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Musik

16.09.2018

Von Wohnzimmer-Konzert bis Open-Air

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3 Bilder
„Sittin’ on a carpet“ spielte bei der Kneiptour „Rieser Kommz“ am Samstagabend im Oettinger Stadtcafé. Schon in den 70er Jahren gab es unter diesem Namen ein Festival auf dem Rossfeld. <b>Fotos: Heckl</b>

In Oettingen fand am Samstag das „Rieser Kommz“ statt. Welche Bands wo spielten und wie die Besucher die Veranstaltung erlebten.

Schon in den 70er Jahren fand auf dem Rossfeld ein Festival mit dem Namen „Rieser Kommz“ statt. Bürgermeisterin Petra Wagner erinnert sich noch gut daran. Sie selbst war damals zu jung, um auf das Festival zu gehen. Umso mehr freute sie sich, als Michael Harich sie darauf ansprach, das Ganze wieder neu aufleben zu lassen.

Seit etwa 30 Jahren plant Harich verschiedene Events in der Region. Ursprünglich hatte er den Plan, dieses Jahr eine Kulturnacht zu veranstalten. Daraus entwickelte sich die Idee, die Veranstaltung „Rieser Kommz“ zu nennen. Bürgermeisterin Wagner erzählt, wie das bevorstehende Event für Gesprächsstoff gesorgt habe. Viele seien schon Tage vorher auf sie zugekommen und hätten sie gefragt, ob sie auch komme. Ihre Antwort darauf war: „Ja.“

Wie gut das „Rieser Kommz“ bei den Oettingern ankam, sah man beispielsweise im Hof des Heimatmuseums, wo eine Open-Air-Bühne stand. Schon kurz nach Beginn des Events füllte sich der Bereich mit Menschen, die die Rieser Band „Till Monday“ erleben wollten. Man hörte schon von Weitem, wie sie mit bekannten Liedern von „Adele“ und „OneRepublic“ die Leute begeisterten. Das Publikum war gemischt, man sah alle Altersgruppen. Die Leute tanzten zur Musik, standen an der Bar oder um das Lagerfeuer. Etwas ruhiger ging es beim Schaufensterkonzert in der Manggasse zu.

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Der schmale Raum war gemütlich beleuchtet und in den hinteren Ecken mit Sitzgelegenheiten ausgestattet. Vorne, ganz nah beim Fenster, saßen die Musiker. Kein Fensterglas trennte dabei die Band im Inneren und die Menschen auf der Straße. Dort machten es sich ein paar Leute auf Bierbänken bequem und wieder andere saßen in dem kleinen Raum zusammen mit dem Duo „Samar“. Wie Natalie Schnider-Langte sagt, sei der Name arabisch. Eine direkte deutsche Übersetzung gebe es dafür zwar nicht, erklärt sie weiter, aber es bedeute so viel wie „Zusammen beim Feuer sitzen, bis es verglüht, und sich viel erzählen“. Das Duo setzt sich aus Natalie, an der schwedischen Nyckelharpa, und Herbert Schweda mit der Rahmentrommel zusammen. Sie gaben Kompositionen aus Arabien, der Türkei und Schweden zum Besten. Darunter mischten sie auch ein paar Eigenkompositionen. Mit ihrem Auftritt füllten sie die kleine Straße mit orientalisch klingender Musik, die die Zuhörer ganz vergessen ließ, dass sie sich in Oettingen befanden.

Einen ganz anderen Ton schlug die Band „Sittin’ on a carpet“ im Stadtcafé an. Die Gruppe spielte Rock und Pop. In dem hell beleuchteten Café tanzten einige Besucher lachend zu den Liedern. Obwohl es schwer war, sich bei der lauten Musik zu unterhalten, saßen auch viele Gäste an den Tischen des Cafés. Unter den Menschen befand sich Ernst Hubel zusammen mit seiner Frau. Das Stadtcafé war ihre erste Station. Die Musik gefalle ihm sehr gut, meinte er. Sehen wollten sie von der Kneiptour so viel wie möglich. Die beiden hatten vor, die verschiedenen Bands und Lokale querbeet abzuarbeiten. Wo sie auf jeden Fall noch hin wollten, sei der Hofgarten.

Auf der anderen Straßenseite wurden ganz andere Klänge angeschlagen, nämlich latein-amerikanische. Zur Musik von „Chico Diaz Orquesta Salsaborrr“ musste das Publikum ganz offensichtlich tanzen, vor allem als der Sommerhit „Decpacito“ gespielt wurde. Am Ende des Raumes stand ein länglicher Tisch. Darauf waren mehrere Pizzen für die Besucher angerichtet. Eine kleine Menschenschlange wartete dort in den Tanzpausen auf ihr Essen.

Die Gans als nächstes Ziel

Beim Wohnzimmerkonzert mit „Lemusic“ fehlte zum Tanzen leider der Platz. Der reichte gerade für die Band, eine kleine Bar und ein Sofa. Dort hatte sich ein überwiegend junges Publikum versammelt, das Edith und Martina beim Spielen zuhörte. Für Sebastian Vogelsang aus Niederhofen war das die erste Band des Abends. Er sagte, dass er vorhabe, sich das meiste anzusehen. Vor allem wolle er zur Goldenen Gans und zur Aftershow-Party im Jugendzentrum. Die Gans war auch ein Ziel von Arianne Hertle. Sie hatte sich schon mehrere Bands gesehen, unter anderem „Till Monday“ und die Gruppe, in der ihr Mann spielt, „AC Easy“. Ihr Plan war, alles zu besuchen, was angeboten wurde. Das Ambiente in Oettingen sei sehr ansprechend, meinte sie. Es sei praktisch, dass alles so nah beinander läge. So wäre es leichter, alle Stationen auch zu besuchen. Sehr gut gefiel Arianne Hertle außerdem das Terrassenkonzert mit Felix und Collin.

Das fand im Freien auf einer kleinen Bühne statt. Die Besucher konnten sich entweder auf Bänke setzen oder sich um das Lagerfeuer stellen. Die beiden jungen Männer aus Nördlingen sangen überwiegend auf Deutsch und spielten dabei auf Akustikgitarren. Mit bekannten Liedern wie „Wenn sie tanzt“ lockten sie viele Zuschauer zu sich nach draußen. Auch etwas außerhalb des Stadttors spielten Bands. Im goldenen Ochsen wurde Punkrock von der Band „Stack“ geboten.

Dabei mischte das Trio Covers mit seinen eigenen Songs und füllte damit fast den ganzen Raum mit Menschen. Das gleiche Bild zeigte sich in der Goldenen Gans mit Christoph Martin und später mit Revelling Crooks.

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