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05.03.2009

So findet man sich auch im Dunkeln zurecht

Schopflohe (pm) - Kaum ein Thema beinhaltet so viele kulturell und gesellschaftlich bedeutende Aspekte wie das Essen. Der Arbeitskreis Jungschar der Evangelischen Landjugend und ELJ-Bezirksreferent Friedel Röttger hatten deshalb bei ihrem diesjährigen Mitarbeiterwochenende in Schopflohe ein abwechslungsreiches Programm rund um Lebensmittel und Ernährung ausgearbeitet.

35 Jugendliche aus dem Landkreis waren gekommen, um sich für ihre Arbeit mit Kindern und Jugendlichen neue Anregungen, Tipps und Ideen zu holen. Im Planspiel "Future Food" schlüpften die Teilnehmer in die Rollen von Firmenchefs aus der zukünftigen Lebensmittelbranche, die sich um einen Bauplatz bewarben, und in die Rollen von Bürgern, die darüber zu entscheiden hatten. So konkurrierte zum Beispiel Leguanfleisch mit gentechnisch veränderter Milch für Milchallergiker und "Cheap & Easy-Designerfood" aus aromatisierten Holzfasern.

Solche Utopien lieferten die Grundlage für viel Gesprächsstoff mit Ute Lichti, Dipl.-Oecotrophologin und Ernährungsberaterin der AOK. Dabei diskutierten die Jugendlichen über das richtige Maß an Fleischkonsum, über Chancen und Risiken gentechnisch veränderter Lebensmittel, globale Gerechtigkeit, biologische Landwirtschaft und vieles mehr.

Anschließend gab es praktische Workshops. In der hauseigenen Confiserie wurden Schokoladenvariationen kreiert, unter der Anleitung von Hans-Georg Murr, Rudelstetten, lernten die Teilnehmer Bier brauen und in einer Videowerkstatt ging es um die Tricks der Werbeindustrie. Beim Fitnesstest wurde der Zusammenhang von Ernährung und Bewegung verdeutlicht. Ein Höhepunkt des Wochenendes war das gemeinsam mit den Teilnehmern eingerichtete Dunkelcafé, wo sich die Besucher in völliger Dunkelheit zurechtfinden mussten und die Bewältigung einfacher und alltäglicher Dinge zur Herausforderung und eindrucksvollen Erfahrung wurde. Endgültig kulinarisch wurde es, als bei der internationalen Kochschlacht an sieben Kochstationen gleichzeitig ein leckeres Buffet zubereitet wurde.

Abschließend blickte der Arbeitskreis Jungschar auf ein erfolgreiches Arbeitsjahr zurück, dessen Schwerpunkt die Durchführung von drei Sommerfreizeiten für Kinder und Jugendliche war.

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