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Konzert

29.11.2018

Von Tradition bis Moderne

Mit dem Kirchenkonzert hat die Reimlinger Musikkapelle die Zuhörer in ihren Bann gezogen.
Bild: J. Groß

Die Musikkapelle Reimlingen stimmt ihre Gäste in der Pfarrkirche Sankt Georg auf die Adventszeit ein

Mit ihrem Kirchenkonzert hat die Musikkapelle Reimlingen unter der Leitung ihres Dirigenten Karsten Sell die Zuhörer in der Pfarrkirche Sankt Georg in ihren Bann gezogen. Die sentimentalen und erhabenen Klänge sowie einfühlsam vorgetragenen Werke stimmten die Besucher auf die beginnende Adventszeit ein.

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Den Grundstein des Konzerts legte die kraftvolle Konzertfanfare „A Little Opening“ von Thiemo Kraas (*1984) aus dem Jahr 2005. Trompeten und Posaunen stellten das Thema zu Beginn charismatisch vor, ehe es nach einem ruhigen Mittelteil vom Orchester noch einmal martialisch aufgenommen wurde.

Es folgte die Romanze aus „Die Hornisse“ von Dmitri Schostakowitsch (1906-1975), einem der größten Komponisten zeitgenössischer Musik des 20. Jahrhunderts. Seine lyrische Romanze ist der bekannteste Satz der Filmmusik des erfolgreichen Mantel- und Degenfilms „Die Hornisse“ aus der ehemaligen Sowjetunion. Den eingängigen Solopart, ursprünglich für Violine gedacht, übernahm souverän Michael Hillenbrand an der Klarinette. Ein völliger Gegensatz dazu ist die Komposition „Choralia“ aus dem Jahr 2000. Komponist Bert Appermont (*1973) lässt diesen wunderschönen Choral langsam durch eine vielfältige Instrumentierung durch die verschiedenen Orchestergruppen wandern.

Von Tradition bis Moderne

„Carrickfergus Posy“ von James L. Hosay (*1959) ist eine moderne sinfonische Fassung des zeitlosen irischen Volksliedes „Carrickfergus“, das von der gleichnamigen Stadt und dem glühenden Verlangen eines alten Mannes, der wieder in seine Heimat zurückkehren möchte, handelt. Gekonnt bezogen Dirigent Karsten Sell und das Orchester die Zuhörer spürbar in diese Sehnsucht mit ein.

Es schlossen sich nun zwei weitere Solobeiträge des Konzertabends an: Georg Lutz an der Trompete setzte Peter Leitners (*1986) Popballade für Blasmusik „My Dream“ gefühlvoll in Szene. Doch auch Marco Deffner (Posaune) stand ihm mit seiner Interpretation des Nummer-eins-Hits „All of Me“ von John Legend aus dem Jahr 2014 in nichts nach. Beide Solisten gaben dem Orchester einfühlsam die facettenreichen Liebesmelodien vor, das wiederum wiederholte sie dynamisch und begeisterte das Publikum.

Dieses Jahr feierte der weltweit wohl namhafteste Musicalkomponist aller Zeiten seinen 70. Geburtstag: Andrew Lloyd-Webber. Ihm zu Ehren präsentierte die Musikkapelle Reimlingen den Zuhörern ein Medley dreier Werke seiner frühen Schaffensperiode. „Pie Jesu“ aus seinem 1984 entstandenen Requiem sorgte durch die solistische Harmonie von Trompete (Georg Lutz) und Altsaxophon (Julia Engel) abermals für einen ergreifenden Moment dieses Abends. Es folgte „All I ask of You“ aus Webbers „Phantom der Oper“, das seit 1986 als das erfolgreichste Musical weltweit gilt und „Take that Look off your Face“ aus seinem Liederzyklus „Tell me on a Sunday“ von 1979. „Nehmt Abschied, Brüder“, so heißt es in der deutschen Version der weitverbreiteten traditionellen schottischen Weise „Auld Lang Syne“. Mit diesen anmutigen Klängen verabschiedete sich die Musikkapelle Reimlingen von ihrem Publikum, ehe zusammen „Macht hoch die Tür“ angestimmt wurde und somit adventliche Töne einkehrten. (pm)

Am Adventssonntag, 2. Dezember, wird das Konzert um 18.30 Uhr in St. Alban, Wallerstein noch einmal wiederholt.

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