Musik

13.05.2016

Von Klassik bis Gospel

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Helga Ulrich, langjährige Dirigentin, wurde zum Ehrenmitglied ernannt.

Der Akkordeonclub Oberes Kesseltal hat in der Turn- und Festhalle Amerdingen sein Jahreskonzert gegeben

Der Akkordeonclub Oberes Kesseltal hat in der Amerdinger Turn- und Festhalle sein Jahreskonzert gegeben. Vorsitzender Martin Strauß begrüßte die Ehrengäste und Zuhörer. Die Kleingruppe eröffnete das Konzert mit „World Famouse Romantic Melodies“. Das waren so beliebte Ohrwürmer wie: „Tea for Two“, „Aura Lee“, „ Amor, Amor“ und „Yesterday“. Es folgte eine bekannte Western Film Melodie aus „The Magnificent Seven“ bei der man im Geiste die stürmenden Reiter über die Weiten galoppieren hörte. Dieses Klangmuster gelang hervorragend durch die exzellente Unterstützung des Gastschlagzeugers Christian Fischer. Völlig anders klang das Orchester beim Marsch „Wien bleibt Wien“. Beim Walzer Nr. 2 von Dimitrie Schostakowitsch beherrschten bei der Einleitung schwermütige Akkorde die Musik und führten die Zuhörer in die Welt der Gefühle. Verstärkt durch Retardanti und führende Bassuntermalung folgte ein schwungvoller Walzer. Ganz anders war es bei dem Medley „Münchner Freiheit“. Eine staccierte Introduktion verlieh dem Stück eine besondere Spannung, deren Auflösung in eine angenehm fließende Melodie dem Schlagzeuger die Chance gab, die geforderten ganz besonderen Betonungen umzusetzen. Dann, am Anfang des Finales, mächtige Akkordblöcke mit überlagerten, zügigen Melodieführungen. Das war eine saubere Orchesterleistung.

Das Akkordeon-Ensemble der Antonio-Rosetti-Musikschule Wallerstein gab eine Einblick in die Geschichte der Harmonika-Instrumente und was man in den 20er-Jahren darauf spielte, da noch keine eigenen Kompositionen für diese Instrumentenart verfügbar waren. Das erste Beispiel war „Georg Gershwin in Concert“. Schwebende Melodien über einem aufgewühlten Meer aus schweren Akkorden, das sich langsam beruhigt und zulässt, dass aus ihm zarte Melodien aufsteigen, die ansprechen und berühren. Andere Hörproben waren der Klassik oder der Romantik entnommen; ein Adagio von W.A. Mozart, die Träumerei von Robert Schumann und ein Reitermarsch „Frühlings Einzug“, von Franz von Blon. El Grupo Alegria: Alegria hat die Bedeutung von (Spiel-)Freude oder Flamenco. Beides kann man der Gruppe mit ihrem Repertoire zuerkennen. Sie vertreten eine Musikrichtung, die sich im Süden Frankreichs und teilweise auch in Spanien entwickelt hat. Die Besetzung, zwei Gitarristen (jeweils auch mit Gesang) und Handtrommel ist außergewöhnlich anpassungsfähig, vor allem dann, wenn es sich um bestens ausgebildete und international erfahrene Interpreten handelt. Ihnen zuzuhören war wie ein Blick in die jeweilige Region mit aller Ursprünglichkeit. Willi Stadelmeier nahm als zweiter Vorsitzender die Ehrungen der langjährigen Mitglieder sowie die Übergabe der Urkunden vor. Geehrt wurden: Maria Halbeck, 15 Jahre, Michaela Berchtenbreiter, 20 Jahre, Irina Heuberger, 25 Jahre, Stefanie Gutmann, 25 Jahre. Helga Ulrich, die langjährige Dirigentin, wurde zum Ehrenmitglied ernannt.

Das Hauptorchester stand erstmals unter der Leitung des Bezirksdirigenten des Deutschen Harmonikaverbandes, Franz Schlosser, der ihm eine hohe Wandlungsfähigkeit abverlangte. Schon bei „Trumpet Voluntary“ galt es die Spielweise eines Barockorchesters nachzubilden mit dessen piano-forte Wechseln. Ganz anders hatte es sich bei „Flair de musette“ zu zeigen mit dessen flüssig, wiegenden Walzertakten. „Oh happy Day“, ein Gospel-Medley verlangte eine sehr lebhafte Wiedergabe bei all den Variationen auf das Hauptthema. Ein ungewöhnlicher 5/4 Takt in „Take Five“ stellte eine neue Herausforderung in den Raum. Die Spannung löste sich schnell bei der Polka „Die lustigen Kannebäcker“. Das Publikum war begeistert und erklatschte sich noch zwei Zugaben. (HSch)

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