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Verkehr

07.02.2017

Unzufrieden mit der Straßenplanung in Hohenalteim

Hohenaltheim sieht beim Ausbau der Kreisstraße DON 9 Verbesserungsbedarf. Ein bestehender Makel mit der Biogasanlage muss außerdem behoben werden.

 Die Kreisstraße DON 9 beschäftigt den Gemeinderat in Hohenaltheim. Die Straße, die von Hürnheim durch Hohenaltheim und dann weiter nach Mönchsdeggingen führt, soll nun auch zwischen Hohenaltheim und der Merzinger Abzweigung den heutigen Bedürfnissen angepasst werden. Das beinhaltet eine Verstärkung des Unterbaus, eine Verbreiterung der Fahrbahn und Änderungen des Straßenverlaufs.

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Hierzu waren dem Hohenaltheimer Bürgermeister Wulf-Dietrich Kavasch schon Unterlagen zum Grunderwerb vorgelegt worden, die er nicht für aussagekräftig genug befand. Die nachgebesserten Karten und Pläne erhielt er erst kurz vor der Sitzung. Zutage kam, dass die Planer vor allem im Bereich des Lerchenbergs die Bedürfnisse der angrenzenden Landwirte nur ungenügend berücksichtigt haben. Wegen des dort notwendigen Geländeabtrags würden mehrere Felder wegen fehlender Zufahrten erhebliche Bewirtschaftungsnachteile erleiden. Auch wegen weiterer Bedenken befand der Gemeinderat, dass der Fall noch nicht spruchreif sei, und dass es wünschenswert wäre, die Neugestaltung mit dem zuständigen Planungsbüro vor Ort zu besprechen.

Momentan begünstige die Straßenführung, dass die Kraftfahrer durch die Kurvenarmut mit zu hoher Geschwindigkeit in die Ortschaft „brettern“, hieß es in der Sitzung. Das soll sich ändern. Der von Ratsmitgliedern gewünschten Verkehrsinsel gab der Bürgermeister keine großen Chancen. Mit Bedauern wurde als letzter Notnagel ein „Smiley“ diskutiert, den man – neben dem Ortsschild – als moralischen Appell an die tempofreudigen Autofahrer am Ortseingang errichten könnte. Unter Termindruck will sich der Bürgermeister, nicht setzen lassen. „Seit 2011 wartet man, dass was passiert, dann wird es nicht jetzt plötzlich so pressieren, dass inakzeptable Planungen durchgezogen werden müssen.“

Auf Ortsebene hatten sich die Gemeinderäte – wie sie zum Ausdruck brachten: „hoffentlich zum letzten Mal“ – mit dem Bebauungsplan für die längst im Betrieb befindliche, aber nur noch bis Ende Februar behördlich „geduldete“ Biogasanlage im Osten des Gemeindegebietes zu beschäftigen. Das Thema bewegt das Gremium schon seit dem Frühjahr 2015, und wegen immer neuer Änderungswünsche sowie Mängeln im Bebauungsplan musste nun erneut darüber beraten werden. Die Diskrepanz war anlässlich eines Klageverfahrens vom Verwaltungsgericht Augsburg entdeckt worden und macht – landläufig gesprochen –das Bauwerk zum Schwarzbau. Die zur Debatte stehenden Änderungen fallen dabei eher unter die Kategorie „Kosmetik“, etwa die Gestaltung der Entwässerungsmulde.

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