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Nördlingen

02.11.2017

Verliebt in Romeo und Julia

Clarissa Hopfensitz führt Regie beim DE-Stück „Romeo & Julia – ein Kleinstadtmusical“.
Bild: Jüde-Löffler

Clarissa Hopfensitz führt heuer beim Dramatischen Ensemble Nördlingen Regie. Im Interview verrät sie, was das Besondere an ihrer Inszenierung ist.

Hallo Clarissa, 2014 bis 2016 bist du beim Dramatischen Ensemble Nördlingen immer auf der Bühne gestanden. Warum hast Du Dich entschieden, in diesem Jahr die Seiten zu wechseln und die Regie zu führen?

Clarissa Hopfensitz: Es wurde jemand gesucht, der die Regie übernimmt und ich habe mich mit meiner Idee, „Romeo und Julia“ zu inszenieren, beworben. So ganz habe ich aber die Seiten nicht gewechselt. Aufgrund des Ausfalls einer Darstellerin werde ich auch auf der Bühne stehen.

Warum hast Du Dir „Romeo und Julia“ ausgesucht?

Hopfensitz: Ich liebe diesen zeitlosen Klassiker einfach und halte ihn für die Klösterle-Bühne, das Rieser Publikum und unser aktuelles Ensemble für sehr geeignet.

Gerade von diesem Shakespeare-Stück gibt es viele Theaterumsetzungen und Verfilmungen. Was ist das Besondere an deiner Inszenierung?

Hopfensitz: Meine Adaption des Stückes hält einige Überraschungen bereit. Der Titel „Ein Kleinstadtmusical“ gibt schon erste Hinweise, dass es sich nicht nur um die klassische Geschichte von „Romeo und Julia“ drehen wird. Es wird ein Live-Orchester spielen, dazu wird gesungen und getanzt werden. Noch eines sei verraten: Es wird kein Auge trocken bleiben!

Diese Version von „Romeo & Julia“ hast Du textlich umgearbeitet. Hast Du noch mehr Theaterstücke geschrieben?

Hopfensitz: Ich habe 2016 mein erstes eigenes Solostück mit dem Titel „Wahnsinnsweiber“ geschrieben, mit dem ich am 3. November auch in Nördlingen zu Gast bin. Für 2018 ist ein weiteres selbstverfasstes Stück in Planung.

Du hast derzeit einige Gastspiele mit Deinem Solostück, ab Dezember bist Du am Theater Neu-Ulm in der Komödie „Illusionen einer Ehe“ zu sehen. Daneben bereitest Du erste Studioaufnahmen mit deiner Münchner Girlband „KFC“ vor. Lassen sich die Proben für das DE gut mit all Deinen anderen Verpflichtungen vereinbaren?

Hopfensitz: Da wir dieses Jahr schon relativ früh mit den Proben begonnen hatten, war das gut unter einen Hut zu bringen. Gegen Ende der Vorbereitungen wird es natürlich immer stressig, aber das macht Theater ja auch irgendwie aus.

Gibt es dabei einen Unterschied zwischen Clarissa, der Schauspielerin, und Clarissa, der Regisseurin?

Hopfensitz: Als Schauspielerin bin ich zugegebenermaßen etwas fauler, als ich als Regisseurin bin. Die Verantwortung nicht nur für mich selbst, sondern für ein ganzes Ensemble zu tragen, erfordert mehr Struktur und Planung, Einfühlungsvermögen und den Blick fürs Ganze.

Was gefällt Dir am DE und an seinen Mitgliedern?

Hopfensitz: Ich bin auch heuer wieder mehr als begeistert vom Zusammenhalt dieses Vereins, der ausgezeichneten Kommunikation und dem Einsatz aller Beteiligten auf und hinter der Bühne. Ich freue mich zudem sehr, dass wir viele neue ambitionierte Talente gewinnen konnten.

Ist es schwierig für Dich, als professionelle Schauspielerin mit einem Laienensemble zu arbeiten?

Hopfensitz: Ich betone immer wieder, welch große Freude es ist, mit dem DE-Ensemble zu arbeiten. Der Einsatz und die Begeisterung fürs Theaterspielen ist – neben einem gewissen Talent natürlich – der Motor für den Erfolg auf der Bühne. Dies ist im DE einzigartig und bringt mich immer wieder ins Staunen.

Interview: Maximiliane Böckh

Tickets „Romeo & Julia. Ein Kleinstadtmusical“ wird vom 10. bis 19. November (freitags und samstags um 20 Uhr; sonntags um 17 Uhr) im Nördlinger Stadtsaal Klösterle gespielt. Karten gibt es bei der Tourist-Information der Stadt Nördlingen, Telefon 09081/84116 oder unter www.dramatisches-ensemble.de.

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