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Nördlingen

13.02.2020

Welche Schäden Sturm Sabine an Sankt Georg hinterließ

Nach dem Sturm wird das Dach von Sankt Georg repariert.
Bild: Mörzl

Plus Weil die Nördlinger Kirche beschädigt wurde, ist ein Teil des Obstmarktes gesperrt. Das müssen Fachmänner jetzt reparieren.

Noch immer war gestern ein Teil des Obstmarktes in Nördlingen für Autos gesperrt. Der Hintergrund: Sturm Sabine hat der Sankt Georgskirche zugesetzt. Noch jetzt erschwert das Wetter den Fachfirmen die Reparatur.

An der Ostseite klafft ein Loch im Dach der Kirche

Einige Dachziegel wurden heruntergeweht, an der Ostseite klaffte gar ein kleines Loch, berichtet der Sprecher der Stadt Nördlingen, Rudi Scherer. Auch in der Nähe des Daniels seien Ziegel auf der Seite in Richtung Marktplatz gelegen. Die Schäden müssten jetzt wieder beseitigt werden, so Scherer. Die Kirche gehört der Stadt Nördlingen, der Schaden wird auf rund 5000 Euro geschätzt.

Starke Winde haben schon öfter zu Schäden geführt

Dekan Gerhard Wolfermann sagt, es sei schon öfter passiert, dass ein starker Wind Dachziegel an Sankt Georg gelöst habe – und zwar, wenn der von Westen komme. Dann komme es um den Daniel herum zu einer Art Sogwirkung. Gefährlich sei, dass die Ziegel jemand treffen könnten, deshalb werde auch der Obstmarkt gesperrt.

Welche Schäden Sturm Sabine an Sankt Georg hinterließ


Das Loch im Dach habe keinen Einfluss auf die Gottesdienste der evangelischen Gemeinde: Die finden derzeit im Gemeindehaus statt – in Sankt Georg hat es etwa drei Grad, schätzt Wolfermann.

Wie berichtet, sollte Nördlingens größte Kirche nicht mehr beheizt werden. Der Boden von Sankt Georg enthält Salze. Die Säulen des Gotteshauses stehen darin wie Dochte und haben die Salze in der Vergangenheit nach oben gezogen.Werden die Salze in den Säulen nun feucht, dann lösen sie sich auf. Werden sie wieder trocken, kristallisieren sie, die Oberfläche vergrößere sich – das führt zu Sprengungen im Stein.

In früheren Zeiten, als es noch keine Heizung gab, seien die Gläubigen in den Gottesdiensten gestanden, erklärt Wolfermann. Erst seit es evangelische Predigtgottesdienste gebe, gebe es auch Stühle in Sankt Georg.

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