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Haustier

07.12.2019

Tiere sind als Weihnachtsgeschenk ungeeignet

Ein Kätzchen ist zwar süß, allerdings kein gutes Geschenk.
Bild: Timo Pressel

Der Tierschutzverein Nördlingen weist darauf hin, dass Tiere als Geschenk gut überdacht werden müssen

Ein niedlicher Welpe oder ein kleines Kätzchen sorgen am Weihnachtsabend oft für Begeisterung. Was mit großer Freude beginnt, kann schnell im Tierheim enden, sobald die neuen Halter mit den Ansprüchen des Tieres konfrontiert werden. Ein Tier sollte man sich nur ganz bewusst zulegen – darauf weist der Tierschutzverein Nördlingen und Umgebung hin. Die Tierschützer empfehlen, sich vor der Anschaffung intensiv mit der Tierart zu befassen. Manu Kaußen, Leiterin des Nördlinger Tierheimes, sagt: „Ein Tier ist kein Pullover und kein Spielzeug, keine Sache, die ich einfach umtauschen kann, wenn sie nicht passend ist oder nicht gefällt.“ Mit einem Tier übernehme man die Verantwortung für ein Lebewesen und müsse auch bereit sein, diese zu tragen. Eltern sollte dabei klar sein, dass ein Kind nie allein die Verantwortung für ein Tier übernehmen kann.

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Oft bemerken Eltern zu spät, dass ein Großteil der Versorgung – das Füttern, das Säubern des Geheges oder das Gassi gehen – an ihnen hängen bleibt. Schnell landen Katze, Kaninchen oder Meerschweinchen dann im Tierheim Nördlingen. „Jedes Jahr nehmen wir zahlreiche neue Tiere auf – viele davon wurden unüberlegt angeschafft, oftmals auch zu Weihnachten“, sagt Kaußen. Die Tierschützer raten deshalb dazu, ein mögliches tierisches Geschenk vorab mit dem Beschenkten zu besprechen, damit es keine bösen Überraschungen gibt. Mit Kindern sollte man im Vorfeld gemeinsam überlegen, welche Tierart am besten geeignet ist und in die Familie passt.

Dazu gehört auch die Frage, ob die arteigenen Bedürfnisse des Tieres erfüllt werden können. Als erste Anlaufstelle lohnt sich laut Tierschutzverein immer der Gang ins Tierheim, wo viele Tiere auf ein neues Zuhause warten. Auch bei der Auswahl sollten sich die Interessenten ausreichend Zeit nehmen. Die Erfahrung der Tierpfleger kann helfen, das passende Tier zu finden. Wenn man nach Bedenken aller Für und Wider immer noch sicher ist, dass ein Tier ins eigene Leben oder das der Familie passt, sollte ein Tier möglichst nicht zur Weihnachtszeit aufgenommen werden.

Der Trubel und die Hektik während der Feiertage erschweren es dem Neuzugang, sich in aller Ruhe an sein neues Zuhause zu gewöhnen. Als Alternative eignet sich als Weihnachtsgeschenk beispielsweise Fachliteratur, mit der sich der angehende Tierhalter über die Bedürfnisse seines zukünftigen Tieres informieren kann. (pm)

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