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Nördlingen/Donauwörth

17.08.2020

Stundentakt auch am Wochenende zwischen Donauwörth und Aalen?

Go-Ahead Bayern, hier am Hauptbahnhof in Nürnberg, will nach der Übernahme der für die Region wichtigen Strecke Donauwörth – Aalen zusätzliche Angebote für die Fahrgäste schaffen. Derzeit bereitet sich das Unternehmen auf die Übernahme im Dezember 2022 vor.
Bild: Manfred Segerer

Plus Das britische Eisenbahn-Unternehmen Go-Ahead kontert die jüngste Kritik und kündigt nach der Übernahme der Strecke von Donauwörth nach Aalen Fahrplanverbesserungen an.

Das Eisenbahnunternehmen Go-Ahead Bayern steckt mitten in den Vorbereitungen für die Übernahme der Bahnstrecke von Donauwörth nach Aalen ab Dezember 2022. Bekanntlich lösen die Briten dann die Deutsche Bahn ab. Nun sind neue Details bekanntgeworden.

Der kaufmännische Geschäftsführer des bayerischen Ablegers von Go-Ahead, Bastian Goßner, äußerte sich im Gespräch mit den Rieser Nachrichten zuversichtlich, dass die bereits seit 2019 laufenden Vorbereitungen bis zur Betriebsübernahme weiterhin positiv verliefen. Derzeit würden die bestellten neuen Züge bei Siemens gebaut, Lokführer ausgebildet und neue Mitarbeiter eingestellt. Sein Unternehmen nutze die noch verbleibenden zweieinhalb Jahre, um sich so gut wie möglich auf den Start vorzubereiten, so Goßner.

Ihm sei jedoch bewusst, dass der Beruf des Lokführers ein „Mangelberuf“ sei. Von daher sei es für Go-Ahead, aber auch die übrigen „Marktteilnehmer“ eine große Herausforderung, genügend Fahrzeugführer bereitzustellen.

Eigenständige Marken, die sich aber austauschen

Auf die Frage, was Go-Ahead Bayern aus dem schlechten Start und den damit verbunden großen Problemen von Go-Ahead Baden-Württemberg (Unpünktlichkeit, Fahrzeugausfälle, Personalmangel) bei der Übernahme der Stuttgarter Netze im vergangenen Jahr gelernt habe, meinte der Geschäftsleiter: „Wir versuchen alle Vorkehrungen zu treffen, um einen zuverlässigen Betriebsstart gewährleisten zu können.“ Die beiden Gesellschaften seien eigenständige Marken innerhalb des Konzernverbundes Go-Ahead, die sich zu verschiedenen Themen austauschten und versuchten, voneinander zu lernen.

Weiter sagte Goßner, inzwischen habe sich die Situation in Baden-Württemberg „stark verbessert“. Die „Betriebslage“ dort sei sehr stabil geworden. Dies lasse sich unter anderem am aktuellen Pünktlichkeitswert der Zugverbindungen ablesen, der beispielsweise in der vorvergangenen Woche bei 93 Prozent gelegen habe.

Bastian Goßner kündigte zudem an, rechtzeitig vor Übernahme der „Augsburger Netze“ die betroffenen Kommunen sowie die Öffentlichkeit über den künftigen Zugbetrieb bei Veranstaltungen zu informieren. Sein Unternehmen komme gerne in die Städte und Gemeinden zum Informationsaustausch vorbei, wenn dies gewünscht werde. Darüber hinaus stehe sein Unternehmen Umweltorganisationen oder Fahrgastverbänden auch heute schon zur Verfügung.

Wenn Go-Ahead Bayern ab Ende 2022 mit weiß-blauen Zügen die Riesbahn übernehme, werde es für die Fahrgäste zusätzliche Angebote geben. Unverändert bleibe laut Goßner auf der Linie Aalen – Donauwörth unter der Woche der Stundentakt. Neu hinzu komme jedoch ein Stundentakt auch am Wochenende. Besonders vor dem Hintergrund der touristischen Ziele zwischen Donauwörth und Nördlingen sei dies ein erheblicher Zugewinn für die Region.

Einstiegshöhen zwischen 30 und 76 Zentimetern

Zur Frage unterschiedlicher Bahnsteighöhen an den Haltepunkten der Riesbahn erklärte Goßner, es gebe vertragliche Vereinbarungen, wonach Go-Ahead Einstiegshöhen zwischen 30 und 76 Zentimetern mit den neuen Fahrzeugen bedienen müsse. Wo es Bahnsteige unter 30 Zentimetern gebe, müsse die Deutsche Bahn diese entsprechend „aufhöhen“. Dazu gebe es Vereinbarungen zwischen den Aufgabenträgern und der DB.

Zudem kämen „Schiebetritte“ und „Spaltüberbrückungen“ zum Einsatz, mit denen die Fahrzeuge ausgestattet würden und den Ein- und Ausstieg erleichterten.

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