1. Startseite
  2. Lokales (Nördlingen)
  3. Ulf Merbold kommt zur Stauferstele

Einweihung

04.05.2012

Ulf Merbold kommt zur Stauferstele

Copy of raff001(1).tif
3 Bilder
Dr. Gerhard Raff vom Komitee der Stauferfreunde.
Bild: pm

Der deutsche Astronaut ist Ehrengast am Sonntag in Ederheim

Ederheim Am kommenden Sonntag findet das Programm der Rieser Kulturtage seinen Höhepunkt mit der Enthüllung der Staufer-Stele auf der Burgruine Niederhaus (Festprogramm siehe Kasten). Quasi in letzter Minute gelang es Dr. Gerhard Raff vom Stuttgarter Komitee der Stauferfreunde den deutschen Ex-Astronauten und Physiker Dr. Ulf Merbold zu gewinnen, vor Ort ein Grußwort zu sprechen. „Der Bezug des Rieses zu den NASA-Astronauten, die 1970 ihr Feldtraining im Ries absolvierten, gab den Ausschlag für Ulf Merbold, etliche Termine am Sonntag abzusagen und nach Ederheim zu kommen“, so Dr. Raff.

An Bord des Spaceshuttles

Merbold war 1983 als erster Bundesbürger im All, wo er im ESA-Spacelab an Bord eines amerikanischen Spaceshuttles Forschungen durchführte. 1992 forschte er eine Woche lang an Bord der US-Raumfähre Discovery, 1994 betrat er als erster ESA-Astronaut die russische Raumstation Mir und betrieb dort einen Monat lang Forschungen.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Dr. Raff erläuterte gegenüber unserer Zeitung, wie es generell zur Errichtung einer Staufer-Stele im Ries kam: Im vergangenen Jahr hatte Dr. Wulf-Dietrich Kavasch, Vorsitzender des Vereins Rieser Kulturtage, in einem Brief an Dr. Raff moniert, dass im Ries als vielfach mit den Staufern verbundene Region noch keine Stele steht – bislang erinnern 15 solcher Denkmäler an verschiedenen Orten an das Staufergeschlecht. Laut Dr. Raff hänge die Errichtung der Stelen in erster Linie von Sponsoren vor Ort ab. Die Frage wurde nicht weiter diskutiert und bevor das Thema wieder in Vergessenheit geriet, beschloss das Komitee der Stauferfreunde, dem Ries solch eine Stele zum Geschenk zu machen – nicht ohne Hoffnung, dadurch Sponsoren zur Finanzierung weiterer Stelen im Ries anzuregen. Finanziert wurde die Stele durch den Verkauf eines Staufer-Breviers von Dr. Rapp.

Die Standortwahl erfolgte genau genommen vor Jahrzehnten: Als 13-Jähriger war Dr. Rapp 1959 mit zur Hochzeit seiner Tante in Bopfingen eingeladen. Von dort aus machte man einen Ausflug zur Ruine Niederhaus im Ries. Die Erinnerung an den Ort, verbunden mit der Geschichte des Burgherren Friedrich von Hürnheim, der nach einem Feldzug zusammen mit dem Stauferkönig Konradin auf dem Marktplatz in Neapel enthauptet wurde, ließ Dr. Raff zeitlebens nicht los - so fand die Stele, die der Bildhauer Markus Wolf gestaltet und errichtet, ihren Weg dorthin. Erleichtert wurde das Unternehmen durch die hervorragende Kooperation mit der Ederheimer Bürgermeisterin Caroline Zehnpfennig, die Dr. Rapp nach Querelen mit manch anderem Bürgermeister als nicht selbstverständlich empfindet.

Im Netz der Staufer-Stelen gibt es laut Dr. Raff noch manche Lücke, doch die im Ries sei nun geschlossen. Was nicht heißt, dass beispielsweise Wallerstein und Harburg als einstmals staufische Sitze oder Nördlingen als staufische Stadtgründung keine Stele wert wären …

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Lesen Sie dazu auch
B%c3%bcrgerzentrum.jpg
Möttingen

Ärger über zu wenige Parkplätze am Bürgerzentrum

WhatsappPromo.jpg

Alle News per WhatsApp

Die wichtigsten Nachrichten aus Augsburg, Schwaben
und Bayern ganz unkompliziert auf Ihr Smartphone.

Hier kostenlos anmelden