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Nördlingen

15.08.2019

Sozialwohnungen sind erst in einigen Jahren fertig

So sollen die Sozialwohnungen in der Adamstraße in Nördlingen aussehen. Das obere Bild zeigt die vordere Seite des Gebäudes, das untere Bild die Ansicht von der Bahnstrecke aus.
Bild: Lattke Architekten

Plus Die vorbereitenden Arbeiten für das Projekt an der Adamstraße haben begonnen. Wie hoch die Baukosten und die Miete sein werden.

Wann geht es endlich los? Wann beginnt die Stadt Nördlingen mit dem angekündigten Bau von Sozialwohnungen auf dem ehemaligen BayWa-Gelände an der Adamstraße? Viele Bürger stellen sich diese Fragen, besonders diejenigen, die nach Wohnungen mit vergleichsweise niedrigen Mieten Ausschau halten. Manche argwöhnen, ob die Stadt es damit auch wirklich ernst meint, zumal ein entsprechender Architektenwettbewerb bereits im ersten Quartal des vergangenen Jahres über die Bühne ging und seither relativ wenig geschehen ist.

Stadtbaumeister Hans-Georg Sigel und der Leiter des städtischen Hochbauamtes, Jürgen Eichelmann, weisen die Bedenken im Gespräch mit unserer Zeitung zurück. Das Projekt werde auf alle Fälle realisiert. Allerdings würden die vorbereitenden Arbeiten eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen. Eichelmann zufolge wird im September dieses Jahres die genaue Kostenberechnung für das Vorhaben erstellt. Damit gehe die Stadt dann zur Regierung von Schwaben, um die konkreten Fördermodalitäten abzustimmen. Der Hochbauamtsleiter beziffert die Kosten des Großprojektes nach derzeitigem Stand auf 13,2 Millionen Euro brutto.

Es sollen drei Wohnblöcke entstehen

Wie berichtet, entstehen im hinteren Bereich des früheren BayWa-Areals drei Wohnblöcke mit insgesamt 51 Mietwohnungen – 24 mit zwei Zimmern, 18 mit drei und neun mit vier Zimmern. Die Wohnungsgrößen liegen zwischen 50 und 120 Quadratmetern. Zwei Blöcke baut die Wohnungsbaugenossenschaft der Stadt und einen die Stadt Nördlingen selbst. Zudem ist eine Tiefgarage mit knapp 50 Stellplätzen vorgesehen.

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Vom Staat gibt es aus zwei Fördertöpfen entsprechende Zuschüsse für die Bauträger. Die Baugenossenschaft erhält Geld im Rahmen der sogenannten Einkommensorientierten Förderung (EOF). Diese besteht aus einem Darlehen sowie einer Zusatzförderung mit monatlichen Zuschüssen für die Wohnungen. Die Stadt selbst kann mit 30 Prozent der förderfähigen Kosten rechnen. 60 Prozent sollen über ein Darlehen kommen, zehn Prozent der Kosten werden durch Eigenleistungen abgedeckt.

Im Frühjahr 2021 ist Baubeginn für die Sozialwohnungen

Die künftigen Mieten richten sich laut Stadtbaumeister Sigel nach den jeweiligen Haushaltseinkommen der Mieter, die regelmäßig ihre wirtschaftlichen Verhältnisse nachweisen müssen. Der Mietpreis werde von staatlicher Seite subventioniert.

Stadtkämmerer Bernhard Kugler hatte vor geraumer Zeit gegenüber unserer Zeitung von einer durchschnittlichen Miete von sechs Euro pro Quadratmeter gesprochen, die seitens der Stadt Nördlingen angestrebt werde.

Der Leiter des städtischen Hochbauamtes geht von einem Baubeginn der Anlage im Frühjahr 2021 aus. Bezugsfertig soll sie im Laufe des Jahres 2022 sein.

Nach aktuellen Angaben des Bundesinnenministeriums sinkt in Deutschland die Zahl der Sozialwohnungen stetig, weil mehr Wohnungen für Menschen mit geringem Einkommen wegfallen, als neu gebaut wurden. Grund dafür ist unter anderem durch das Auslaufen der Mietpreisbindung.

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