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Nördlingen/Ellwangen

31.03.2021

Varta verdoppelt 2020 nahezu seinen Gewinn

In Nördlingen wird eine neue Produktionshalle gebaut.
Foto: Varta

Der Umsatz steigt stärker, als noch im Februar angenommen. Der Nettogewinn klettert um rund 90 Prozent.

Dem Batteriekonzern Varta hat das starke Wachstum im vergangenen Jahr auch unter dem Strich ein dickes Gewinnplus beschert. Der auf die Aktionäre entfallende Nettogewinn kletterte um rund 90 Prozent auf 95,4 Millionen Euro, wie das MDax-Unternehmen am Mittwoch in Ellwangen mitteilte. Varta profitiert insbesondere vom Boom bei kabellosen Kopfhörern – bei den dafür verwendeten Lithium-Ionen-Akku-Knopfzellen ist der Konzern nach eigenen Angaben Weltmarktführer und baut die Produktion dafür weiter aus.

Zudem hat Varta im vergangenen Jahr wieder die Haushaltsbatterien für Endverbraucher unter anderem mit dem Markennamen Varta übernommen. Der Umsatz stieg 2020 wie bereits bekannt um 140 Prozent auf 870 Millionen Euro. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen legte mit 147 Prozent auf 241 Millionen Euro noch etwas stärker zu als im Februar mitgeteilt (239 Millionen Euro). Den Ausblick auf das laufende Jahr bestätigte das Management.

Varta im E-Auto, Varta in Corona-Tests

Varta hat jüngst nicht nur bestätigt, Energiespeicher für Elektro-Autos produzieren zu wollen. Sie sind in einem weiteren Wachstumsfeld aktiv und forschen seit mehreren Jahren an gedruckten Batterien. Auf der Internationalen Fachmesse für gedruckte Elektronik, der Lopec in München, hat Varta vorige Woche wieder drei Produkte vorgestellt. Die gedruckten Batterien werden unter anderem in Corona-Antigentests eingesetzt. Doch nicht nur in der Medizin, sondern auch in der Freizeit- oder Sportbranche ist die gedruckte Batterie gefragt. So könnte ein Marathon-Läufer beispielsweise seine Sauerstoffsättigung während des Wettkampfes überwachen und somit Überlastungen vermeiden, heißt es in Fachmedien.

Auch die Automobilbranche setzt auf gedruckte Elektronik. Für den wachsenden E-Mobil-Sektor sind gedruckte Sensoren wichtig für das Batteriemanagement, unter anderem, weil sie weniger als herkömmliche Energiespeicher wiegen. (dpa/vmö)

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