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Unfall

08.01.2020

Unfall auf B2: Mutter und drei Kinder sterben

Auf der B2 im Landkreis Roth geriet ein Kleinbus auf die Gegenfahrbahn und stieß frontal mit einem Auto zusammen.
Bild: News5, Friedrich

Familie aus dem südlichen Landkreis verunglückt in Mittelfranken bei Zusammenprall mit Transporter

Durch einen fürchterlichen Unfall auf der B2 im Landkreis Roth sind vier Mitglieder einer Familie aus dem Lechgebiet ums Leben gekommen, darunter drei Kinder. Einzig der Vater, 35, lebt noch. Er zog sich aber lebensgefährliche Verletzungen zu.

Das Unglück passierte am Sonntagabend auf dem Abschnitt zwischen Wernsbach und Untersteinbach. Laut Polizei war die in Wallerdorf wohnhafte Familie auf der Bundesstraße in südlicher Richtung unterwegs. Die polnischen Staatsangehörigen befanden sich dem Vernehmen nach auf dem Rückweg von einem Urlaub über die Feiertage in der alten Heimat.

Wenige hundert Meter nördlich von Wernsbach (Gemeinde Georgensgmünd) kam dem Auto ein Kleinbus entgegen, den ein 19-Jähriger aus dem Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen steuerte. Der VW-Transporter geriet auf die Gegenfahrbahn und stieß frontal gegen den Renault der Familie.

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Der Aufprall war verheerend und den Ersthelfern sowie insgesamt rund 100 Einsatzkräften bot sich ein schreckliches Bild. „Wir haben mehrere verletzte und teilweise bewusstlose Personen vorgefunden“, beschrieb Klaus Wolfsberger, Einsatzleiter der Freiwilligen Feuerwehr Georgensgmünd, gegenüber der Roth-Hilpoltsteiner Volkszeitung die Szenerie auf der B2.

Die Mutter, 35, die am Lenkrad saß, war wohl sofort tot. Umfangreiche Reanimationsmaßnahmen hatten der Polizei zufolge keinen Erfolg. In der Nacht auf Montag starben in einer Klinik das neun Jahre alte Mädchen und der zwölf Jahre alte Bub.

Als „äußerst kritisch“ bezeichnete die Polizei zunächst den Zustand des vierjährigen Mädchens und des Vaters, 35. Am späten Dienstagabend dann die nächste traurige Nachricht: Auch dem dritten Kind konnten die Ärzte nicht mehr helfen. Das Mädchen starb am Nachmittag im Krankenhaus. Der Zustand des Vaters sei sei zwischenzeitlich zwar stabil, „muss jedoch weiterhin als kritisch eingestuft werden“. Der mutmaßliche Verursacher und seine Beifahrerin, 17, erlitten schwere, jedoch nicht lebensgefährliche Verletzungen. Warum der junge Mann mit seinem Fahrzeug über den Mittelstreifen geriet, ist noch völlig unklar. Der 19-Jährige sei noch nicht vernehmungsfähig, so das Polizeipräsidium Mittelfranken am Dienstag auf Anfrage unserer Redaktion. Ein Gutachter wurde beauftragt, das Unfallgeschehen zu rekonstruieren. Die B2 blieb über Stunden hinweg gesperrt. Neben Polizei, Feuerwehren und THW waren sechs Notärzte, zehn Rettungswagen und zwei Rettungshubschrauber vor Ort.

Die fünfköpfige Familie lebte seit einigen Jahren im Lechgebiet, zunächst in Rain und seit gut zwei Jahren in Wallerdorf. Die Familie habe einen großen Bekanntenkreis gehabt, ist aus dem Umfeld zu hören. Ein Wallerdorfer beschreibt das Ehepaar und seine Kinder als „sehr freundlich und umgänglich“. Die Nachricht vom Unglück und seinen Folgen erschüttere zutiefst: „Das zerschmettert einen am Boden.“

Der Unfall erinnert an einen tödlichen Unfall im Mai 2007. Eine Familie aus Rain fuhr auf demselben Abschnitt der B2 nach Berlin. Ein 19-Jähriger geriet aus unbekannten Gründen auf die Gegenfahrbahn, sein Auto prallte frontal auf das der Familie. Die Eltern starben an der Unfallstelle, die beiden Kinder überlebten.

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