

Im vergangenen Jahr hat das traditionsreiche Nördlinger Reitturnier, das Scharlachrennen, den Schritt in die Internationalität gewagt. Unter der Regie von Olympiasieger Hans Günter Winkler wurde die Scharlachrennen GmbH gegründet, um das Turnier zu einem internationalen Springturnier auszubauen. Die Reiter dankten es den Veranstaltern. Strahlender Sieger des Großen Preises war kein Geringerer als Markus Ehning aus Borken, aktuell die Nummer drei der Weltrangliste im Springreiten. Und für diesen Platz gab es mitunter in Nördlingen die entscheidenden Punkte!

Das Reitturnier füllte die Hotels und Restaurants in Nördlingen und Umgebung für ein Wochenende. Vom Ambiente der Riesmetropole war man begeistert, denn auch das reisende Volk der Reiter hat am Turnierwochenende die Annehmlichkeiten und die Attraktivität der ausrichtenden Region im Visier. Hinzu kommt, dass die Kaiserwiese an diesem Wochenende mit den Süddeutschen Championaten und der Elite-Fohlenauktion auch das Mekka der Pferdezüchter in Süddeutschland ist.

Im Anschluss an die Jahreshauptversammlung des Freundeskreises Scharlachrennen e. V., für die Oberbürgermeister Hermann Faul jetzt in die Bundesstube im Rathaus eingeladen hatte, präsentierte die Scharlachrennen GmbH dem Freundeskreis und weiteren Gönnern und Sponsoren des Events neue Ideen für das Turnier vom 23. bis 26. Juli 2009. Zuvor wurde in der Jahreshauptversammlung die Vorstandschaft neu gewählt, bzw. die bisherigen Vorstandsmitglieder in ihren Ämtern bestätigt: Dies sind Freiherr von Eltz-Rübenach, Leonhard Dunstheimer, Peter Schiele und Paul Bengesser. Dazu kommt noch Hans Hülsenbeck als Vorsitzender des Vereins Scharlachrennen.

Ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor

Skulpturen für das Scharlachrennen

Eigens für die Präsentation war die Landoberstallmeisterin Dr. Astrid von Velsen-Zerweck vom Haupt- und Landgestüt Marbach angereist. Sie referierte im Anschluss an den Vortrag über die Geschichte des Scharlachrennens von Stadtarchivar Dr. Wilfried Sponsel, über die Entwicklung des Pferdesports. Dieser ist heute mit einem Umsatz von etwa sieben bis acht Milliarden zu einem nicht zu unterschätzenden Wirtschaftsfaktor geworden. Und Nördlingen partizipiert dank dem Scharlachrennen.

Ein deutliches Zeichen für die Zukunft des CSI*** Nördlingen setzte Familie Grenzebach: Sie wird in den kommenden zehn Jahren den von Protektor Hans Günter Winkler ins Leben gerufenen Wanderehrenpreis "Goldene Daniel Peitsche" sponsern. Ein Engagement, das aufhorchen lässt und natürlich die Scharlachrennen GmbH mit den beiden Geschäftsführern Hans Günter Winkler und Sabine Scherbaum, sowie Paul Bengesser, Siegfried Mitzel und Stephan Thomaschki ermutigt weiterzumachen. Denn soviel kann verraten werden: Das Turnier 2008 schrieb ein kalkuliertes Defizit. "Aller Anfang ist schwer", betonte Marketingexperte Hans Günter Winkler, "wir müssen noch mehr Unterstützung in der Region bekommen."

Dies soll 2009 in Form eines Gestaltungswettbewerbes in die Tat umgesetzt werden, der unter den weiterführenden Schulen im Landkreis Donau-Ries ausgeschrieben wurde. Und dieser ist, wie die Wettbewerbsleiter Andreas Schwarzfischer und Siegfried Mitzel berichteten, auf sehr großes Interesse gestoßen. Rund 70 Prozent der angeschriebenen 25 Schulen haben sich für den Wettbewerb angemeldet. Es gilt, lebensgroße Pferdeskulpturen zu gestalten. "Ich denke, dieser Wettbewerb hebt sich deutlich von den bisherigen Malwettbewerben ab. Wann haben Schulklassen schon die Chance, ein dreidimensionales Objekt zu gestalten?", so Schwarzfischer. Die fantasievollen Pferde werden zu Werbeträgern des Turniers von Donauwörth über Nördlingen nach Ellwangen, Aalen und Dinkelsbühl.

Traumvorstellung ist es, eine ganze Herde auf die Beine zu stellen. Und da sind die Firmen und Geschäftsleute aufgefordert mitzumachen. Um den Gestaltungswettbewerb zu finanzieren, werden für die Pferderohlinge Patenschaften angeboten. Und zehn Prozent des Paten-obulus von 1800 Euro pro Pferd gehen als Spende an die Kartei der Not, dem Hilfswerk unserer Zeitung für unverschuldet geratene Menschen.

Parade auf den Marktplätzen der gesamten Region

Als Pferdepate wird man in die Gestaltungsaktivitäten der Schulklasse mit einbezogen. Es wird vor Ort eingeladen, wenn die Entwürfe präsentiert werden, bei der Bemalung des Pferderohlings wird der Pate dabei sein und schließlich wird das Pferd getauft und erhält wie ein echtes Pferd einen "Equidenpass" in Form einer Tafel, die mit Pferdenamen, Schulklasse und dem Patennamen versehen ist. Anfang Juni paradieren die fantasievollen Pferde auf diversen Marktplätzen der Region, um die Bürger auf das internationale Springturnier einzustimmen. Am Turnier werden die Pferde in Nördlingen vor Ort sein und die ganze Stadt in den Pferde-Event mit einbeziehen. Ein rauschendes Pferdefest auf Weltklasseniveau mit einem attraktiven Rahmenprogramm - und das nicht nur mit Vierbeinern - wird Ende Juli die Region um Nördlingen in seinen Bann ziehen.

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