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Oberbürgermeisterwahl in Nördlingen

07.01.2020

Warum Mark Tanner (FDP) Oberbürgermeister in Nördlingen werden will

Der 55-jährige Mark Tanner will Oberbürgermeister in Nördlingen werden. Er geht für die FDP ins Rennen.
Bild: Szilvia Izsó

Plus Der 55-Jährige kandidiert für die FDP für das Amt des Rathauschefs. Was er für den Einzelhandel, den Verkehr und die ärztliche Versorgung fordert.

Dr. Mark Tanner hat lange überlegt, ob er für das Amt des Nördlinger Oberbürgermeisters kandidieren soll. Im Vorfeld habe er zahlreiche Gespräche geführt, mit politischen Weggefährten vor Ort und auf Bezirksebene und dann erst vor wenigen Tagen für sich entschlossen, ins Rennen zu gehen. Das offizielle Plazet des Nördlinger Ortsverbandes der Liberalen holte er sich dann am Montagabend im Rahmen einer Zusammenkunft in der Privatwohnung des Ortsvorsitzenden Frank Hahlbohm in Nördlingen (wir berichteten).

„Ich nehme die Bewerbung sehr ernst“, sagt der gebürtige Hamburger, der bis 2014 noch CSU-Mitglied war, dann aber zu den Liberalen gewechselt ist. Hier hat er nach eigenen Angaben inzwischen seine politische Heimat gefunden. Am Schluss habe ihm bei den Christsozialen einiges nicht mehr gepasst, betont er. Näher will er nicht darauf eingehen.

Mark Tanner will OB in Nördlingen werden

Tanner nennt sich einen überzeugten Liberalen, was ihn auch dazu bewogen habe, die FDP in Nördlingen nach Jahren der politischen Abstinenz wieder sichtbar zu machen. Er erinnert an die Zeiten, in denen die Partei in der städtischen Kommunalpolitik, aber ebenso im Landkreis kaum eine Rolle gespielt habe. Zwar zähle der Ortsverband Nördlingen derzeit lediglich zehn Mitglieder. Aber warum soll eine kleine Partei nicht auch politisch aktiv und sichtbar sein?

Warum Mark Tanner (FDP) Oberbürgermeister in Nördlingen werden will

Mit seiner Kandidatur zum Oberbürgermeister wollten die Liberalen ein deutliches Zeichen setzen. Sein Anspruch sei es, die liberale Idee auch in die Kommunalpolitik zu tragen, betont Tanner selbstbewusst.

Dazu gehöre für ihn beispielsweise eine starke Unterstützung seitens der Kommune für die Geschäfte in der Nördlinger Altstadt. Eine Stadtverwaltung sei angehalten, für die Einzelhändler innerhalb der Stadtmauer stets gute Bedingungen zu schaffen. Vor diesem Hintergrund halte er überhaupt nichts von Überlegungen, die Altstadt temporär für den Autoverkehr zu sperren. „Das würde dem Handel massiv schaden und wäre völlig kontraproduktiv.“

Kommunalwahl 2020 Nördlingen: Für Tanner ist ärztliche Versorgung wichtig

Kein Thema ist für den niedergelassenen Hautarzt die Einführung von innerstädtischen Parkgebühren. Für notwendig erachte er allerdings zusätzliche Parkmöglichkeiten nahe der Altstadt.

Ein Anliegen, was Mark Tanner schon von Berufs wegen auf den Nägeln brennt, ist eine ausreichende ärztliche Versorgung in der Stadt. Es müsse deshalb alles getan werden, die bisherige Versorgungsstruktur im Ärztebereich so gut es gehe zu erhalten, fordert er im Gespräch mit unserer Redaktion. Dazu müsse eine Kommune „selbstverständlich“ ihren Beitrag leisten.

Ein Augenmerk wolle er darüber hinaus auf die Kultur legen. Nördlingen verfüge bereits über ein ausgezeichnetes Angebot, das sogar über die Stadtgrenzen hinaus Anerkennung finde. Die Kulturförderung hält Tanner für einen nicht unbedeutenden Standortfaktor. „Auch wenn wir schon sehr gute Kulturveranstaltungen haben, heißt das nicht, dass wir nicht noch besser werden können.“

Dr. Mark Tanner geht für die FDP ins Rennen um das Amt des Oberbürgermeisters in Nördlingen.
Video: Verena Mörzl

Tanner begrüßt die Bemühungen um die Reaktivierung der stillgelegten Bahnstrecken von Nördlingen nach Gunzenhausen und Dombühl. Diese wären ein wichtiger Baustein für einen besseren Öffentlichen Personennahverkehr, wovon die Stadt Nördlingen sehr profitieren würde.

Der FDP-Mann sieht sich ab sofort im Wahlkampfmodus. Weil die FDP nicht wie andere Parteien über üppige finanzielle und personelle Ressourcen verfüge, werde man auch den Wahlkampf entsprechend danach ausrichten, so Tanner. Er werde aber auf jeden Fall in den nächsten Wochen öffentlich präsent sein – sei es an Infoständen oder mittels den üblichen Broschüren und Flyern.

Auf die Frage, welche Chancen er sich am 15. März ausrechne, äußert sich der Mediziner zurückhaltend: „Ich werde mich um ein gutes Ergebnis bemühen.“

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