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Reimlingen

29.07.2020

Was aus dem Haus der Vereine in Reimlingen werden soll

Das Haus der Vereine bietet nicht mehr genügend Platz für eine zeitgemäße Unterbringung der Feuerwehr neben den Vereinen. Eine Arbeitsgruppe hat einen Lösungsvorschlag erarbeitet.
Bild: Matthias Link

Plus Eine Arbeitsgruppe stellt ihre Ideen vor. Demnach soll die Feuerwehr in die bisherige Halle des Bauhofs. Der soll umziehen. Musikkapelle soll das Gebäude herrichten.

Der Gemeinderat Reimlingen hat sich in seiner vergangenen Sitzung mit der zukünftigen Nutzung des Hauses der Vereine befasst. Der vor kurzem gegründete Arbeitskreis stellte erste Konzeptideen dazu vor.

Das Haus, das Mitte der 1970er Jahre gebaut wurde, dient hauptsächlich als Feuerwehrhaus, im hinteren Gebäudeteil sind auch die Fahrzeuge der Feuerwehr untergebracht. Von den Vereinen nutzt es vor allem die Musikkapelle, aber auch der Männerchor und die Tanzgruppe belegen die Räume regelmäßig. Bürgermeister Jürgen Leberle sagt: „Das Haus ist zu klein für die Feuerwehr und die Vereine in gemeinsamer Nutzung. Es ist auch eine Frage des Alters. Es ist Zeit, dass die Gemeinde die Einrichtungen, die sie im Dorf hat, zukunftsgemäß unterbringt. Die Feuerwehr braucht eine zeitgemäße Unterbringung, deshalb gehen wir da dran.“ Es fehle unter anderem an Umkleiden und einem Sanitärbereich. Deshalb wurde vorgeschlagen, die Feuerwehr in die Halle des Bauhofs bei der Raiffeisenbank zu verlegen. Entsprechende Räume für Umkleiden und anderes könnten dort angebaut werden und die Halle könnte als neue Fahrzeughalle für die Feuerwehr genutzt werden, so der Vorschlag des Arbeitskreises. Die Halle sei „vom Bestand her noch relativ gut“, so Leberle. Der Bauhof wiederum könnte in den Bereich der ehemaligen Kläranlage verlagert werden. Bezüglich der Statik müssten beide Gebäude, sowohl das Haus der Vereine als auch die derzeitige Bauhofhalle, erst von einem Statiker untersucht werden, bevor das Projekt weiterverfolgt werde.

Musikkapelle soll das Haus der Vereine in Reimlingen herrichten

Das Haus der Vereine könnte die Musikkapelle übernehmen und es für ihre Zwecke herrichten, so die zentrale Idee des Arbeitskreises. Leberle dachte hierbei an einen Nutzungsvertrag oder eine andere vertragliche Lösung, ähnlich wie es bei der Nutzung des Sportheims durch den Sportverein sei. Die Gemeinde würde sich auch mit einem Zuschuss an den Umgestaltungsmaßnahmen beteiligen. Die bisherige Fahrzeughalle der Feuerwehr, die sich im hinteren Gebäudeteil befindet, könnte man zu einem großen Saal umbauen, so der Bürgermeister, und dabei auch die Wand zum bisherigen, kleineren Saal durchbrechen. An die Stelle der Hallentore könnte man eine Wand mit Fenstern einsetzen und das Haus auch von außen „aufhübschen“. Leberle sagte, dass das Haus damit für die nächsten Jahrzehnte nutzbar gemacht werden könnte und dass der neue Saal möglicherweise auch für Bürgerversammlungen genutzt werden könnte. Bezüglich der Räume für die Dorfjugend müsse man sich noch Gedanken machen, diese seien im Konzept bislang noch nicht berücksichtigt. Eine Gemeinderätin wies darauf hin, dass das Haus auch in Modulbauweise erweiterbar sei, wenn man zum Beispiel noch einen zusätzlichen Saal haben wollte. Die anderen Vereine, die das Haus bisher nutzten, der Männerchor und die Tanzgruppe, hätten auch bereits signalisiert, dass sie offen und flexibel bezüglich unterschiedlicher Raumlösungen seien. Man wolle aber aus Gründen der Gleichberechtigung an alle Vereine herantreten, damit niemand außen vor gelassen werde, wie es im Gemeinderat hieß.

Was aus dem Haus der Vereine in Reimlingen werden soll

Bürgermeister Jürgen Leberle sagte, der Grundgedanke sei es, lieber den alten Bestand zu nutzen, statt einen neuen Komplex hinzustellen, was auch bereits im Gespräch gewesen sei – man wisse schließlich nicht, wie es in der Gemeinde in ein paar Jahren finanziell aussehen werde. Die Idee, das Haus der Vereine zu sanieren, werde bereits seit zwei bis drei Jahren in der Gemeinde diskutiert, da es hinter der Sache keinen großen Druck gebe. Unter anderem sei das Projekt auch schon Thema bei einem Gemeindeseminar in Thierhaupten gewesen, so Leberle. Zum zeitlichen Horizont des Vorhabens sagte der Bürgermeister, dass man mit drei bis vier Jahren rechnen müsse, bis die Umgestaltung abgeschlossen sei.

Der Reimlinger Bauhof soll verlagert werden

Zur Verlagerung des Bauhofs in den Bereich der ehemaligen Kläranlage präsentierte Leberle in der Sitzung bereits einen konkreten Plan, denn der Bauhof müsse „auf jeden Fall raus“, unabhängig von den Plänen bezüglich der Feuerwehr und des Hauses der Vereine. Es sei ungünstig, dass der Bauhof mitten im Dorf sei, wo es ringsum keinen Platz und keine Lagermöglichkeiten gebe. Die Bauhofmitarbeiter hätten derzeit keine Räume und auch keine Toilette. „Der Bauhof ist auch zu klein, wir bringen unsere Fahrzeuge dort nicht unter“, sagt Leberle. Das Gremium befürwortete es in der Sitzung einstimmig, den Vorschlag zur Verlagerung des Bauhofs weiter zu verfolgen.

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