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Tierschutz

14.03.2019

Tierrechtler fordern erneut Tierhalteverbot für „Horror-Hof“

Das Bild soll einen Hof bei Oettingen zeigen. Seit 2017 klagt Animals United über die Missstände auf dem Bauernhof und fordert ein Tierhalteverbot. (Archivfoto)
Bild: Animals United

Animals United will neues Videomaterial von einem Hof bei Oettingen zugespielt bekommen haben. Was das Veterinäramt inzwischen unternommen hat.

Die Tierrechtsorganisation „Animals United“ beklagt wieder die hygienischen Zustände auf einem Bauernhof bei Oettingen, der als sogenannter „Horror-Hof“ Schlagzeilen gemacht hat, und fordert ein Tierhalteverbot für den Landwirt. Ende 2017 zeigte die Organisation zum ersten Mal Video- und Bildmaterial, auf dem Rinder und ein Stall stark verschmutzt zu sehen waren. Das Landratsamt Donau-Ries machte dem Landwirt zur Auflage, seine Tiere statt zweimal dreimal am Tag zu tränken und ihnen nur frisches Futter zu geben.

„Horror-Hof“: Animals United veröffentlichen weiteres Video

Animals United veröffentlichte nun ein weiteres Video, das im März gedreht worden sein soll. Wieder würden die Bilder „schlecht gepflegte und teils angebundene Rinder“ zeigen, die „über und über mit Kot bedeckt sind und auf matschigem Stallboden stehen“. Es sei verdorbenes Futter im Stall und die Tränken würden nicht funktionieren oder seien verstopft. Das Video hat eine schlechte Qualität, ist mit Streichmusik hinterlegt und zeigt verdreckte Kühe in einem Stall.

In einer Pressemitteilung spricht die Tierrechtsorganisation weiter von „Hygienemängeln“ und „akuter Verletzungsgefahr“ für die Rinder. Animals United hat nach eigenen Angaben eine Strafanzeige beim zuständigen Veterinäramt erstattet. Der Stall sei überfüllt mit Kot, sperrmüllartige Gegenstände wie verrostete Mistgabeln, offene scharfkantige Futterdosen und Plastikmüll lägen herum.

Veterinäramt hat regelmäßig kontrolliert

Im Dezember berichteten die Rieser Nachrichten, dass das Landratsamt keine weiteren Beanstandungen hatte. Kontrollen des Veterinäramts erfolgten bis April 2018 monatlich, dann vierteljährlich. Auf erneute Anfrage teilte eine Sprecherin des Landratsamtes mit, dass die letzte Kontrolle am 31. Januar erfolgte. Diese habe ergeben, dass die Auflagen nicht verschärft werden müssten. „Eine erneute Kontrolle wird das Veterinäramt spätestens Anfang nächster Woche durchführen“, heißt es weiter.

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15.03.2019

Das Landratsamt hatte bereits letztes Jahr keine Beanstandungen. Meine damalige direkte Anfrage an die zuständigen Sachbearbeiter wurde unsachlich und nicht gerade freundlich beantwortet. Es ist generell nichts Neues, dass in Sachen Tierschutz oft "alles in Ordnung" ist - damit ziehen sich die Verantwortlichen leider zu oft aus der Affäre. Ob das Video gute oder schlechte Qualität hat, mit Musik hinterlegt ist oder nicht, spielt letztlich keine Rolle. Da kann so oft kontrolliert werden, wie will, wie schlimm muss es denn noch werden? Ich persönlich könnte nachts nicht mehr ruhig schlafen, wenn ich so entscheiden würde.

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