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Nördlingen

16.09.2020

Unter welchen Umständen Zuschauer zu den Nördlinger Xcyde Angels dürfen

Prall gefüllte Tribünen, wie hier bei einem Heimspiel der Angels, wird es wohl im Nördlinger Sportgeschehen so schnell nicht wieder geben.
Bild: Jochen Aumann

Plus Mit einem detaillierten Hygienekonzept dürfen die Nördlinger Xcyde Angels künftig rund 300 Zuschauer in die Halle lassen. Welche Regeln für Besucher gelten.

Nun ist doch alles deutlich schneller gegangen als von den Sportverbänden befürchtet: Die Bayerische Staatsregierung hat diese Woche den Wettkampfbetrieb mit Zuschauern erlaubt, bis Ende Oktober soll im Profisport ein Testlauf mit maximal 20-prozentiger Zuschauerauslastung von Sportplätzen oder Sporthallen stattfinden. Davon betroffen sind auch die Bundesliga-Basketballerinnen der Nördlinger Xcyde Angels, die am 24./25. Oktober in die Vorrunde der Saison 2020/21 starten und eine Woche zuvor das wegen Corona ausgefallene Finalturnier im deutschen Pokal ausrichten sollen. Mit oder ohne Zuschauer, das war zuletzt die meistgestellte Frage.

Gerade das Pokalturnier der besten vier Teams der im März 2020 abgebrochenen Saison 2019/20 wird von der Deutschen Damen-Basketball-Bundesliga (DBBL) und auch vom Deutschen Basketball-Bund (DBB) mit besonderem Interesse verfolgt. Den vier Begegnungen TK Hannover – Rutronik Stars Keltern, Xcyde Angels Nördlingen – TSV Wasserburg (beide am Samstag, 17. Oktober) sowie dem Spiel um Platz drei und dem Finale (beide am Sonntag, 18. Oktober) kommt eine bundesweite Vorreiterrolle für den schnellen Mannschaftssport mit dem roten Ball zu, weshalb sich viele wichtige Vertreter der beiden Organisationen für das Event angekündigt haben. Martin Fürleger, Vorstandsmitglied der BG Donau-Ries, bedauert zwar, dass zu diesem sportlichen Knüller nur rund 300 bis 350 Zuschauer zugelassen sein werden, weiß aber auch: „Wer in diesen Zeiten in seinem Saisonetat volle Zuschauerränge einkalkuliert hat, der hat sowieso etwas falsch gemacht.“

Angels-Manager Wittmann hat ein neunseitiges Hygienekonzept ausgearbeitet

Angels-Manager Kurt Wittmann hat für das Pokalfinale und die dann folgenden Bundesliga-Heimspiele ein neunseitiges Hygienekonzept ausgearbeitet, das beispielsweise die Besucherströme in der Hermann-Keßler-Halle detailliert regelt, den personalisierten Ticketkauf organisiert (wie für den diesjährigen Freibadbesuch in Nördlingen ausschließlich über das Online-Forum vivenu.com), die Kontakte der Sportlerinnen und Kampfrichter mit dem Publikum minimiert oder Hygiene- und Abstandsvorschriften für alle Beteiligten klarstellt. Karl Stempfle, als Leiter des Nördlinger Liegenschaftsamtes zuständig für die Genehmigung solcher Sportveranstaltungen, ist dankbar für Wittmanns umfangreiche Vorarbeit, weist aber auch auf den Unterschied zum restlichen Sportbetrieb der Region hin: „Die Angels fallen als Erstbundesligist unter den Profisport und damit unter die gerade erst verkündete 20-Prozent-Regel. Die KTV Ries oder sämtliche Abteilungen des TSV Nördlingen unterliegen hingegen den Regelungen für den Amateursport, die bereits vergangene Woche vom bayerischen Innenminister bekanntgemacht wurden.“ Die wiederum besagen, dass maximal 200 (in geschlossenen Räumen) bzw. 400 Zuschauer (auf den Sportplätzen) zugelassen sind. Auch hier seien natürlich die Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten.

Unter welchen Umständen Zuschauer zu den Nördlinger Xcyde Angels dürfen

Stempfle lobt die aktuelle Zusammenarbeit mit den Vereinsfunktionären, die nicht um Zuschauer (und damit wichtige Einnahmen) feilschen, sondern die Notwendigkeit von Kompromissen und Transparenz klaglos akzeptieren würden. Und er sieht den ehrenamtlichen Fleiß, der dahinter steckt. Stempfle: „Wir in den Behörden schreiben ja keine Konzepte. Wir können nur prüfen, ob sie mit den gesetzlichen Regelungen übereinstimmen.“

Die nächsten Wochen seien ein „Hangeln von Testlauf zu Testlauf“, glaubt der Verwaltungsmann. Zum Beispiel das Bayernliga-Spiel der TSV-Fußballer am Samstag gegen Ismaning oder das Vorbereitungsspiel der Angels am Sonntag gegen den Zweitligisten Würzburg.

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