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Gemeinderat

26.05.2015

Trotz Investitionen keine Kredite nötig

Maihingen verabschiedet leicht erhöhten Haushalt. Die Zunahme für die Volumensteigerung hat vor allem einen Grund

Der neue Maihinger Verwaltungshaushalt übersteigt den von 2014 um 5,46 Prozent und erreicht damit die Rekordhöhe von 1,732 Millionen Euro. Noch mehr, um 11,69 Prozent, steigt sogar der Vermögenshaushalt auf 1,194 Millionen.

Grund für die Volumensteigerung im Verwaltungshaushalt seien vor allem mehr Personalausgaben und höhere Steuereinnahmen, sagte jetzt Bürgermeister Franz Stimpfle in der Sitzung des Gemeinderates Maihingen. Dieser beriet den neuen Etat und verabschiedete letztlich die Haushaltssatzung, in der trotz geplanter Investitionen keine Kreditaufnahmen vorgesehen sind.

Allein die Gewerbesteuer war von 70000 (2009) auf heuer geplante 340000, der Einkommensteueranteil von 300000 (2012) auf 472000 Euro und die Steuerkraftzahl mit 668,27 Euro pro Einwohner zum ersten Mal über den Landesdurchschnitt gestiegen. Dies hat heuer und in den Folgejahren vor allem weniger Schlüsselzuweisungen zur Folge, zudem müsse man rund 100000 Euro mehr Kreisumlage durch die Steuer-/Umlagekraft einplanen, erklärte der Kämmerer der Verwaltungsgemeinschaft Wallerstein, Stefan Behringer in der Sitzung. Die Umlage an die Verwaltungsgemeinschaft Wallerstein sei mit etwa 108000 Euro unwesentlich höher. Da man auf rund 650000 Euro Rücklagen zurückgreifen könne, sei auch die von 330000 (2014) auf 98000 gesunkene Zuführungsrate zum Vermögenshaushalt unproblematisch.

Selbst der Schuldenabbau von 971000 auf voraussichtlich 878000 Euro ist eingeplant. Hatte die Gemeinde 2006 noch 1269 Euro Schulden pro Einwohner, hat man diese mittlerweile fast halbiert und liegt damit unter dem Landesdurchschnitt vergleichbarer Gemeinden.

Wichtig ist der Gemeinde eine gute und günstige Kinderbetreuung, die jedoch ein Defizit von rund 168000 Euro hervorrufe, sagte Behringer. Neben den Personalkosten, die vor allem wegen des neuen Tarifabschlusses von 200000 auf 282000 steigen, stehen vor allem Kosten für „Gastkinder“, also Kinder, die in andere als den Maihinger Kindergarten gehen, mit 111000 Euro zu Buche. Als kostendeckend zu bezeichnen sei dagegen die Abwasserbeseitigung. Eine Erhöhung der Kanalgebühren sei demnach nicht notwendig.

Die größten geplanten Vorhaben sind in der Gemeinde derzeit die Sanierung des Kindergartens und ein Hortbau (wir berichteten). Dafür wurde heuer rund eine halbe Million Euro in den Haushalt gestellt, insgesamt rechnet man mit rund 900 000 Euro an Kosten und rund 40 Prozent an Zuschüssen.

Weitergehend wolle man kleinere Investitionen tätigen, wie den DSL-Ausbau im Gewerbegebiet Gänstränke mit 61500, wozu man ebenfalls 49 000 Euro Zuschuss erwartet. Mit der Glasfaser-Breitbanderschließung wolle man die Attraktivität des Gebietes steigern. Für ein Gewässerentwicklungskonzept mit der Renaturierung von Wasserläufen in der Gemeindeflur sind 33000 vorgesehen. 30000 für den Austausch der Straßenbeleuchtung im Siedlungsgebiet und 20000 für die Straßenbeleuchtung im Gewerbegebiet.

Insgesamt möchte man rund 917000 Euro investieren, wofür auch die Rücklage verwendet werde. Trotz aller Investitionen soll aber auch diese mit 176000 Euro aufgestockt werden.

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