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Gesundheit

10.10.2019

So soll die neue Gynäkologie in Nördlingen aussehen

Das Stiftungskrankenhaus in Nördlingen gehört zum gemeinsamen Kommunalunternehmen des Landkreises.

Plus Jürgen Busse erläutert im Stadtrat die künftige Hauptabteilung des Nördlinger Stiftungskrankenhauses. Wie die Bilanz-Hochrechnung für das gKU ausfällt.

Zur jüngsten Sitzung des Nördlinger Stadtrates war Jürgen Busse zu Gast, Vorstand des gemeinsamen Kommunalunternehmens Kliniken und Seniorenheime Donau-Ries (gKU).

Hauptpunkt war die neue Hauptabteilung Gynäkologie und Geburtshilfe in den Räumen der ehemaligen Station 1b am Nördlinger Stiftungskrankenhaus. In die Räume müsse kaum für einen Umbau investiert werden; es genüge, zwei neue Wände einzuziehen, sagte Jürgen Busse.

Ein neuer Wartebereich sei vom sonstigen Publikumsverkehr abgetrennt und biete somit Privatsphäre. Ein weiterer Vorteil sei die Nähe der Betten zu den Behandlungsräumen. Es sei genügend Raum für Betten in der Abteilung vorhanden; umgekehrt werden deshalb nirgendwo anders Betten fehlen. Auf Nachfrage erläuterte Jürgen Busse, dass unter anderem das Bereitschaftszimmer und das HNO-Untersuchungszimmer bleibe, andere Bereiche wie die Oberärzte der Inneren oder die Rheumatologie innerhalb des Hauses verlegt wurden.

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Es können anfangs vier Fachärzte in Nördlingen eingesetzt werden

Im Dezember sollen die Geräte eingebaut werden, die Hauptabteilung nehme ab 1. Januar ihren Betrieb auf; ab Anfang März sei das neue MRT-Gerät einsatzbereit. Investitionen von oberster Priorität betragen 270.000 Euro, insgesamt sollen 380.000 Euro investiert werden. Der neue Chefarzt der Hauptabteilung, Dr. Kiriakos Savvidis, bisher Oberarzt in Landsberg/Lech, stellte sich dem Gremium kurz vor und kündigte an, die Abteilung konsequent auf- und auszubauen. Jürgen Busse erklärte, zusammen mit einem neuen Facharzt können anfangs vier Fachärzte eingesetzt werden. Zwei bis drei seien noch nötig und sollen in den nächsten Wochen folgen.

Defizit in Seniorenheimen wird mit Beitragserhöhung aufgefangen

Die Bilanz-Hochrechnung weist für das gKU insgesamt ein Defizit von 800.000 Euro auf, 100.000 Euro mehr als im Vorjahr. Dabei liegen die Kliniken mit 711.000 Euro im Plus, die Seniorenheime machten mit 1,4 Millionen Euro gut doppelt so viel Minus wie im Vorjahr. Jürgen Busse wies in einer kurzen Diskussion darauf hin, dass durch Gesetzesänderungen beispielsweise zum Pflegebudget generell mit Verbesserungen zu rechnen sei. Auch werde das Defizit bei den Seniorenheimen mit einer vierprozentigen Beitragserhöhung zum Teil aufgefangen.

Wolfgang Goschenhofer (Grüne) wies darauf hin, dass es andernorts um ganz andere Größenordnungen gehe und beispielsweise die Ostalbkliniken im vergangenen Jahr ein Defizit von über zwölf Millionen Euro aufwiesen. Gudrun Gebert-Löfflad (Stadtteilliste) wollte wissen, was das gKU generell gegen den Pflegenotstand unternehme. Jürgen Busse erklärte, im nächsten Jahr stehen 25 frisch ausgebildete Pflegekräfte zur Verfügung und in Donauwörth entstehe für zwei Millionen Euro eine neue Pflegeschule. Die Schule werde über ein europäisches Erasmus-Förderprojekt mit einer Krankenpflegeschule in Rumänien in Verbindung stehen, was die Möglichkeit biete, auf zusätzliche qualifizierte ausländische Pflegekräfte zurück zu greifen.

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