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Polizei

23.05.2011

So ist bargeldloser Einkauf nicht gemeint

Zwei junge Brüder aus dem Raum Bopfingen haben sich über das Internet in großem Stil Waren ergaunert

Bopfingen Betrügereien im Internet beschäftigen die Polizei zunehmend, so auch im Ostalbkreis, wo derzeit zwei junge Männer aus dem Raum Bopfingen im Fokus der Ermittlungen stehen. Sie sind im Verdacht, ein ganzes Sammelsurium an Straftaten begangen zu haben. Die Betrugssumme, um die es derzeit geht, liegt um die 10000 Euro. Es wird allerdings damit gerechnet, dass noch weitere Fälle aufgedeckt werden können. Die Bopfinger Polizei ermittelt inzwischen bundesweit wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Betruges.

Anzeige aus Bayern

Begonnen hat alles damit, dass die bayerische Polizei Anfang des Jahres die Anzeige eines Geschäftsmannes erhielt, der Waren nach Bopfingen geliefert hatte, die nicht bezahlt wurden. Der Schaden für die Lieferfirma lag bei etwa 300 Euro.

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Die Legitimation des Bestellers erfolgte mit einem Personalausweis, geliefert werden sollte an eine Bopfinger Adresse. Die Polizei stellte fest, dass der Personalausweis gestohlen war und der rechtmäßige Besitzer mit den verübten Diebstählen nichts zu tun hatte.

In der Folgezeit erhielt der Polizeiposten in Bopfingen Informationen über weitere Anzeigen, die mal in Berlin, mal in der Taunusregion und inzwischen in vielen anderen Teilen der Republik erstattet worden waren. Immer führte die Spur nach Bopfingen.

Die Polizei ermittelte nun zwei Brüder aus dem Bereich Bopfingen als Tatverdächtige der Betrügereien und durchsuchte nach einem Beschluss des zuständigen Richters mehrere von den Brüdern benutzte Wohnungen im Raum Bopfingen und Biberach. Dabei wurde ein Teil der bestellten Waren gefunden. Ebenso fanden sich Hinweise auf weitere Straftaten, die noch nicht erfasst sind.

Die Polizei geht davon aus, dass die über das Internet ergaunerte Ware – von Bekleidung bis zur Gaspistole, vom Elektronikzubehör bis zur Goldkette – größtenteils auf Vorbestellung beschafft und weiterverkauft wurde.

Bei einem der Brüder, die beide Anfang zwanzig sind, wurde inzwischen eine Bewährungsstrafe widerrufen, sodass er nun seine damals verhängte Strafe antreten muss.

Vermutlich gibt es weitere Geschädigte

Dem Bopfinger Polizeiposten stehen nun weitere umfangreiche Überprüfungen von Betrugsfällen bevor. Darüber hinaus gibt es vermutlich weitere Geschädigte, die noch keine Anzeige erstattet haben. (RN)

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