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Nördlingen

22.05.2020

Strenesse-Halle steht vor dem Abriss: 58 neue Wohnungen in Nördlingen

Die Strenesse-Halle soll bald abgerissen werden, um Platz für vier Mehrfamilienhäuser mit 58 Wohnungen zu schaffen. Der ursprüngliche Plan bezog sich auf ein wesentlich größeres Gebiet.
Bild: Philipp Wehrmann

Plus Ursprünglich waren 95 Wohnungen auf dem Gelände geplant. Nun werden es nur 58. Was die Größe des Baugebiets mit dem Hallenbad zu tun hat.

Der Abriss der Strenesse-Lagerhallen rückt näher. Vor rund einem Jahr hatte das Mertinger Unternehmen „Wohnpark Neue Mitte“ angekündigt, dort Wohnungen bauen zu wollen. Zunächst war der Plan umstritten – denn bis dato handelte es sich bei dem ehemaligen Strenesse-Gelände um ein Gewerbegebiet, nicht um ein Wohngebiet.

Schon zu diesem Zeitpunkt wurde der Lärmschutz ins Spiel gebracht – und nach wie vor diskutiert der Stadtrat darüber. Am Dienstag sollte der Bauausschuss einen neuen Bebauungsplan zur Abwägung und Auslegung beschließen. Das geplante Gebiet des ersten Entwurfs schrumpfte dabei von 17300 Quadratmetern auf nunmehr 6000. Dort sollen vier Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 58 Wohnungen entstehen.

Die Gebäude werden über jeweils drei Stockwerke und ein sogenanntes Staffelgeschoss verfügen. Das Areal soll über zwei Einfahrten zur Tiefgarage auf der linken und rechten Seite verfügen. Der oberirdische Platz könne laut dem Bauamt gut genutzt werden, auf Parkplätze sei man dort kaum angewiesen.

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Der Lärmschutz macht die Planung kompliziert

Grund dafür sind laut Stadtbaumeister Hans-Georg Sigel emissionsschutzrechtliche Unwägbarkeiten. In direkter Nachbarschaft befindet sich die Schreinerei Ziegelmeier. Bei dem jetzt geplanten Gebiet könne man einen ausreichenden Schallschutz der Wohnhäuser garantieren. Zudem sei der Betrieb durch noch nähere Bebauung „voreingeschränkt“.

Ein weiterer Umstand, der den Spielraum auf dem Gelände einschränkt, liegt rund 100 Meter weiter südlich: das Nördlinger Hallenbad. Bislang sei unklar, welche Dimensionen es haben wird, ob es über eine Sauna verfügen wird, wie viele Parkplätze benötigt würden, betont Sigel. Im Extremfall brauche man bis zu 150. Das habe Auswirkungen auf die Wohnbebauung.

Oberbürgermeister David Wittner sagte: „Kritisch für das Hallenbad wird erst der zweite Bauabschnitt.“ Dieser liegt laut dem Bauamt genau auf Höhe der Schreinerei und ist, was den Schallschutz angeht, am problematischsten. Wittner betonte, ständig werde mehr Wohnraum gefordert. „Irgendwo muss er entstehen.“

Zu den Preisen der entstehenden Wohnungen könne man keine Angaben machen, sagte Sigel auf Nachfrage von Dr. Susanne Gabler (SPD). Wolfgang Goschenhofer (Grüne) betonte, Konflikte mit dem Gewerbe müsse man vermeiden. Bezahlbarer Wohnraum müsse das Ziel sein, wobei er Zweifel daran habe, dass dieser geplant sei.

Bald diskutiert der Stadtrat über Einsparungen

Nun wird der Plan den Juni über ausgelegt – wohl sogar bis 10. Juli. Grund dafür ist laut Sigel, dass die Auslegung üblicherweise um die Dauer der Ferien verlängert wird. Aus dem Gremium hieß es, man solle noch vor der Sommerpause den Bebauungsplan beschließen, damit der Bauherr bald mit den Arbeiten beginnen kann.

Kommende Woche verhandelt der Haupt- und Finanzausschuss über Einsparungen bei den laufenden Kosten der Stadt. Grund dafür sind die prognostizierten Steuereinbrüche infolge der Corona-Krise. Nach Informationen unserer Redaktion sollen Großprojekte – auch das Hallenbad – erst in mehreren Wochen Thema sein.

Auch das Hallenbad ist im Gespräch, was die Planung des zweiten Abschnitts auf dem ehemaligen Strenesse-Gelände komplizierter macht. Ein weiteres Großprojekt bei dem – anders als etwa bei der Mittelschule – noch keine Verträge unterzeichnet sind, ist die Erweiterung der Grundschule Mitte. Wittner kündigte bereits in der Bauausschusssitzung an: „Wir werden bald über das Hallenbad sprechen.“

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