Newsticker
Ämter melden 20.398 Corona-Neuinfektionen und 1013 neue Todesfälle in Deutschland
  1. Startseite
  2. Lokales (Nördlingen)
  3. Was sich die Oettinger Jugend wünscht

Oettingen

20.10.2020

Was sich die Oettinger Jugend wünscht

In der Aula der Mittelschule fand das erste Oettinger Jugendmeeting statt, bei dem Kinder und Jugendliche ihre Wünsche im Forum und in Kleingruppen mitteilen konnten.
Bild: Peter Tippl

Plus Beim „Jugendmeeting“ in der Mittelschule äußern 20 Kinder und Jugendliche ihre Wünsche an die Stadt. Bürgermeister Heydecker will solche Treffen nun regelmäßig.

Einen Lasertag, Street- und Soccer-Turnier, überdachte Sitzgelegenheiten, mehr Mülleimer, einen Basketballplatz, Fangzäune an den Bolzplätzen und Verbesserung der Minigolfanlage waren einige Anregungen von Kindern und Jugendlichen, aber auch sich einzubringen bei einem regelmäßigen Jugendforum könnten sie sich vorstellen. Diese Ergebnisse brachte das erste „Jugendmeeting“ Oettingen in der Aula der Mittelschule, zu der die „Soziale Stadt“, die kommunale Jugendarbeit des Landkreises und die Jugendarbeiterin der Kinder- und Jugendhilfe eingeladen hatten.

Absolut „erfreulich“ sei für Bürgermeister Thomas Heydecker die Akzeptanz dieser Veranstaltung mit über 20 Teilnehmern aus allen Altersgruppen, an deren Anfang er den Siegersong des ersten Oettinger Rap-Contests stellte. Komm lass uns zurück nach Oettingen, endlich daheim, lasst die Gläser klingen, lautete eine Textpassage, absolut treffend für Heydecker zur Vermittlung einer Heimatidentität.

Oettingen: Heydecker sagt, er habe noch guten Kontakt zur Jugend

Mit 34 Jahren habe er noch guten Kontakt zur Jugend, wolle aber mit den Organisatoren die Wünsche und Anliegen der Kinder und Jugendlichen von ihnen direkt erfahren. Die Moderation übernahmen Mitsou Schrair und Martina Nagler von der kommunalen Jugendarbeit des Landkreises, für die dieser Prozess aus Mitsprache, Mitwirkung und Mitgestaltung bestehe. Umgesetzt werden könne dies in Jugendforen oder Jugendbeiräten, in projektbezogenen Formen wie Zukunftswerkstätten oder Workshops, durch Jugendbeauftragte in Stadträten oder auch digital.

Den „offenen Treff“ stellte Nina Thorwarth als kostenlosen Treffpunkt im Evangelischen Gemeindehaus, jeweils montags, dienstags und freitags am Nachmittag, vor und die Jugendbeauftragte des Stadtrats, Rebecca Heller, ihre Aufgabenstellung als Bindeglied zu politischen Entscheidungen. In Gruppenarbeit wurden an vier Tafeln die Wünsche der Jugendlichen aufgelistet, wo sie ihre Freizeit verbringen, welche Verbesserungen sie anstreben und wo sie sich engagieren möchten. Erstaunlich, dass die Jugendlichen das Fehlen von Mülleimern thematisierten und sich eine Müllsammelgruppe vorstellen könnten. Kurse für Kochen, Backen oder EDV wurden gewünscht, denn die VHS habe meist eine andere Zielgruppe.

Welche Vorschläge es gab

Ein Open-Air-Kino, Angel-Workshop, die beliebten Bauwagen wurden angeführt, stark favorisiert wurde ein Laser-Tag, Theatergruppen, Ballfangzäune an verschiedenen Bolzplätzen, sogar ein Kaufhaus wurde angeregt, ein Grill- oder Lagerfeuerplatz fehle, und bei der geplanten „Pumptrack“ Sitzgelegenheiten einzuplanen, aber auch mangelnde Straßenbeleuchtung und längere Beleuchtungszeiten und das Nacharbeiten bei der Brücke im Freibad. Hier könne man, so ein Jugendlicher, wegen Holzsplittern nicht barfuß laufen.

Nach einer Verpflegungspause mit Pizza wurde ein Gesamtresümee gezogen. Für Bürgermeister Heydecker sollten derartige Treffen regelmäßig stattfinden, um den Kontakt zu den Jugendlichen zu pflegen und deren Anliegen besser kennenzulernen. Dabei könnten auch Projekte angestoßen und deren Umsetzung überprüft werden.

Etliche Jugendliche haben sich beim Jugendmeeting für eine Mitarbeit in Arbeitsgruppen eingetragen. Die Ergebnisse des ersten Treffens werden von den Organisatoren noch ausgewertet. Heydeckers Fazit war „sehr positiv“ und er freue sich auf weitere spannende Initiativen, denn davon lebe eine Stadt.

Das könnte Sie auch interessieren:

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren