Tourismus

16.07.2015

Tour der Landräte

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2 Bilder
Sattelfest: Landrat Stefan Rößle radelte zusammen mit Oettingens Bürgermeisterin Petra Wagner anlässlich der Eröffnung des Wörnitz Radwegs von Auhausen nach Wassertrüdingen.

Der neu eröffnete Wörnitz-Radweg gilt als Vorzeigeprojekt schwäbisch-fränkischer Zusammenarbeit

Der „Wörnitz-Radweg“ ist offiziell eröffnet. Der Radweg macht es von nun an möglich, die Wörnitz von der Quelle im fränkischen Schillingsfürst bis zur Mündung im schwäbischen Donauwörth komplett mit dem Fahrrad entlang zu fahren. Er gilt als Vorzeigeprojekt schwäbischer-fränkischer Zusammenarbeit.

Zur Eröffnung der Strecke fuhren die beiden Landräte Stefan Rößle (Donau-Ries) und Dr. Jürgen Ludwig (Ansbach), sowie einige Bürgermeister aus der Region ein kurzes Stück der Strecke zwischen Auhausen und Wassertrüdingen ab. Immerhin 16 Städte und Gemeinden liegen direkt am Wörnitz-Radweg.

Bereits nach kurzer Zeit setzte sich eine fränkische „Ausreißergruppe“ um den Ansbacher Landrat ab und ließ das „Peloton“ um Landrat Rößle um einige Meter zurück. Dieses Bild hatte jedoch wenig Symbolkraft: Rößle lobte die gute Zusammenarbeit von Franken und Schwaben. „Dieser Radweg ist aus dem Intellekt der Franken, gepaart mit dem Fleiß der Schwaben entstanden“, bezog sich der Landrat auf einen Bericht über die Lebensverhältnisse in Bayern, der auf Wunsch von König Max II. im 19. Jahrhundert erstellt wurde. Dort wurden der Intellekt der Franken und der klare Verstand und Arbeitswille der Schwaben hervorgehoben. Diese Verbindung zwischen Mittelfranken und Schwaben sei laut Rößle etwas Besonderes.

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Der Ansbacher Landrat Dr. Jürgen Ludwig schloss sich Rößle an und wies auf die Bedeutung des Radwegs für die Tourismusregionen Franken und Schwaben hin: „Radtourismus ist aktueller denn je. Dieser Weg ist ein weiterer großer Schritt in unserem touristischem Angebot.“ Ludwig zeigte sich auch davon überzeugt, dass der Weg von den Einheimischen gut angenommen werde. Ein weiterer Vorteil sei, dass man den Weg mit anderen Fahrradwegen im Umkreis wie den Altmühlsee-Radweg oder den Romantische-Straße-Radweg kombinieren könne.

Insgesamt 106 Kilometer lang ist der Wörnitz-Radweg und verläuft ab dem Start in Schillingsfürst auf 500 Metern Höhe leicht bergab bis Donauwörth auf 410 Metern Höhe. Nicht alle Teile des Weges sind neu. Es gab bereits auf schwäbischer Seite den Ries-Wörnitz-Radweg. Doch nun wurde der erste Teil des Wörnitz-Radwegs zwischen Schillingsfürst und Feuchtwangen neu ausgeschildert und mit den schon auf fränkischer und schwäbischer Seite bestehenden Wegen zu einem offiziellen Radweg zusammengefügt. Laut Günther Zwerger, Geschäftsführer des „Ferienlandes Donau-Ries“, richtet sich der Weg an Radler, die neben der Bewegung auch Landschaft und Sehenswürdigkeiten an der Strecke genießen wollen. So gibt es entlang des Weges beispielsweise Schloss Schillingsfürst, die historische Altstadt von Dinkelsbühl, den Hesselberg, das Oettinger Residenzschloss, die prachtvolle Harburg oder die Wörnitzmündung in Donauwörth zu sehen. „Die Leute fahren auf Fluss-Radwege ab“, sagte Regina Bremm, Geschäftsführerin des Tourismusverbands „Romantisches Franken“. Die Wörnitz biete daher als einer der wenigen naturnahen Flüssen in Deutschland ein großes Potenzial. Zwerger nannte die bei Touristen beliebten Donau- und Main-Radwege als Vorbild des Wörnitz-Radwegs. „Die wenigsten Radler wollen nur Radeln. Viele wollen auch etwas über die Region erfahren“, sagte Zwerger.

Auf ihrer kleinen Tour konnten die beiden Landräte immerhin die ehemalige Klosterkirche in Auhausen und die Wassertrüdinger Altstadt begutachten. Übrigens: Stefan Rößle machte mit Hilfe von Oettingens Bürgermeisterin Petra Wagner den Abstand zur fränkischen „Ausreißergruppe“ wieder wett und kam zeitgleich mit seinem fränkischen Kollegen ins Ziel.

Dieses Bild hatte an diesem Tag deutlich mehr Symbolkraft als das vorherige..

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