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Hohenaltheim

02.09.2019

Über 100 verschiedene Tomatensorten in Hohenaltheim

Über 100 verschiedene Tomatensorten konnten die Besucher des Tomatenfestes in Hohenaltheim am Sonntag bestaunen. Die Tomaten hatten Namen wie Gelbes Zebra oder Königin der Nacht.
Bild: Helga Egetenmeier

Plus Auf dem Tomatenfest in Hohenaltheim erfahren Besucher die unterschiedlichsten Dinge über das Gewächs. Bei der Vorbereitung hilft das ganze Dorf mit.

In Frankreich findet man sie in der Obstabteilung, in Deutschland gelten sie als Gemüse. Und in Hohenaltheim engagiert sich der Verein für Gartenbau und Landespflege für die Erhaltung und Verbreitung unterschiedlichster Sorten. Die Rede ist von der Tomate, zu deren Ehren alle zwei Jahre das Tomatenfest stattfindet.

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Dieses Mal waren dabei 116 verschiedene Sorten des Fruchtgemüses zu bestaunen. Und das im wahrsten Sinne des Wortes, denn solch eine Vielfalt an Farben und Formen von einer Frucht, die manche nur als Ketchup kennen, ist schön anzusehen und macht auf den Geschmack neugierig.

Tomatenfest in Hohenaltheim: Deshalb ist die Johannisbeer-Tomate so spannend

Auf einem langen Tisch konnten die unterschiedlichen Farben und Formen dieses beliebten Nachtschattengewächses erkundet werden. Darunter welche mit so wohlklingenden Namen wie Gelbes Zebra, Königin der Nacht, Banana Legg, Orangenes Herz und Gargamel. Dazu gab es auch ausführliche Informationen, wie zu der knubbeligen Frucht mit dem eigenwilligen Namen „Reisetomate“. Diese ist in ihrer Konsistenz so fest, dass sie kaum Fruchtfeuchtigkeit abgibt, wenn Stücke von ihr zum Verzehr abgerissen werden. Deshalb ihr Name, sie ist eine Tomate, die auf Reisen mitgenommen werden kann, ohne schnell zu zermatschen.

Über 100 verschiedene Tomatensorten in Hohenaltheim

Ebenfalls spannend ist die kleine Johannisbeer-Tomate, die Urform dieses rankenden Gewächses, die sich gern selbstständig im Garten und in Kompostecken verbreitet, dennoch selten in Gärten vorkommt, und überaus intensiv schmeckt.

Auf dem Tomatenfest konnten die Besucher die unterschiedlichsten Dinge über das Nachtschattengewächs erfahren.
Bild: Helga Egetenmeier

Bei einigen ihrer noch am Strauch hängenden Früchte machte Gretl Weng, die ehemalige Vorsitzende des Gartenbauvereins, in deren Garten das Tomatenfest stattfand, auf krustige Verfärbungen am Ende der Tomatenpflanze aufmerksam. Diese kommen vom Kalziummangel, nach deren Entfernung die Tomate wie gewohnt verzehrt werden kann. Wenn dagegen die Blattfäule auf die Früchte überspringt, die sich durch braune Flecken zeigt, seien diese nicht mehr genießbar.

Das Tomatenfest in Hohenaltheim fand zum neunten Mal statt

Zum neunten Mal fand dieses Jahr das Tomatenfest in Hohenaltheim statt. Wie die aktuelle Vorsitzende des Gartenbauvereins, Beate Büchler, und ihre Vorgängerin Gretl Weng gemeinsam erzählten, kam die Idee dazu, als der Verein bei einer Donau-Ries-Ausstellung mit zwanzig Tomatensorten seinen Stand gestaltete. Daraus erwuchs die Idee, sich um alte Sorten und die Vielfalt von Tomatenpflanzen zu kümmern.

Für das zweijährig stattfindende Fest arbeiten die Einwohner aus Hohen- und Niederaltheim dann zusammen. Nachdem Ende Februar bis Anfang März die Samen gesät wurden, dürfen die pikierten Pflanzen ab 20. Mai – nach den Eisheiligen – hinaus ins Freie. Dafür übernehmen die Dorfbewohner die Patenschaften, pflegen die Pflanzen und bringen sie zum Tomatenfest in den Garten der Familie Weng zurück. Dann helfen alle zusammen, kochen Tomatensuppe, beschmieren Brote und backen Kuchen, um den Gästen einen entspannten Nachmittag zu bieten. Auch dieses Jahr ist das wieder bestens gelungen, wie ein Ehepaar erzählte, dass zum dritten Mal extra dafür aus Dinkelsbühl angereist ist und sich auch noch Tomatensamen zum Mitnehmen einpacken ließ.

Von „Gelbes Zebra“ bis „Banana Legg“: Beim Tomatenfest in Hohenaltheim konnten die Besucher die unterschiedlichsten Tomatensorten begutachten.
16 Bilder
Hohenaltheim feiert die Tomate
Bild: Helga Egentenmeier
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