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Donau-Ries

10.09.2020

Tag des offenen Denkmals im Landkreis Donau-Ries: Diese vier Attraktionen öffnen

In Auhausen werden Führungen in der und um die ehemalige Klosterkirche angeboten.
Bild: Wolfgang Layh

Plus Vier Stationen im und um den Landkreis öffnen ihre Tore. Was dort geboten ist und was der Aktionstag erreichen soll.

Einmal im Jahr öffnen deutschlandweit die Denkmäler ihre Türen und Tore. Anliegen ist es Jahr für Jahr wieder, dass die Eigentümer von historischen Gebäuden ihre Höfe und Räumlichkeiten zeigen, aber zugleich auch selbst zum Türöffner werden, indem sie die Besucher für kulturelles Erbe sensibilisieren und den Denkmalschutz stärken.

Im Landkreis Donau-Ries sind laut Mitteilungen der Veranstalter nach jetzigem Stand der Dinge folgende vier Stationen an diesem bundesweiten Tag beteiligt:

In Auhausen werden Führungen in der und um die ehemalige Klosterkirche angeboten.
Bild: Martin Steinmeyer

Klosterkirche St. Maria und St. Godehard in Auhausen (Klosterhof): Die evang.-luth. Kirchengemeinde Auhausen lädt in der Zusammenarbeit mit der Kommune Auhausen zum „Tag des offenen Klosters“ am Sonntag, 13. September, ein. Nach dem Hauptgottesdienst in der Klosterkirche um 10 Uhr werden ab 11 Uhr bis 17 Uhr Führungen durch das ehemalige Klostergelände und durch die Kirche angeboten. Außerdem findet für die kleinen Besucher eine Schatzsuche statt. Um 14 Uhr beginnt ebenfalls eine Führung zu den Mönchssteinen im Oettinger Forst. Bei allen Führungen können bedingt durch Corona jeweils maximal 15 Personen teilnehmen. Ein weiteres Highlight beim Tag des offenen Klosters in Auhausen ist der Vortrag „Besondere Fälle aus den Kirchenbüchern von Auhausen und Umgebung“ von Archivar Gerhard Beck. Der Vortrag, bei dem höchstens 50 Personen teilnehmen können, findet um 15 Uhr in der Klosterkirche statt. Die Kirchenbücher von Auhausen beginnen bereits im Jahr 1540 und bilden damit die älteste derartige Quelle im nördlichen Teil Bayerisch-Schwabens. Die über viele Jahre sehr ausführlich und gewissenhaft geschriebenen Aufzeichnungen geben vor allem für die Zeit um 1600 einen wertvollen Einblick in das Leben der Menschen. Bei größerem Zuhörerinteresse kann der Vortrag eventuell um 16 Uhr wiederholt werden.

Auf Schloss Harburg kann die Warnecke-Ausstellung besichtigt werden.
Bild: Martin Steinmeyer

Schloss Harburg zählt zu den größten Burganlagen des Süden

Schloss Harburg (Burgstraße 1): Das Schloss Harburg zählt zu den größten, ältesten und am besten erhaltenen Burganlagen Süddeutschlands. Am Tag des offenen Denkmals kann mit dem regulären Eintrittspreis in den Burghof die Warnecke-Ausstellung kostenlos von 10 bis 17 Uhr besichtigt werden, teilt die Stadt Harburg in einer Pressemitteilung mit. Dort sind über 150 Exponate des bekannten Künstlers Rudolf Warnecke ausgestellt. Neben vielen Bildern der Romantischen Straße können Werkzeuge, Druckplatten und der originale Warnecke-Flügel bestaunt werden. Zudem wird die Ausstellung von 14 bis 16 Uhr musikalisch von einem Künstler am Warnecke-Flügel umrahmt.

Das Orgelbaumuseum Steinmeyer öffnet seine Türen für zahlreiche Besucher.
Bild: Martin Steinmeyer

In Oettingen öffnet das Orgelbaumuseum

Orgelbaumuseum Steinmeyer in Oettingen (G.-F.-Steinmeyer-Straße 3): In den historischen Werkstätten der einstigen Orgelbauanstalt G. F. Steinmeyer und Co. befindet sich ein Orgelbaumuseum. Steinmeyer gehörte mit etwa 2400 Orgelneubauten und der Restaurierung historischer Instrumente zu den bedeutendsten Orgelbaufirmen Europas. Anlässlich des Tag des offenen Denkmals und des „Zehnten Deutschen Orgeltages“ lädt der Förderverein „Orgelbaumuseum Steinmeyer“ am Sonntag zu Führungen durch das in Aufbau befindliche Orgelbaumuseum ein. Die Führungen durch die ehemaligen Werkstätten der Orgelbaufirma finden um 11 Uhr, 12.30 Uhr und um 13 Uhr statt. Aufgrund der Corona-bedingten Situation ist eine Anmeldung zur Führung bis Samstag, 12. September, per Mail an eMail@orgelbaumuseum-steinmeyer.de oder unter Telefon 09082/2012 erforderlich.

Das Stolch’sche Wasserschloss bei Trochtelfingen zeigt Einblicke in die Restaurierungsarbeiten.
Bild: Martin Steinmeyer

Bei Trochtelfingen steht ein Wasserschloss

Stolch’sches Wasserschloss bei Trochtelfingen: Das Schloss steht auf einer ursprünglich römischen Befestigung, ab 1387 ist es als oettingisches Lehen nachweisbar. Es handelt sich dabei um die letzte noch erhaltene Burganlage der vormals fünf in Trochtelfingen bestehenden Burg- bzw. Schlossanlagen. Seit 2016 wird die Burg wieder gesichter und in Stand gesetzt, teilt Schlossbesitzer Friedrich Vogelgsang mit. Am Tag des offenen Denkmals wird das Wasserschloss sein Tor öffnen und Einblick in den Stand der Sanierungen geben. Dorothea von Gaisberg wird über die Geschichte des Schlosses berichten. Ein weiterer Höhepunkt ist ein sogenannter Walk Act geschrieben von Clarissa Hopfensitz. Mitglieder des Dramatischen Ensembles Nördlingen werden dieses Schauspiel im Laufe des Nachmittags mehrfach zur Aufführung bringen. Die Schauspieler sprechen aus den Fenstern des Obergeschosses zu den Besuchern und beleben die 2000 Jahre alte Geschichte des Wasserschlosses. Die Vorstellungen finden jeweils um 12 Uhr, 14 Uhr und um 16 Uhr statt. Bei größerem Besucherinteresse kann das Schauspiel zu jeder vollen Stunde zusätzlich aufgeführt werden. Im Innenhof können die Gäste einer Blaskapelle lauschen. Wegen der Vorsichtsmaßnahmen ist der Zugang zum Schloss nur begrenzt möglich. Für die wartenden Menschen gibt es auf dem Weg zum Wasserschloss weitere Attraktionen zu sehen, teilt Besitzer Vogelgsang mit. (pm/hepa)

Informationen und das komplette Programm zum Denkmaltag gibt es im Internet unter www.tag-des-offenen-denkmals.de.

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