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Bürgerversammlung

27.11.2019

Wann ist das „neue“ Hallenbad in Nördlingen fertig?

Eine erste Idee aus dem Nördlinger Hochbauamt, wie das erweiterte, generalsanierte Hallenbad an der Gerhart-Hauptmann-Straße in Nördlingen aussehen könnte, stellt dieser Plan dar. Mittlerweile hat die Stadt einen Projektsteuerer beauftragt, der sich bei der Bürgerversammlung im Klösterle vorstellte.

Plus Bei der Bürgerversammlung im Nördlinger Klösterle geht es nicht nur um die Finanzen und die größten Projekte der Stadt. Zwei Experten stellen sich vor, die die Sanierung des Bades betreuen werden.

Deutlich weniger Nördlinger als im vergangenen Jahr sind am Dienstagabend zur Bürgerversammlung für die Kernstadt ins Klösterle gekommen. Dabei ging es um ein Thema, dass wohl viele in der Stadt beschäftigt: die Sanierung und Erweiterung des Hallenbades. Erstmals wurde ein Zeitraum genannt, zu dem die Rieser voraussichtlich im „neuen“ Hallenbad schwimmen können.

Den Anfang machte Oberbürgermeister Hermann Faul, der auf die vergangenen Monate zurückblickte und auf die wichtigsten Ereignisse und Projekte einging – etwa das neue Feuerwehrhaus in Löpsingen oder das neue Bürgerzentrum in Schmähingen. Beobachtet von den vier Bewerbern um seine Nachfolge sagte Faul, dass Nördlingen mittlerweile mehr als 20.000 Einwohner habe. Die werden künftig von 30 Stadträten vertreten – so viele Kandidaten musste auch jede Partei beziehungsweise Gruppierung für ihre Liste finden. Es sei ein gutes Zeichen, dass es auch heute noch Menschen gebe, die für das Gemeinwesen eintreten, betonte der Oberbürgermeister.

Stadtkämmerer Bernhard Kugler oblag es, die Nördlinger über die finanzielle Situation der Stadt zu informieren. Die habe sich heuer sehr gut entwickelt. Allein bei der Gewerbesteuer erwartet Kugler Mehreinnahmen von mehr als drei Millionen Euro. Doch er warnte: In den folgenden Jahren gehe es nicht weiter bergauf. Deutschland sei im dritten Quartal bereits „hautnah an einer Rezession“ vorbeigeschrammt.

"Hochinvestitionsphase" für Nördlingen

Nördlingen sei derzeit in einer „Hochinvestitionsphase“, exemplarisch stellte Kugler sechs Projekte vor. Etwa den Bahnhof, dessen Einweihung für den kommenden Februar geplant ist. Die Stadt muss für Sanierung und Umbau rund 4,776 Millionen Euro selbst bezahlen. Zuschüsse muss Nördlingen leisten, wenn Kindertagesstätten erweitert oder neu gebaut werden. Kugler zählte St. Michael, St. Martin und die geplante neue Kita im Egerviertel auf.

Rund 7,3 Millionen Euro kämen zusammen, die Stadt bekomme aber Zuschüsse. Die Erweiterung der Mittelschule koste rund 8,127 Millionen Euro, der Etat werde mit 4,752 Millionen Euro belastet. Baubeginn sei hier im März 2020. Im Herbst darauf soll der Bau der preisgünstigen Wohnungen auf dem ehemaligen BayWa-Areal starten. Ein Gebäude wird aus dem Haushalt der Stadt bezahlt, rund 2,9 Millionen Euro sind dafür vorgesehen. Rund 6,682 Millionen Euro soll die Erweiterung der Grundschule Mitte kosten, Kugler rechnet mit einem Baubeginn 2021.

Sanierung des Bades ist gemeinsame Aufgabe

Im selben Jahr soll auch die Erweiterung und Sanierung des Hallenbades in der Gerhart-Hauptmann-Straße starten. Kugler geht bei diesem Projekt von einem Eigenanteil der Stadt von rund 10,497 Millionen Euro aus: „Das wird ein Kraftakt.“ Projektsteuerer Wolfgang Gürtner ist dafür zuständig, dass der gelingt. Der Diplomingenieur stellte sich und einen konkreten Zeitplan für die Sanierung und Erweiterung des Hallenbades vor: Die könnte sich bis Ende 2023 ziehen. Er und seine Kollegen seien dafür verantwortlich, dass das Projekt wirtschaftlich abgewickelt werde und alle Vorgaben für Fördermittel eingehalten werden – kurzum, dass Probleme auf der Baustelle frühzeitig erkannt werden. Die Planung des Projektes übernimmt die Fritz Planung GmbH. Deren technischer Leiter Markus Beck stellte sich den Besuchern der Bürgerversammlung ebenfalls vor.

Joachim Ramisch meldete sich zum Hallenbad zu Wort. Er verstand die vorgestellten Zahlen so, dass diese eingehalten werden müssten – sollte das nicht gehen, platze der Umbau. Das wäre der „Super-Gau“, entgegnete Oberbürgermeister Faul. Änderungen bei den geschätzten Kosten seien vorbehalten, zudem werde der Projektsteuerer diese ja überwachen. Wenn die Mittel nicht ausreichten, müsse man darüber diskutieren, wie man reagiere. Stefan Meißler wollte wissen, warum nicht die Stadtwerke für das Hallenbad zuständig seien, so wie es in anderen Städten der Fall sei. Faul entgegnete, dass andere Stadtwerke beispielsweise auch die Stromerzeugung stemmten – das Nördlinger aber nicht.

Der OB hatte zuvor zudem betont, die Sanierung des Bades sei eines gemeinsame Aufgabe, man werde die Bürger gerne auf diesem Weg mitnehmen.

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