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Nördlingen

26.06.2020

So sehen die nächsten Schritte für den "Mini-Kreisel" in Nördlingen aus

Um für Fußgänger und für Radfahrer die Verkehrssituation vor dem Berger Tor in Nördlingen zu entschärfen, wird über einen Mini-Kreisel auf Höhe der Abzweigung nach Nähermemmingen diskutiert.
Bild: Robert Milde

Plus Die Verkehrslösung am Berger Tor ist umstritten. Eine Entscheidung soll aber erst der Stadtrat treffen. Welche Uneinigkeiten aktuell bestehen.

In der Straße „Am Emmeramsberg“ in Nördlingen werden voraussichtlich im August die Baufahrzeuge anrollen. Nach einem mehrheitlichen Beschluss des Bau,- Verwaltungs- und Umweltausschusses vom Mittwochabend soll dieser Straßenabschnitt nahe des Friedhofs grundlegend saniert werden. Konkret bedeutet dies: Der Kanal wird erneuert und die vier Meter breite Fahrbahn erhält einen neuen Belag. Zudem ist die Verlegung eines Leerrohrs für einen Breitbandanschluss vorgesehen.

Eine weitere Neuerung gegenüber dem jetzigen Zustand: Die Parkplätze werden anders angeordnet. Künftig müssen die Autofahrer auf acht ausgewiesenen Flächen längs statt bisher quer parken. Hinzu kommen zwei Behindertenparkplätze.

Zusätzlicher Zebrastreifen soll erst noch geprüft werden

Weitere Veränderungen sind im unteren Abschnitt des Emmeramsbergs geplant. So erhalten die Straßen „Am Friedhof“ und „Am Emmeramsberg“ jeweils eine eigene Zufahrt. Die Stadt verspricht sich davon eine bessere Übersichtlichkeit für alle Verkehrsteilnehmer. Zusätzlich soll die Ulmer Straße in Zukunft über eine sogenannte „Mittelinsel“ überquert werden können. Ob zusätzlich noch ein Zebrastreifen aufgebracht werden kann, will die Bauverwaltung noch prüfen.

So sehen die nächsten Schritte für den "Mini-Kreisel" in Nördlingen aus

Diskutiert hat der Ausschuss darüber hinaus über den geplanten, jedoch nicht unumstrittenen überfahrbaren Kreisverkehr an der Abzweigung in den Nähermemminger Weg (wir berichteten). Die Entscheidung, ob dieser auch wirklich kommen soll oder alles so bleibt wie es ist, überließen die Ausschussmitglieder dem Stadtrat.

Steffen Höhn äußert sich kritisch

Nach den bisherigen Überlegungen ist daran gedacht, vor der Einfahrt in den „Mini-Kreisel“ sowohl zum Emmeramsberg hin als auch in Richtung Berger Tor zur Sicherheit der Fußgänger jeweils Zebrastreifen aufzubringen.

Steffen Höhn (CSU-Fraktion) äußerte sich zu diesem Ansatz skeptisch. Die beiden neuen Zufahrten am Fuße des Emmeramsberges hält er für zu nahe beieinander, was für erhebliche Verwirrung bei den Autofahrern sorgen könnte. Und sollte der Kreisel in der vorgesehenen Form kommen, werde seiner Ansicht nach die Situation noch komplizierter.

Noch keine eigene Meinung der CSU zum Kreisel

Warum? Höhn erklärt das so: „Wenn jetzt ein Fußgänger in die Altstadt will, kann er relativ problemlos an der Einmündung nach Nähermemmingen auf dem rot markierten Streifen in Richtung Tor laufen. Bei einem Kreisverkehr müsste er aber auf Höhe des früheren Gasthauses Wilder Mann über die Ulmer Straße gehen, auf der anderen Straßenseite einige Meter Richtung Stadt laufen und dann wieder die Straße an der Wohnanlage Sixengarten queren, um auf den vorhandenen Gehweg zu kommen.“ Das mache für ihn wenig Sinn.

Auf Nachfrage unserer Zeitung, welche Lösung sich denn die CSU-Stadtratsfraktion vorstellen könnte, meinte Höhn: „Dazu haben wir uns bisher keine Meinung gebildet, weil eine Entscheidung noch nicht ansteht. Wir werden uns aber zu gegebener Zeit Gedanken darüber machen.“

Rita Ortler bezeichnet Pläne der Stadtverwaltung als gut und durchdacht

Rita Ortler (SPD) bezeichnete die Pläne der Stadtverwaltung hingegen als gut und durchdacht. Zudem erhöhten sie die Sicherheit der Fußgänger und Radfahrer.

Vor dem Hintergrund, dass die Stellflächen am Emmeramsberg häufig als Dauerparkplätze „missbraucht“ werden, schlug Stadträtin Gudrun Gebert-Löfflad (Stadtteil-Liste) vor, die Parkflächen am Berger Tor zeitlich komplett freizugeben, damit dort über einen längeren Zeitraum geparkt werden könne. Die Verwaltung will dies prüfen, heißt es weiter.

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