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Nördlingen

27.02.2018

Tradition der Lateinschule bleibt gewahrt

Haben Eltern nichts dagegen, können THG-Schüler weiter ab der 5. Klasse Latein lernen.

Nach Gesprächen steht nun fest, wie es mit dem Sprachenunterricht am Theodor-Heuss-Gymnasium weitergeht.

Für die Zukunft des Lateinunterrichts am Nördlinger Theodor-Heuss-Gymnasium haben sich die Verantwortlichen nun auf eine Lösung geeinigt. Nach Gesprächen von Landrat Stefan Rößle, Bundestagsabgeordnetem Ulrich Lange und Oberbürgermeister Hermann Faul zusammen mit der Schulleitung und dem Elternbeirat konnte eine Lösung gefunden werden. Die Einstiegsklasse Latein 1 am THG soll künftig an den Sprachenzweig gekoppelt werden, heißt es in einer Pressemitteilung des Landratsamts. Damit sei die historische Tradition der Lateinschule gewahrt. Einzige Bedingung: Bei den Eltern müsse ausreichend Interesse bestehen. Nachdem inzwischen auch der Elternbeirat des THG sein Einverständnis zu dieser Lösung erklärt habe, wurde dieses Votum vergangene Woche in der Lehrerkonferenz bekannt gegeben.

Wie berichtet, kam es im vergangenen Jahr zu der Diskussion, nachdem die Schulleitung mit Zustimmung der Lehrerkonferenz und des Elternbeirats geplant hatte, beim Eintritt in die 5. Jahrgangsstufe die Wahlmöglichkeit der Sprache Latein als erste Fremdsprache abzuschaffen. Als Begründung führte die Schulleitung damals ihr Ziel an, die Klasseneinteilung und die Stundenplangestaltung künftig schülerfreundlich gewährleisten zu können.

Die Sorge, dass das THG Nördlingen durch den Wegfall von L1 unattraktiver werden könnte, veranlasste die politischen Vertreter des Landkreises deshalb, nach einem anderen Weg zu suchen, heißt es in der Pressemitteilung weiter. In den folgenden Gesprächen zwischen Rößle, Lange, Faul und Schulleiter Robert Böse sowie dessen Stellvertreterin Dr. Renate Rachidi konnte nun der genannte Weg gefunden werden.

Landrat Rößle zeigt sich erfreut über die Lösung, die Einstiegsklasse L1 am THG künftig an den Sprachenzweig zu koppeln. „Eine Einschränkung des Wahlangebots in der 5. Jahrgangsstufe hätte nicht in unsere Zeit gepasst, nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund, dass der Landkreis derzeit rund 30 Millionen Euro in das THG investiert“, sagte Rößle. Auch Ulrich Lange begrüßt den Kompromiss: „Die Schüler haben nun auch zukünftig die Wahlfreiheit ihre gymnasiale Schullaufbahn mit Latein als erster Fremdsprache zu beginnen.“ Oberbürgermeister Faul ist mit Hinblick auf einen starken Schulstandort Nördlingen mit dieser Lösung ebenfalls sehr zufrieden.

Schulleiter Robert Böse werde an einem Informationsvormittag für zukünftige Schüler des Theodor-Heuss-Gymnasiums am Samstag, 17. März, diese Kompromisslösung den Eltern und den Kindern erläutern. (pm)

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