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Gesundheit

03.01.2020

So halten Sie sich im Winter fit

Naturerlebnis inklusive: Welche Tipps die AOK für Aktivitäten im Freien gibt

Soll man im Winter seine Aktivitäten nach drinnen verlagern oder gar pausieren? Es gibt gute Gründe, auch im Winter Sport im Freien zu treiben, lautet die Info der AOK-Geschäftsstelle Nördlingen in einer Pressemitteilung.

Förderlich für die Gesundheit sei es, wenn man sich jeden Tag mindestens eine halbe Stunde draußen im Hellen bewege. Wer es nach der Arbeit nicht schafft, könnte seinen täglichen Spaziergang in die Mittagspause einbauen. So gewöhne sich der Körper gleich schrittweise an die kälter werdenden Temperaturen. Positiv am Outdoorsport sei das Naturerlebnis – das tolle Gefühl für Wind und Wetter oder frisch gefallenen Schnee.

In den Wintermonaten werde das Immunsystem nicht etwa durch die Kälte, sondern durch lange Aufenthalte in stickiger und überheizter Luft stark belastet. Sport im Freien wirke hier als Reiztherapie, ähnlich wie Wechselduschen. Die Durchblutung in Händen, Füßen und den Schleimhäuten von Nase und Rachenraum wird gesteigert. In der Folge sinke das Risiko für Infekte der oberen Atemwege.

So halten Sie sich im Winter fit

Freiluftsport im Winter könne sogar entspannender sein als im Sommer. Während sich der Körper bei hohen Temperaturen mit Unmengen an Schweiß und hektischer Hechelatmung vor Überhitzung schützen will, wird seine Wärmeregulation im Winter laut der Mitteilung weniger belastet. Sportliche Bewegung unterstütze sie, indem sich die Blutgefäße von Haut und Muskeln allmählich öffnen.

Es erst einmal langsam angehen zu lassen, sei die beste Art sich aufzuwärmen. Bei Minustemperaturen sollten Sportler durch die Nase atmen, um Infekten und Reizhusten vorzubeugen. Bei Glatteis nützt allerdings das beste Schuhprofil nichts und auf Sport bei höheren Minustemperaturen sollte man eher verzichten. Speziell Menschen mit Asthma sollten mit ihrem Arzt reden, denn die kalte Luft kann in den Bronchien zum sogenannten Engstellreflex führen.

Besondere Risiken ergäben sich beim winterlichen Freiluftsport kaum. Sofern die Wege halbwegs ausgeleuchtet seien und keine extremen Bedingungen herrschten, bestehe keine größere Unfallgefahr als im Sommer. Bei Schnee oder auf morastigen Böden könnten Jogger auch überlegen, aufs Walken umzusteigen – idealerweise aufs Nordic Walking mit zwei Stöcken. Die gäben einerseits zusätzlichen Halt, andererseits werde durch ihren Einsatz die Oberkörpermuskulatur mittrainiert. Mit der passenden Kleidung ist Kälte kein Problem. Dazu gehören eine Mütze, Schuhe mit gutem Profil, Handschuhe, atmungsaktive Kleidung und im Dunkeln Reflektorstreifen.

Je nach Kälte schütze man sich mit mehreren Schichten nach dem Zwiebelprinzip. Wichtig sei synthetische Funktionsunterwäsche, die Feuchtigkeit nach außen leitet. Baumwolle dagegen sauge sich voll Schweiß und könne zu Erkältungen führen. Mit einem atmungsaktiven Fleecepullover als Zwischenschicht sowie einer wasserabweisenden Jacke darüber verliere der Frost seinen Schrecken. (pm)

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