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Batterie-Hersteller

01.06.2019

Varta: Nördlinger Werk wächst weiter

Der Batterie-Hersteller Varta hat auch einen Standort in Nördlingen.
Bild: Richard Lechner (Archivbild)

Der Ellwanger Batterie-Hersteller übernimmt Varta Consumer Batteries von einer US-Firma. Welche Veränderungen am Rieser Standort in Zukunft geplant sind.

Das Ellwanger Unternehmen Varta wächst weiter – und das ist auch am Werk in der Nürnberger Straße spürbar. „Nördlingen ist mittlerweile auch ein wichtiger Standort für uns“, sagt Vorstandsvorsitzender Herbert Schein im Gespräch mit unserer REdaktion.

Diese Woche hat der Batterie-Hersteller bekannt gegeben, dass er Varta Consumer Batteries von der US-Firma Energizer übernimmt. Das Unternehmen mit seinem Hauptproduktionsstandort in Dischingen (Landkreis Heidenheim) ist einer Pressemitteilung zufolge einer der europaweit führenden Hersteller von Gerätebatterien. Zum Portfolio gehören Batterien, Akkus und Ladegeräte. Für das Geschäftsjahr 2019 wird ein Umsatz von rund 300 Millionen Euro erwartet.

Der Kaufpreis werde bei rund 100 Millionen Euro liegen, teilte Varta mit. Endgültig werde dieser jedoch erst nach Abschluss der Transaktion feststehen, der im zweiten Halbjahr 2019 nach der Genehmigung der Europäischen Kommission erwartet wird. Bei Varta Consumer Batteries sind Schein zufolge 1100 Mitarbeiter beschäftigt.

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Varta: Die Marke ist nun wieder vereint

Die ursprüngliche Varta AG war im Jahr 2002 in drei Geschäftsbereiche geteilt worden, die an unterschiedliche Käufer übergingen. Der neue Eigentümer der Varta Consumer Batteries, Spectrum Brands, verkaufte das Unternehmen Anfang des Jahres an die Energizer Holdings. Nach Auflagen der EU-Kommission für diesen Kauf gibt Energizer nun Varta Consumer Batteries an die Varta AG ab, erklärt das Ellwanger Unternehmen.

Aus dem Zusammenschluss erhofft sich Vorstandsvorsitzender Schein Synergieeffekte und einen besseren Zugang zum Einzelhandel. Außerdem sei die Marke nun wieder vereint, ergänzt Schein. So könne man die Produkte dementsprechend weltweit auf dem Markt positionieren. Das Unternehmen habe einen Wachstumsplan aufgestellt, der weiterhin umgesetzt werde. In diesem Jahr erwartet Schein ein organisches Wachstum von rund 16 Prozent. „Wir wollen weiterhin stark organisch wachsen; in diesem Jahr wachsen wir auch durch die Übernahme von Varta Consumer Batteries“, sagt Schein.

Der Standort Nördlingen spiele dabei ebenfalls eine Rolle. Bis zum Jahresende werde das Unternehmen dort 450 Mitarbeiter beschäftigen, kündigt Schein an. In den vergangenen fünf Jahren – seit Öffnung des Werks – sei die Mitarbeiterzahl bereits auf 400 erhöht worden.

In Nördlingen sollen die Produktionskapazitäten ausgeweitet werden

Zudem werde man sowohl in Nördlingen, als auch im Ausland die Produktionskapazitäten ausweiten. Grund sei die hohe Nachfrage der Varta-Produkte. Am Standort im Ries werden zum Beispiel Batterien für schnurlose Kopfhörer gefertigt, sagt Schein. Diese seien unter anderem bei vielen Smartphoneherstellern sehr gefragt. Schein sagt, dass in Nördlingen zukünftig 85 Millionen wiederaufladbare Lithium-Ionen-Batterien pro Jahr angefertigt werden sollen. Zudem stellen die Mitarbeiter im Ries Energiespeicher her. Der Vorstandsvorsitzende erklärt, dass das Unternehmen aufgrund der Nachfrage mehr Platz in Nördlingen benötigt habe.

Deshalb habe man gegenüber des Werkes ein weiteres Gebäude angemietet. Zudem prüfe Varta momentan, ob der jetzige Standort in der Nürnberger Straße erweitert werden könne. Wichtig für die Zukunft des Unternehmens sei auch, dass Varta weiterhin in Forschung und Entwicklung investiere. Eine gute Grundlage dafür sei die globale Ausrichtung. Im Bereich der kleinen Lithium-Ionen-Batterien wolle man zudem im kommenden Jahr Marktführer werden.

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