Mönchsdeggingen

09.04.2019

Was kostet das Almarin?

Während der Aktionswoche im vergangenen April nutzten Kinder, Jugendliche und Erwachsene begeistert das Mönchsdegginger Schwimmbad. Ob das Almarin wiedereröffnet werden kann, ist noch nicht sicher.

Plus In der kommenden Woche werden Zahlen zum Mönchsdegginger Bad vorgestellt. Was sich zwei Bürgermeister davon erwarten und warum die Veranstaltung nicht öffentlich ist.

Kinder, die lachend ins Becken springen, während die Erwachsenen im Hintergrund ihre Bahnen ziehen: Vor genau einem Jahr war das Mönchsdegginger Schwimmbad Almarin für eine Woche geöffnet. Der Andrang war riesig: Die 1500 Tickets für die Aktion waren bereits nach kurzer Zeit vergriffen. Von Wassergymnastik, Wellnessmassagen, Kinderdisco bis zu einem Früchtebuffet boten die Organisatoren die unterschiedlichsten Veranstaltungen an.

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Heute – ein Jahr später – ist die Zukunft des Bades weiter ungewiss. Wie berichtet, hat die Gemeinde Mönchsdeggingen einen Förderantrag gestellt, der momentan bearbeitet wird. Im Falle einer Zusage könnte die Sanierung des Almarins mit bis zu 90 Prozent der förderfähigen Kosten bezuschusst werden. Doch das reicht noch nicht aus.

In einem nächsten Schritt soll nun über die Gründung eines Zweckverbandes diskutiert werden. Mönchsdeggingens Bürgermeister Karl Wiedenmann erklärte bereits mehrfach, dass seine Gemeinde das Schwimmbad nicht mehr in Eigenregie betreiben könne. Um die finanzielle Last aufzuteilen, müssten sich deshalb möglichst viele Gemeinden an einem Zweckverband beteiligen.

Was kostet das Almarin?

Bisher haben vor allem fehlende Zahlen verhindert, dass im Detail über einen solchen Verband diskutiert werden konnte. Das soll sich nun ändern: Am Mittwoch, 17. April, werden Landrat Stefan Rößle zufolge allen Stadt- und Gemeinderäten des Landkreises Donau-Ries entsprechende Daten und Fakten vorgestellt. Zu der Informationsveranstaltung in Möttingen seien zudem auch die Vertreter aus Buttenwiesen und Bissingen eingeladen worden.

Landrat Rößle sagt im Gespräch mit unserer Zeitung, dass bei der Veranstaltung unter anderem die Machbarkeitsstudie präsentiert wird. Wie berichtet soll diese einen genauen Aufschluss über den Zustand sowie konkrete Zahlen für die Sanierung und den dauerhaften Betrieb des Schwimmbades liefern. Rößle zufolge werden bei der Veranstaltung sowohl die Investitions- als auch die jährlichen Betriebskosten erläutert. Auch mögliche Zuschüsse werden ein Thema sein: Der CSU-Bundestagsbgeordnete Ulrich Lange werde den aktuellen Stand bezüglich des Bundesförderprogramms erläutern, für das sich Mönchsdeggingen bereits beworben hat, sagt Rößle. Geplant sei außerdem, dass der CSU-Landtagsabgeordnete Wolfgang Fackler über ein Landesförderprogramm spreche, über das die Gemeinde ebenfalls Zuschüsse beantragen könnte.

Ederheims Bürgermeisterin Caroline Zehnpfennig-Doleczik sagt, man brauche einfach Zahlen, um über einen Zweckverband entscheiden zu können. Sie sei gespannt, was bei der Informationsveranstaltung herauskommt. Zehnpfennig-Doleczik wird dann im Nachgang mit ihrem Gemeinderat Rücksprache halten und über das weitere Vorgehen beraten.

Genauso wird es auch Bürgermeister Hermann Schmidt aus Amerdingen machen. Das Almarin sei für die Region „etwas immens Wichtiges“. Dass die Veranstaltung am 17. April ohne die Öffentlichkeit und nur für die Bürgermeister sowie Stadt- und Gemeinderäte ist, findet Schmidt fair. Dadurch könne eine offene Diskussion stattfinden, in der Fragen geklärt werden können. Zudem könne man so schauen, wer eventuell bei einem Zweckverband mitmachen würde. Hinter den Kulissen scheint es jedoch noch Gesprächsbedarf zu geben, ob die Veranstaltung nicht doch öffentlich sein soll.

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