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Fest

07.05.2016

Startschuss für den Historischen Markt

Bereits am frühen Abend zogen gestern Menschenmassen durch die Stadt.
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Bereits am frühen Abend zogen gestern Menschenmassen durch die Stadt.

Mit der „Nacht der Narren“ ging gestern das Spektakel in Oettingen los

Die Nacht ist noch jung, und doch ist schon recht viel los. Bereits vor dem offiziellen Start des Historischen Marktes tummeln sich gestern jede Menge Leute in der Oettinger Innenstadt, etliche von ihnen im historischen Gewand. Fast wirkt es, als wollten sich einige Besucher umschauen, wie es in der Stadt und auf dem Fest aussieht, ohne dass sich regelrechte Menschenmassen durch die Straßen drängen. Viel Zeit haben sie nicht.

Es ist die „Nacht der Narren“, der Beginn des Spektakels, das Oettingen das ganze Wochenende über fest im Griff haben wird. Dass der Andrang so früh so groß ist, mag damit zusammenhängen, dass das Wetter mitspielt. Es mag aber auch daran liegen, dass sich das Fest über die Grenzen der Region hinaus einen Namen gemacht hat; viele Besucher, Schausteller und Künstler kommen von weiter her. Wie etwa Peter und Barbara Krauth aus Eberhardzell. Sie sind als „hausierender Landkramer mit seinem Weibe“ unterwegs, in historischer Tracht, natürlich. Früher, erzählen die beiden, hätten sie viele solcher Feste besucht. Heute, wo sie etwas älter sind, gehen sie noch auf zwei historische Spektakel: nach Greding und nach Oettingen. Der Weitläufigkeit und der Vielfältigkeit in der Stadt wegen, sagen sie. Wegen der Bühnen, der Gastronomie.

Viele gute Gründe also. Es ist auch jede Menge geboten: die Stände der Oettinger Verein mit allerlei kulinarischem Angebot etwa oder die Buden von Handwerkern mit selten gewordenen Berufen wie Korbflechter oder Buchbinder.

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Es ist in vielen Bereichen eine Zeitreise. Das Stadtbild verändert sich über das Wochenende. Wie sehr, das ließ sich gestern bereits gegen Mittag erahnen. Wer da durch Oettingen ging, sah nicht nur Ständebetreiber, die aufbauten oder umbauten und Handwerker, die ihre Ware auslegten. Man konnte auch bereits Leute in mittelalterlichem Gewand durch die Straßen schlendern sehen, darunter einen Mann, der wie zu Zeiten des Dreißigjährigen Krieges gekleidet war und, nicht ganz historisch korrekt, einen Laden suchte, in dem er Zigarren kaufen konnte.

Am Abend ist die Stadt dann fest in der Hand von Menschen im historischen Gewand, fest in der Hand auch von Gauklern, Schaustellern, Geschichtenerzählern, und Musikern. Um 20 Uhr spielen die ersten Bands auf den fünf Bühnen, jeweils eine halbe Stunde, dann sind die nächsten Gruppen dran. Bis 24 Uhr wird das so weitergehen. Und dann ist da noch das Nachtturnier der „Herzog-Tassilo-Ritter“ um 21 Uhr im Hofgarten. Jede Menge los also. Und dabei hat das Spektakel gerade erst begonnen.

Heute geht der Historische Markt um 10 Uhr weiter.

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