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14.06.2018

Waldtag in Oettingen entfällt

Gefährliche Raupe im Forst verbreitet

Ernüchterung machte sich bei den Vorbereitungen zum diesjährigen Waldtag für die Oettinger Grundschüler bei den Mitarbeitern der Oettingen-Spielberg‘schen Forstverwaltung breit. Das Problem sind die Eichen. Wie vielerorts in ganz Bayern sind auch im Oettinger Forst heuer viele Eichen von Raupen des Eichenprozessionsspinners besiedelt, was eine Durchführung des Waldtags am heutigen Donnerstag unmöglich macht. Das teilte die Forstverwaltung in einer Pressemitteilung nun mit.

Die Schadwirkung dieser Insekten liegt demzufolge nicht vorwiegend in Fraßschäden an den Blättern. Darauf können die Eichen in der Regel durch einen erneuten Blattaustrieb Mitte bis Ende Juni reagieren und ihre Krone so wiederbelauben. Bei Kontakt mit den giftigen Raupenhaaren reagieren viele Menschen allergisch, wobei die Reaktion des Immunsystems bei einzelnen Personen sehr unterschiedlich sein kann. Häufig tritt als Symptom lokaler Hautausschlag mit Schwellungen, Brennen und Juckreiz auf. Das Einatmen der Haare kann zudem zu Bronchitis, schmerzhaftem Husten und Asthma führen. In seltenen Einzelfällen kommt es bei sehr empfindlichen Personen gar zu allergischen Schockreaktionen. Zur Vermeidung von Beschwerden ist es deshalb insbesondere während der Raupenfraßzeit von Ende Mai bis Anfang Juli wichtig, befallene Gebiete zu meiden.

Im Oettinger Forst konnte trotz intensiver Bemühungen der Mitarbeiter des Forstbetriebs ein für den Waldtag geeignetes Waldgebiet nicht gefunden werden, in dem sich keine befallenen Eichen befinden, heißt es in dem Schreiben weiter. Forstdirektor Markus Schlösser bittet daher um Verständnis für die Absage. Unter diesen Umständen sei die reibungslose Durchführung des Aktionstages ohne eine Gefährdung der Gesundheit der Kinder nicht zu gewährleisten. Stattdessen ist angedacht, den Waldtag für die Grundschüler im März oder April des folgenden Jahres nachzuholen, denn in diesem Zeitraum ist die gesundheitliche Gefährdung weitaus geringer.

Ziel der Veranstalter, welche dabei auch die Unterstützung des Fürsten als Waldeigentümer haben, ist es, dass die Grundschüler mit der Aktion einmal im Wald gewesen sind und dort einige Bereiche der Waldbewirtschaftung kennenlernen. (pm)

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