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Kommunalwahl 2020

18.03.2020

Ulrich Lange: „Oettingen ist die größte Enttäuschung“

Ulrich Lange

Plus In Harburg, Donauwörth und Oettingen verlieren die Bürgermeisterkandidaten der CSU. Der Kreisvorsitzende nimmt im Interview dazu Stellung. Warum die Fehleranalyse später stattfindet.

Herr Lange, sind Sie als Kreisvorsitzender der CSU mit den Ergebnissen der Kommunalwahlen im Landkreis zufrieden?

Insgesamt bin ich sehr froh über den Ausgang der Wahlen. Insbesondere das klare Ergebnis für Landrat Stefan Rößle ist ein deutlicher Vertrauensbeweis. Im Kreistag Donau-Ries verlieren wir nach aktuellem Stand (Dienstagmittag, Anmerkung der Redaktion) einen Sitz, bleiben aber mit großem Abstand stärkste Fraktion, damit bin ich sehr zufrieden. Es waren insgesamt elf Listen, das zeigt doch die Stärke der CSU im Landkreis. Ansonsten hat die Bilanz sicher Licht und Schatten.

In Donauwörth, Harburg und Oettingen haben die CSU-Kandidaten bei den Wahlen klar verloren, ja teils ein mageres Ergebnis eingefahren.

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Das ist nicht das Ergebnis der CSU als Partei. Wenn man das des Kreisverbandes anschaut, dann muss man auf den Landrat schauen, den wir nominiert haben, und auf den Kreistag. Die Bürgermeisterwahlen sind zum einen Persönlichkeitswahlen, zum anderen sind sie mit starken lokalen Themen verbunden.

Hat die CSU in den drei Städten auf die falschen Kandidaten gesetzt?

Die Auswahl der Bürgermeisterkandidaten liegt nicht beim Kreisverband, sondern bei den Ortsverbänden. Sowohl in Harburg als auch in Donauwörth haben die Amtsinhaber doch recht überraschend angekündigt, aufzuhören. Das war für die Christsozialen vor Ort durchaus eine Herausforderung.

Donauwörth war aber über lange Jahre eine schwarze Bastion. Wie weh tut es der CSU im gesamten Landkreis, wenn dort keiner mehr von der eigenen Partei im Chefzimmer des Rathauses sitzt?

Es tut der CSU natürlich immer weh, wenn wir einen Oberbürgermeister gestellt haben und das in Zukunft nicht mehr tun. Natürlich hätten wir uns da ein anderes Ergebnis gewünscht.

Gibt es eine Fehleranalyse des Kreisverbandes mit den CSU-Verantwortlichen vor Ort?

Eigentlich war für Mittwochabend eine Kreisvorstandssitzung angesetzt, die mussten wir aber wegen der Coronakrise absagen. Nach den Stichwahlen, wenn wir uns wieder treffen können, werden wir über Ursachen sprechen. Das nicht zu tun, wäre falsch.

Oettingen profitiert von hohen Bundesförderungen für die Krone, Sie haben sich massiv dafür eingesetzt. Dennoch verlieren sowohl Petra Wagner als auch die CSU/FWG-Fraktion im Stadtrat.

Oettingen ist sicher die größte Enttäuschung des Wahlabends. So überraschend, wie wir dort vor sechs Jahren gewonnen haben, so überraschend haben wir dieses Mal auch verloren.

In Nördlingen tritt CSU-Kandidat Steffen Höhn in der Stichwahl an.

Ich bin sehr zuversichtlich, dass Steffen Höhn am Ende gewinnt. Für Nördlingen ist er absolut der Richtige.

Gab es für Sie bei der Kommunalwahl bei anderen Parteien Überraschungen?

Eine positive: Die AfD ist viel schwächer als befürchtet. Sie wird zwar im neuen Kreistag vertreten sein, konnte aber auch bei der Landratswahl nicht punkten. Dass Rita Ortler in Nördlingen stärker sein würde als Wolfgang Goschenhofer, hat sich abgezeichnet.

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