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11.04.2019

Viel Geld für das Nördlinger Hallenbad: Was die OB und Stadträte jetzt tun wollen

Die Stadt Nördlingen bekommt vom Bund 2,7 Millionen Euro für die Sanierung und Erweiterung des Nördlinger Hallenbades. Das Projekt werde im Rahmen des Bundesprogramms „Sanierung Sport-, Jugend- und Kultureinrichtungen“ gefördert, teilte CSU-Bundestagsabgeordneter Ulrich Lange mit.
Bild: Szilvia Izsó

Die Stadt profitiert von einem Förderprogramm des Bundes, teilt Ulrich Lange mit.

Die Stadt Nördlingen bekommt vom Bund 2,7 Millionen Euro für die Sanierung und Erweiterung des Hallenbades sowie der Sporthalle. Das teilte CSU-Bundestagsabgeordneter Ulrich Lange gestern mit. Alleine aus Bayern seien circa 240 Projektanträge eingereicht worden. Das Nördlinger Bad ist eine von insgesamt 22 bayerischen Maßnahmen, die unterstützt werden, und bekommt die höchste Förderung im Freistaat. Lange sagt: „Die Konkurrenz war enorm groß, die Vielfalt der Projekt beeindruckend. Es bedurfte zahlreicher Gespräche mit Kollegen aus dem Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages und dem federführenden Bundesinnenministerium, um das Projekt so zu platzieren, bis endlich grünes Licht für die Förderung gegeben wurde. Umso mehr freut es mich, dass sich dieser Einsatz gelohnt hat. Ein großes Lob möchte ich an dieser Stelle der gesamten Mannschaft der Nördlinger Verwaltung aussprechen, die mit der herausragenden Argumentation der Nördlinger Projektskizze gegen die Konkurrenz von außen punkten konnte.“

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Oberbürgermeister Hermann Faul sagt, er sei sehr froh und dankbar, dass Nördlingen in das Förderprogramm aufgenommen worden sei. Insgesamt gehen an die 22 geförderten Maßnahmen in Bayern 23 Millionen Euro. Setze man da die 2,7 Millionen für Nördlingen ins Verhältnis, dann handle es sich um eine „außergewöhnlich hohe“ Summe. Mit dem Förderbescheid sei nun auch eine Linie vorgegeben, wie das Bad saniert beziehungsweise erweitert werde – und zwar am Standort in der Gerhart-Hauptmann-Straße: „Der Förderbescheid bezieht sich auf die eingereichte Version“, sagt Faul. Sobald der im Haus sei, werde man keine Zeit verlieren und unter anderem einen Architekten beauftragen sowie ein Emmissionsschutz-Gutachten durchführen lassen.

CSU-Fraktionsvorsitzender Jörg Schwarzer spricht von einem „klaren Handlungsauftrag“ an die Stadt, am bisherigen Standort zu bauen. Schwarzer erwartet, dass OB und Verwaltung unverzüglich in das Thema einsteigen. „Es ist erfreulich, dass wir berücksichtigt worden sind“, meint der Fraktionsvorsitzende der Stadtteilliste, Thomas Mittring. Insgeheim habe er sich mehr erhofft, als 2,7 Millionen Euro. Die seien aber „ein guter Start“.

Goschenhofer: Eine Lösung für das Hallenbad für die nächsten 40 Jahre

„Das ist sehr erfreulich“, beurteilt Johannes Ziegelmeir die Nachricht aus Berlin. Der PWG-Stadtrat hat angesichts der hohen Zahl der Anträge bereits befürchtet, dass die Förderung gering ausfällt – und erkennt jetzt die Arbeit und den Fleiß von Lange an: „Jetzt kommt es darauf an, dass wir schnell in die Umsetzung kommen.“ Der Fraktionsvorsitzende von Grüne/Frauenliste, Wolfgang Goschenhofer, fordert, dass so bald wie möglich alle an einen Tisch kommen sollten: Stadtverwaltung, Experten, Entscheider und die Bürger – um eine optimale Bad-Lösung für die nächsten 40 Jahre zu erreichen. Die Förderung sei „hoch erfreulich“. Goschenhofer kritisiert aber, dass das benötigte Emmissionsschutz-Gutachten noch nicht erstellt wurde. SPD-OB-Kandidatin Rita Ortler freut sich zwar über die Millionen aus Berlin, merkt aber auch an, dass über den eingereichten Entwurf zur Sanierung und Erweiterung des Hallenbades noch nicht diskutiert wurde: „Wir wissen noch nicht, was wir wollen.“ So müsse unter anderem auf den Tisch, was ein Neubau kosten würde.

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