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Ausbildung

31.03.2015

Technik in voller Bandbreite

Hohes Niveau der Projektarbeiten beim „Tag der Technik“

Eine beeindruckende Demonstration ihrer Leistungsfähigkeit boten die angehenden Absolventen der Fritz-Hopf-Technikerschule Nördlingen beim diesjährigen „Tag der Technik“, der am beruflichen Bildungszentrum in der Kerschensteinerstraße stattfand.

Zahlreiche Ehrengäste aus Politik, Wirtschaft und dem Bildungswesen waren der Einladung gefolgt und zeigten sich von Niveau und Qualität der vorgestellten Arbeiten beeindruckt. Schulleiter Martin Neumann bedankte sich in seiner Begrüßung für die hohe Besucherresonanz sowie bei Schülern und Lehrkräften für die umfangreichen Vorbereitungen dieser nun schon zur Institution gewordenen Leistungsschau.

In ihren Grußworten hoben MdB Ulrich Lange und der Nördlinger Bürgermeister Markus Landenberger-Schneider die Zusammenarbeit der Technikerschule mit dem TCW und regionalen Firmen hervor und begrüßten die geplante Intensivierung der Kooperation der Fritz-Hopf-Technikerschule mit der Hochschule Augsburg.

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Für den Gastvortrag war in diesem Jahr Markus Thiel aus Harburg gewonnen worden. Als Projektleiter am Max-Planck-Institut für extraterrestische Physik in Garching war der Wissenschaftler viele Jahre lang für die Konstruktion des Ankersystems der Kometensonde „Rosetta“ verantwortlich und wurde dafür mit dem Bayerischen Staatspreis ausgezeichnet. Nach zehn Jahren Reise und einer Entfernung von 500 Millionen km von der Erde gelang dem Bodenlabor „Philae“ die Landung auf dem Tschurjumow-Gerassimenko-Kometen in der Nähe des Jupiters. Anhand detaillierter technischer Zeichnungen erläuterte Thiel den Gästen, Lehrkräften und angehenden Technikern/-innen die Anforderungen an ein mechatronisches System im Weltall. Es galt, Temperaturen von unter -200 ˚C standzuhalten, und bei der Landung war mit jeder Art von Gestein oder Eis zu rechnen. Durch die von Thiel entwickelte Ankerharpune (wir berichteten) wurde die „Philae“ aufgrund der geringen Schwerkraft für die Bohrungen bei den Gesteinsanalysen auf dem Boden festgehalten.

Wie jedes Jahr wurden vom Förderkreis der Technikerschule die besten Arbeiten mit Preisen ausgezeichnet (siehe Infokasten). Die Verleihung wurde vom Vorsitzenden des Förderkreises, Prof. Markus Glück, vorgenommen. Förderkreis-Geschäftsführer Raimond Eberle bedankte sich bei allen Firmen, welche die Projekte der angehenden Techniker begleitet und unterstützt haben. Abschluss und Höhepunkt des „Tags der Technik“ war die öffentliche Ausstellung der insgesamt 30 Projektarbeiten aus den Bereichen Maschinenbau und Mechatronik, welche die Schüler im Rahmen ihrer Ausbildung in einem Zeitraum von sechs Monaten anzufertigen hatten.

Die Gesamtheit der Projekte bildete auch die gesamte inhaltliche Bandbreite der einzelnen Fachbereiche ab: von der ausgeklügelten Prozesssteuerung über angewandte Roboterprogrammierung bis hin zu Themen aus Landtechnik, Fahrzeugtechnik, Fertigungs- und Messtechnik wurden technische Problemlösungen in Theorie und Praxis realisiert. Die ausgezeichnete Resonanz erfreute am Ende sowohl die Technikerschüler als auch Schulleitung und Lehrkräfte: Mehrere Hundert interessierte Besucher nahmen nicht nur die Gelegenheit wahr, sich vom hohen inhaltlichen Niveau der Arbeiten zu überzeugen, sondern informierten sich auch über die Bildungsmöglichkeiten an der Fritz-Hopf-Technikerschule Nördlingen.(pm)

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