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Donau-Ries

28.07.2020

Wann rollt der Ball im Kreis Donau-Ries wieder?

Der Ball ruhte in den vergangenen Monaten auf den Sportplätzen der Region. Nun hoffen die Vereine, dass ab dem 1. September die Saison 2019/20 fortgesetzt werden kann.
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Der Ball ruhte in den vergangenen Monaten auf den Sportplätzen der Region. Nun hoffen die Vereine, dass ab dem 1. September die Saison 2019/20 fortgesetzt werden kann.

Plus In den unteren Spielklassen beginnen die Vereine, sich mit dem geplanten Mix aus Punktspielen und Ligapokal zu arrangieren. Überwiegend herrscht Vorfreude, dass es endlich wieder Spiele mit Wettbewerbscharakter geben wird.

Seit kurzem können die Fußballer wieder weitestgehend regulär trainieren. Zweikämpfe und geregeltes Mannschaftstraining sind zugelassen. Spiele gegen andere Mannschaften dürfen freilich noch nicht durchgeführt werden, es sei denn, sie finden in Württemberg statt. Offiziell mit Pflichtspielen fortgesetzt werden soll die Saison 2019/2020 mit dem neu eingeführten Ligapokal im September.

In einer Mitteilung informiert Kreisspielleiter Franz Bohmann über den Rahmen-Terminkalender, der allerdings von der Entwicklung im Zuge der Corona-Krise abhängig ist. Die Restsaison ist dabei in zwei Blöcke gegliedert. Gespielt wird von September bis Ende November 2020 und von Ende März bis Ende Mai 2021. Anschließend finden die Relegationsspiele statt. In einer sogenannten Webinar-Runde konnten sich die Vereinsvertreter am vergangenen Sonntag zu den Gedankenspielen der Funktionäre äußern, wobei Franz Bohmann vorab klarstellt: „Priorität hat die Meisterschaft.“

Die Teilnahme am Ligapokal, und das betont der Kreisspielleiter ausdrücklich, ist freiwillig. Allerdings schränkt Franz Bohmann ein, dass der zusätzlich geschaffene Wettbewerb nur sinnvoll sei, wenn viele Vereine teilnehmen. Wie bereits berichtet, können über den Ligapokal Mannschaften den Aufstieg in die nächsthöhere Spielklasse über diese Hintertür realisieren beziehungsweise den Abstieg vermeiden, wenn sie im Zusatzwettbewerb erfolgreich sind. Voraussichtlich darf von den insgesamt 29 Kreisliga-Vereinen (Nord- und Westgruppe) eine Mannschaft über den Ligapokal nach oben, während es bei den Kreisklassisten (57 Teams) und A-Klassisten (55) je zwei Zusatzaufsteiger geben soll. Noch nicht klar ist, ob es von den insgesamt 81 B-Klassenteams im Kreis (davon sind nur 17 erste Mannschaften) einen oder zwei Zusatzaufsteiger geben wird.

Wann rollt der Ball im Kreis Donau-Ries wieder?

Der Ligapokal ist für den TSV Oettingen alternativlos

Unterschiedlich fallen bei den Vereinen die Reaktionen auf den Ligapokal und den erstellten Rahmenterminkalender nach dem Restart aus. Der TSV Oettingen beispielsweise nimmt mit der ersten und zweiten Mannschaft am Ligapokal teil. „Die Teilnahme daran ist für uns alternativlos, da wir endlich wieder regelmäßig Fußball spielen möchten. Etwas verwundert bin ich persönlich über die terminliche Ansetzung, den Ligapokal auf die ersten September-Wochenenden zu legen. Sinnvoller wäre es meiner Ansicht nach, die für den Herbst geplanten Punktspiele der regulären Kreisligarunde so schnell wie möglich nach dem Re-Start zu spielen, da diese Priorität haben sollten“, findet Christoph Greiner, der Spielertrainer des TSV Oettingen. Den Ligapokal, der flexibel an die aktuelle Lage angepasst werden könne, könne man dann an die Punktspiele anschließen. Greiner abschließend: „Dennoch freuen wir vom TSV Oettingen uns, wenn hoffentlich im September wieder Fußballspiele mit Wettbewerbscharakter im Ries stattfinden können, egal, welcher Wettbewerb dann gespielt wird.“

Ebenfalls am Ligapokal teilnehmen wird der Kreisligist FC Maihingen. „Die Einführung des Ligapokals vor der Meisterschaft ist prinzipiell eine gute Sache, um die fehlenden Spiele der ausgesetzten Saison 2020/21 aufzufüllen und nach der Vorbereitung in einen Wettkampfmodus zu kommen. Mannschaften, die nicht teilnehmen, dürften jedoch nicht benachteiligt werden“, meint Christoph Götz, der stellvertretende Fußballabteilungsleiter. Auch der SV Megesheim nimmt teil, „obwohl wir nicht voll davon überzeugt sind, aber einen Lückenfüller braucht man, bis die Saison 2021/22 anfängt“, sagt Gerhard Unger, der Abteilungsleiter der Nordrieser, der gerne zunächst die Punkterunde zu Ende gespielt hätte.

Der FSV Utzwingen lobt den Verband

Der FSV Utzwingen attestiert dem BFV ein gutes Krisenmanagement. „Wir finden es völlig nachvollziehbar, aus sportjuristischen Gründen die Saison mit allen Mitteln zu Ende zu spielen. Auch die Idee, die nun zuerst mal reichlich vorhandene Zeit mit einem weiteren Wettbewerb zu füllen, den man im Notfall flexibel kürzen kann und dem ein großer sportlicher Reiz verliehen wird, ist in unseren Augen gelungen. Wir haben dementsprechend natürlich auch gemeldet“, sagt FSV-Vorstand Stefan Röttinger, der allerdings kritisiert, dass immer noch nicht wirklich klar ist, wie der neue Wettbewerb genau aussieht. „Uns hätte generell besser gefallen, eine Art ausgebauten Toto-Pokal mit Gruppenphasen auszuspielen, in dessen Rahmen wir auch die Möglichkeit gehabt hätten, gegen höherklassige Mannschaften aus unserer unmittelbaren geographischen Umgebung zu spielen.“ Und weiter: „Ich denke, generell ist einfach jeder heiß darauf, endlich wieder spielen zu dürfen.“

Der FSV Reimlingen nimmt mit beiden Seniorenmannschaften am Ligapokal teil. „Die weltweit ganz besondere Situation erfordert besondere Maßnahmen, das müssen wir im Berufs- und Privatleben tagtäglich erfahren. Ob nun erst der Ligapokal oder die Punktrunde gespielt wird, ist eigentlich egal, da wir nach der Urlaubszeit noch nicht absehen können, wie und ob der Start überhaupt gelingt oder sich zu Beginn vielleicht schon verzögert“, sagt Steffen Stengl, der sportliche Leiter des FSV Reimlingen. Sport und das soziale Miteinander seien ein wichtiger Ausgleich im Alltag, gerade auch in der jetzigen Zeit, meint er weiter.

Die Gruppenspiele, so Franz Bohmann, werden in einer einfachen Runde mit drei oder vier Mannschaften bestritten. Eingeteilt werden die Gruppen nach geografischen Gesichtspunkten, um möglichst viele Derbys und kurze Reisewege zu erhalten. (gühe/jais)

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