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Wissenschaft

17.11.2018

„Stubenberg“ soll ins Ries

„Stubenberg“ ist einer der wenigen Meteoriten, die über Bayern vom Himmel gefallen sind – und von denen noch etwas übrig ist.
Bild: Michael Heilig (BVMW)

Der Meteorit, der vor zwei Jahren in Niederbayern vom Himmel flog, ist ein besonders gut erhaltenes Exemplar. Dementsprechend hoch ist der Preis für das Stück

Am 6. März 2016 ist über Bayerns Himmel etwas Außerordentliches passiert: Eine Feuerkugel erhellte kurzzeitig die Nacht, und ein Meteorit fiel auf die Erde. Nur kurze Zeit später wurde die perfekt erhaltene Hauptmasse des bei Stubenberg ( Niederbayern) gefallenen Meteoriten im weichen Waldboden gefunden. Mittlerweile wurde der Meteorit eingehend wissenschaftlich untersucht und war das Highlight verschiedener, zeitlich befristeter Ausstellungen im In- und Ausland, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Und dieser einzigartige, als Meteorit Stubenberg bekannt gewordene Himmelskörper soll nun verkauft werden.

Meteoriten aus Bayern sind laut Pressemitteilung extrem selten. Deutschland habe bislang 49 bestätigte Meteoriten; davon kämen nur sieben aus Bayern. Von diesen Stücken sei meist nicht mehr viel übrig.

Der Meteorit Stubenberg sei nicht nur völlig unbeschädigt erhalten. Der Fall wurde von verschiedenen Kameras als helle Leuchtspur fotografisch dokumentiert, wodurch auch seine ehemalige Bahn im Sonnensystem genau rekonstruiert werden könne. Meteoriten dieser Kategorie gehörten zur uneingeschränkten Königsklasse. Damit sei auch der Preis auf dem internationalen Markt königlich. Das Stück soll 190000 Euro kosten. Im weltweiten Vergleich sei dieser Preis jedoch mehr als gerechtfertigt. Der gemeinnützige Verein „Freunde des Rieskratermuseums“ ist bemüht, diesen Meteoriten für das Museum, Nördlingen und die Region anzukaufen, damit er dauerhaft den Besuchern gezeigt werden kann. Trotzdem könne dieser große Betrag nur gemeinsam, mit vielen Händen und Unternehmen, getragen werden. Das Vorhaben erfreue sich bisher auch großer Zustimmung in der Region, teilt Dr. Oliver Sachs mit: Prof. Dr. Claus Hipp (Pfaffenhofen a. d. Ilm), die Carbon-Werke Weißgerber (Wallerstein), EnBW Ostwürttemberg Donau-Ries AG (Ellwangen), die Stiftungen der Sparkasse Nördlingen sowie die der Raiffeisen-Volksbank Ries eG und die Bauer-Stiftung (Schrobenhausen) wollen sich laut Sachs mit großen Spendenbeträgen beteiligen. Auch Privatpersonen und kleinere Firmen, wie beispielsweise die Fürst zu Oettingen-Spielberg’sche Domanialkanzlei, die HPC AG aus Harburg oder die Herrmann GmbH aus Alerheim hätten sich dem Vorhaben angeschlossen. Bislang komme man auf eine Summe von rund 53500 Euro. Um die großen deutsche Stiftungen kontaktieren zu können, benötige man allerdings etwa 100 000 Euro, sagt Sachs. Man benötige also noch ein wenig mehr Unterstützung. (pm)

Verein Freunde des RiesKraterMuseums e.V. –Kennwort: Meteorit Stubenberg – IBAN: DE04 7206 9329 0000 0795 45. Einzelne größere Spender werden gebeten, sich direkt beim Vereinsvorsitzenden Dr. Oliver Sachs zu melden.

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